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Fussball

Sepp Blatter lehnt WM-Aufstockung ab

SID
FIFA-Boss Sepp Blatter: "Ich habe kürzlich Asien und Afrika mehr Startplätze versprochen"
© getty

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich einem L'Equipe-Interview gegen eine geplante Aufstockung der WM von 32 auf 36 Mannschaften ausgesprochen.

Die Europameisterschaft 2016 wird in Frankreich bereits auf 24 Teams erweitert. "Ich bin für einen Beibehalt von 32 Teams. Ich will einerseits den Europäern ihre 13 Startplätze nicht streitig machen, aber ich habe kürzlich Asien und Afrika mehr Startplätze versprochen."

Diese Aussage geht offenbar eindeutig gegen Südamerika. Während Europa 53 Starter in der WM-Qualifikation hat, verfügt Südamerika nur über neun Teilnehmer (plus WM-2014-Gastgeber Brasilien), hat aber derzeit sechs WM-Startplätze.

Zeitpunkt der Übergabe unklar

Parallel macht sich Blatter für den Franzosen Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), als seinen Nachfolger stark. "Für mich ist er mein natürlicher Nachfolger." Steitereien mit "Platoche" über Torlinientechnik? Kleinigkeiten, so der FIFA-Chef in der L'Equipe.

Unklar bleibt, ob der derzeit 57-jährige Platini bis 2019 warten muss, weil Blatter 2015, dann 79-Jährige, vielleicht noch einmal den Hut für eine erneute Kandidatur in den Ring werfen wird: "Die FIFA-Reform muss zu Ende geführt werden. Und ich erinnere daran, dass ich dasselbe Alter habe wie der Mann, der jetzt zum Papst gewählt worden ist."

Skepsis an Jerome Valcke

Auf die Frage, ob FIFA-"General" Jerome Valcke ein Nachfolgekandidat sei, meinte Blatter: "Der muss erst mal die WM in Brasilien stemmen." 1998 war der Schweizer vom Generalsekretär zum neuen FIFA-Präsidenten und Nachfolger von Joao Havelange aufgestiegen. Der Walliser hatte sich damals bei der Wahl in Paris gegen den damaligen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson durchgesetzt.

Auch zur umstrittenen WM 2022 in Katar nahm der FIFA-Boss Stellung: "Das hat das Exekutiv-Komitee entschieden. Ich glaube nicht, dass man dort im Sommer spielen kann." Platini hatte sich für eine Verlegung der WM-Endrunde vom Sommer in den Winter stark gemacht.

Die WM-Qualifikation im Überblick

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