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Fussball

General Ottmar trifft auf König Otto

SID
Seit dem 1. Juli 2008 Trainer der Schweizer Nationalmannschaft
© Getty

Heute treffen zwei Trainer-Koryphäen aufeinander. Ottmar Hitzfelds Schweizer empfangen in der WM-Quali Otto Rehhagels Griechen. Frankreich, Portugal und die Türkei stehen unter Druck.

General Ottmar Hitzfeld und König Otto Rehhagel duellieren sich, Frankreich, Portugal und die Türkei stehen im Kampf um alles oder nichts mit dem Rücken zur Wand: Am Samstag geht das Ringen um die zwölf noch verbliebenen Tickets für die WM 2010 in Südafrika in seine entscheidende Phase.

Neben Fußball-Großmächten wie der "Grande Nation" zittern zwei deutsche Trainerlegenden um die Teilnahme am zweitgrößten Sportereignis der Welt.

"Ein Fuchs an der Linie"

"Das Spiel gegen Griechenland ist eines von vier Endspielen für uns", sagt Hitzfeld vor der wegweisenden Begegnung in Basel. Und der 60-Jährige, dessen Elf punktgleich hinter dem Europameister von 2004 auf Rang zwei der Gruppe 2 liegt, hat Sorgen.

"Wir haben Probleme in der Defensive. Und wir wissen, dass beim Gegner ein absoluter Fuchs an der Linie steht. Wir müssen auf der Hut sein", meinte Hitzfeld.

Zwölf Bundesliga-Profis im Einsatz

Sperren und Verletzungen haben Hitzfelds Defensive ausgedünnt, doch der Meistermacher von Bayern München und Borussia Dortmund ist gleichwohl überzeugt, "dass wir die Qualifikation für die Endrunde schaffen".

Sieben Bundesliga-Profis im Schweizer Kader sollen dafür sorgen, Rehhagel hat "nur" fünf "Deutsche" - allein vier im Angriff.

"Der beste Sturm Europas

Einer ist der Frankfurter Ioannis Amanatidis, der die Griechen "in einer minimal besseren Position" sieht: "Uns reicht ein Punkt, die Schweiz muss auf Sieg spielen." Das komme der schon traditionell defensiv eingestellten "Rehakles"-Truppe entgegen.

Hitzfeld fürchtet entsprechend, "dass wir die griechische Abwehr erst knacken müssen". Das Sturm-Duo, bestehend aus den Ex-Bundesliga-Profis Alexander Frei und Blaise N'Kufo, soll's richten: Neun Quali-Treffer stehen für den laut "Blick" "besten Sturm Europas" bereits zu Buche.

Frankreich und Portugal unter Zugzwang

Die Franzosen haben mit Thierry Henry, Nicolas Anelka und Karim Benzema klangvollere Namen zu bieten, doch die Equipe Tricolore hat in den zurückliegenden sieben Spielen gerade einmal vier Treffer zustande gebracht.

Fünf Punkte beträgt der Rückstand in Gruppe 7 auf Spitzenreiter Serbien, und mit Rumänien (ohne den Star Adrian Mutu) wartet in Paris ein unbequemer Gegner. Doch Nationaltrainer Raymond Domenech legt sich lieber mit den eigenen Fans an: "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn sie uns ausbuhen. Die sollen doch aufstehen und gehen."

Ronaldo: "Auf uns lastet großer Druck"

Auch nicht eben rühmliche acht Tore hat Portugal bisher erzielt - trotz Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Nun droht das WM-Aus, wenn in Dänemark, dem auf sieben Punkte enteilten Ersten in der Gruppe 1, kein Sieg gelingt.

"Auf uns lastet großer Druck. Aber ich bin sicher, dass wir gewinnen und meine Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika dabei sein wird. Absolut sicher", meint Ronaldo.

Türkei will "Unmögliches möglich machen"

Etwas philosophischer geht der türkische Nationaltrainer Fatih Terim, dessen Mannschaft in Gruppe 5 nur Dritter hinter Spanien und Bosnien ist, die Partie gegen Estland an.

"Wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist, kann man das Unmögliche möglich machen", sagt er. Will heißen: In vier Spielen zwölf Punkte und Platz zwei holen. "Wir werden alles tun, um es zu schaffen", erklärt Stürmer Nihat.

Italien "hat kein Sturmproblem"

Zumindest tabellarisch entspannter ist die Lage bei Weltmeister Italien, der Gruppe 8 vor Irland anführt. Dennoch rumort es im Team von Coach Marcello Lippi.

Seit 270 Minuten haben die Azzurri das Tor nicht mehr getroffen, und nun fehlt auch noch Bayern-Angreifer Luca Toni. "Wir haben kein Sturmproblem", behauptet Giuseppe Rossi, der es in Georgien und am Mittwoch gegen Bulgarien richten soll.

Die europäische WM-Quali im Überblick

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