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Fussball

Pablo Torre: Wird der junge Barca-Neuzugang der neue Pedri?

Von Alex Frieling
Pablo Torre wechselt im Sommer von Racing Santander zum FC Barcelona.

Barca-Neuzugang Pablo Torre gilt als absolutes Top-Talent, nicht ohne Grund wollte auch Real den Youngster holen. Kann er der neue Pedri werden?

Pablo Torre gilt nicht nur als Top-Talent, sondern lässt auch Hoffnungen auf einen zweiten Pedri beim FC Barcelona aufkeimen. Wer ist aber der 19-Jährige, der sich auch im Visier von Real Madrid befand?

Pedri avancierte innerhalb von nur 18 Monaten von einem relativ unbekannten Spieler zu einem der besten Talente der Welt. Ein Weg, den sich auch Pablo Torre bei den Katalanen erhofft.

Am 4. März wurde bekannt gegeben, dass die Katalanen den Mittelfeldspieler von Racing Santander für 5 Millionen Euro verpflichten - ebenjene Ablösesumme, die sie ursprünglich für Pedri gezahlt hatten.

Weitere 20 Millionen Euro könnten fällig werden, wenn Torre während seiner Zeit in Barcelona bestimmte Ziele erreicht, aber selbst die anfängliche Gebühr ist für einen Spieler, der zuvor nur Drittliga-Fußball gespielt hat, extrem auffällig.

Torre-Trainer spricht von "großartiger Entwicklung"

Bereits in der laufenden Saison stellte sich heraus, dass Torre deutlich über dem Niveau der dritten spanischen Liga agiert, in der Saison 2021/22 kam der junge Spanier insgesamt auf 16 Torbeteiligungen für Racing.

"Wenn wir über Spieler sprechen, die sich entwickeln, ist Pablo einer dieser Spieler", sagt Aritz Solabarrieta im Gespräch mit SPOX und GOAL, der Torre in der vergangenen Saison sein Debüt in der ersten Mannschaft bei Racing ermöglichte.

"Der Schritt, den er dieses Jahr im Fußball gemacht hat, war sehr groß. Letztes Jahr ist er bereits herausgestochen, aber dieses Jahr hat er einen weiteren Schritt gemacht" und weiter: "Er sieht körperlich stärker aus. Er ist noch sehr jung, aber die Entwicklung, die er durchmacht, ist großartig."

Nicht nur die Blaugrana, sondern auch Real Madrid hat diese beachtliche Entwicklung wahrgenommen und um seine Unterschrift gekämpft. Real Sociedad und die Wolverhampton Wanderers beobachteten seine Fortschritte ebenfalls genau, bevor Barca ernst machte und Torre einen Vierjahresvertrag mit einer Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro unterschrieb.

Torres Weg: Von der Racing-Jugend zu den Barca-Profis

Seit 2015 bei Racing, durchlief Torre die verschiedenen Altersklassen und beeindruckte die Trainer vor allem mit seiner Spielintelligenz und der Ruhe am Ball. Aritz Solabarrieta beförderte Torre dann zu den Profis und bewunderte "seine großartige Sicht auf das Spiel".

Auch "seine Fähigkeit vor dem Tor" imponierte dem Trainer, nachdem man ihn bat "öfter in den Strafraum zu kommen". Weiter sagt der Spanier: "Die Werkzeuge und Waffen, die er hat, nehmen zu und das hebt ihn von den anderen ab. Er ist 19 Jahre alt, entwickelt sich stark und bringt mehr Variabilität in sein Spiel."

So hat der Youngster definitiv das Potenzial, bei Barca zu einem Top-Star zu reifen - vorerst muss er jedoch seine Rolle in der Mannschaft von Xavi finden. Mit Pedri, Gavi, Nico, de Jong und Sergio Busquets ist die Konkurrenz bei den Katalanen enorm. Normalerweise spielt Torre auf der Zehner-Position hinter dem Stürmer, in Xavis 4-3-3 wird er sich jedoch zunächst auf einer anderen Position beweisen müssen.

"Es ist klar, dass er sich mit der Art und Weise, wie Barca spielt, an neue Positionen anpassen muss, sowohl offensiv als auch defensiv" sagt Solabarrieta und fasst zusammen: "Ich sehe ihn zentral spielen oder als falschen linken Flügelspieler, der nach innen zieht."

Torre: Leihe, Barca B oder bei den Profis?

Welche Rolle der Neuzugang bei Barca einnehmen wird, ist indes unklar. Bei der Bekanntgabe der Verpflichtung wurde er vorerst als Barca-B-Verstärkung vorgestellt, es wurde aber auch eine Leihe zu Racing diskutiert. Der Verein spielt aktuell um den Aufstieg, weshalb er gar höherklassiger als bei den Barca-Amateuren spielen würde.

"Trotz seines angeborenen fußballerischen und mentalen Talents bedeutet es es etwas wirklich Großes, wenn wir über die erste Mannschaft von Barca sprechen... Er wird Zeit brauchen, um sich anzupassen", schließt Torres' Trainer die Diskussionen ab.

Beim FC Barcelona wird man dem Talent Zeit geben - so, wie man es bereits bei Pedri getan hat. Aktuell traut man Torre durchaus eine glorreiche Zukunft beim katalanischen Giganten-Klub zu. Um wie Pedri den Golden-Boy-Award zu gewinnen, muss der 19-Jährige aber noch einige Entwicklungsschritte machen.

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