Fussball

Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona exklusiv: "Real ist immer gefährlich für uns"

Von DAZN/SPOX
Marc-Andre ter Stegen trifft am Mittwoch im Clasico auf Real Madrid.

Marc-Andre ter Stegen ist der große Rückhalt im Tor des FC Barcelona. Im Sommer 2014 wechselte Marc-Andre ter Stegen von Borussia Mönchengladbach zum FC Barcelona. Am Mittwoch spielt der 27-Jährige bereits seinen elften Clasico gegen Real Madrid (20 Uhr live auf DAZN und im LIVE-TICKER).

Zuvor sprach ter Stegen mit SPOX und DAZN über das besondere Duell, seine persönliche Entwicklung und die Torwartdebatte im DFB-Team.

Marc-Andre ter Stegen über ...

... den Clasico: Auf solche Spiele freut man sich ganz besonders. Das sind Duelle, die die Leute mitreißen und begeistern.

... die Absage des ursprünglich für den 26. Oktober geplanten Clasicos: Die politische Situation war angespannt, sodass man so ein Spiel nicht hätte austragen können. Man muss den Umständen entsprechen und auf Nummer sicher gehen.

... seine ersten Erinnerungen an einen Clasico: Ich war 15 oder 16 Jahre alt, als ich mir gedacht habe: Wenn ich es irgendwann zu entscheiden hätte, dann würde ich wahrscheinlich mal zu Barca gehen. In dem Alter denkt man aber noch nicht daran, wie schwierig das eigentlich ist. Barcas Philosophie fand ich schon immer interessant. Aber erst hier in der Stadt merkt man, was dieses Spiel eigentlich bedeutet.

... seinen ersten Clasico als Barca-Spieler: Im ersten Clasico habe ich gar nicht gespielt. Da war ich ein bisschen sauer, weil ich natürlich in jedem Spiel zum Einsatz kommen will.

... die aktuelle Form von Real Madrid: Real ist immer gefährlich für uns. Genauso wie wir hatten sie zu Saisonbeginn mit vielen Gegnern Probleme. Die Liga ist - insbesondere physisch - stärker geworden. Es gibt keine einfachen Spiele mehr.

... Lionel Messis Gewinn des sechsten Ballons d'Or: Das ist verrückt. Er hat wieder einmal Geschichte geschrieben.

... sein persönliches Niveau: Ich verbessere mich jeden Tag ein bisschen - auch wenn es kleine Dinge sind. Mein Torwarttrainer Jose de la Fuente ist relativ kritisch und setzt immer wieder neue Reize, um das Beste aus uns Torhütern rauszukriegen.

... die Torwartdebatte im DFB-Team: Man muss die Meinungen anderer respektieren. Das tue ich und das sollten andere auch tun - und damit ist das Thema auch durch. Für mich war die Debatte nicht die große Sache, zu der sie die Presse gemacht hat. Ich versuche, meine Leistung zu bringen, mich immer wieder anzubieten und es dem Bundestrainer schwer zu machen. Mehr kann ich nicht tun.

... die Entwicklung seines Ex-Klubs Borussia Mönchengladbach: Ich bin sehr stolz auf das, was bei der Borussia passiert ist. Infrastrukturell hat sich enorm viel getan, bei den Transfers hat Max Eberl einen hervorragenden Job gemacht. Zudem glaube ich, dass Marco Rose seine Sache super macht. Es freut mich unfassbar, dass ich ein Teil dieses Vereins war und dass die Borussia ihren Weg weitergegangen ist. Dass sie in der Tabelle weit oben steht, ist der Hammer. Diese Situation sollte man genießen und das Momentum nutzen. Ich hoffe, dass Gladbach am Ende auf den Champions-League-Plätzen steht.

... die Erziehung seines Kindes, das bald geboren wird: Ich weiß nicht, ob wir es eher Deutsch oder Spanisch erziehen werden. Noch habe ich ja niemanden erzogen - außer meinen Hund. Und der hört nicht auf mich. Vielleicht habe ich also alles falsch gemacht. (lacht) Im Ernst: Wir wohnen in Spanien und kommen aus Deutschland. Es wird vermutlich ein Mix aus beiden Nationalitäten sein.

... seine Zukunft: Im Fußball weiß man nie, was passiert. Ich will den Klub glücklich machen und meine Spuren hinterlassen.

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