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Fussball

Özil verletzt sich beim 1000. Real-Heimsieg

Von Thomas Jahn / Martin Jahns
Real Madrid steht nach dem 6:2 gegen Malaga nun bei 95 Saisontoren
© getty

Da sich das Finale der Copa del Rey am 17. Mai mit dem 36. Spieltag der Primera Division überschneidet, trugen die Finalteilnehmer Real und Atletico Madrid ihre Ligapartien bereits am Mittwochabend aus. Die Königlichen sicherten sich durch ein 6:2 gegen den FC Malaga Heimsieg Nummer 1000 in La Liga. Die Rojiblancos schlugen Abstiegskandidat Celta Vigo und sind nun fix für die Champions League qualifiziert.

Real Madrid - FC Malaga 6:2 (4:2)

Tore: 1:0 Raul Albiol (3.), 1:1 Roque Santa Cruz (15.), 2:1 Cristiano Ronaldo (26.), 3:1 Mesut Özil (33.), 3:2 Antunes (36.), 4:2 Benzema (45.), 5:2 Modric (63.), 6:2 di Maria (90.)

Rote Karte: Sanchez (Malaga, 22.)

Gelb-Rot: Demichelis (Malaga, 73.)

Besonders Vorkommnis: Ronaldo verschießt Elfmeter (22.)

Sportlichen Wert hatte das Match im Bernabeu-Stadion kaum: Real Madrid war der zweite Platz nur noch theoretisch zu nehmen, während Malaga aufgrund einer Strafe im Rahmen des Financial Fairplay in der kommenden Saison nicht international spielen darf.

Entsprechend enthemmt zeigten sich die Kontrahenten und lieferten den Fans ein Torfestival. Bereits in der dritten Minute brachte Raul Albiol die Hausherren nach einer Ecke von Luka Modric per Kopfball in Führung.

Diese hatte allerdings nur zwölf Minuten Bestand, ehe Roque Santa Cruz den Ausgleich markierte. Ausgangspunkt war eine Ecke von Isco, die von Diego Lugano mit dem Kopf zum ehemaligen Bayern-Spieler verlängert wurde, der wiederum Real-Keeper Diego Lopez keine Chance ließ.

In der 22. Minute musste Malagas Sergio Sanchez aufgrund einer Notbremse gegen Cristiano Ronaldo mit Rot vom Platz. Der Portugiese übernahm die Verantwortung beim fälligen Strafstoß selbst und scheiterte an Caballero. Kurz darauf machte er es dann bei einem indirekten Freistoß im Strafraum besser: Xabi Alonso legte für Ronaldo auf, der aus knapp fünf Metern Entfernung das 2:1 erzielte.

Nach einer Ecke von Malaga startete Madrid wenig später einen Konter über Ronaldo, der mit einem Steilpass Mesut Özil in Szene setzte. Der deutsche Nationalspieler ließ Vitorino Antunes ins Leere grätschen und versenkte den Ball mit einem Rechtsschuss zum 3:1 im Tor der Gäste (33.). Eben jener Antunes rehabilitierte sich aber umgehend, als er in der 36. Minute einen Distanzschuss in den Winkel hämmerte und auf 2:3 verkürzte. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang es Karim Benzema, den alten Zwei-Tore-Vorsprung nach Ronaldo-Vorlage wiederherzustellen.

Nach sechs Toren im ersten Durchgang sollte auch die zweite Halbzeit nicht torlos bleiben. Reals Luka Modric zog nach einem Doppelpass mit Benzema von der Strafraumgrenze ab, der Ball prallte vom rechten Innenpfosten ins Tornetz. Als Modric anschließend ausgewechselt wurde, klatschte er alle Spieler auf der Ersatzbank ab - außer Iker Casillas. Der Keeper verweigerte den Handschlag und befeuerte damit die Spekulationen um interne Grabenkämpfe im Kader der Königlichen.

Für die Gäste kam es aber noch schlimmer. Mit Martin Demichelis wurde in der 73. Minute ein weiterer Malaga-Profi des Feldes verwiesen. Der frühere Bayern-Verteidiger sah für ein Foul an Ronaldo Gelb-Rot.

Acht Minuten vor dem Ende folgte die Schrecksekunde um Mesut Özil: Der Mittelfeldspieler konnte nach einem handelsüblichen Zweikampf nicht mehr mit dem rechten Fuß auftreten und musste per Trage vom Feld gebracht werden. Über die Schwere seiner Verletzung ist bislang noch nichts bekannt, es soll sich jedoch um eine Blessur am Knöchel handeln.

Da Jose Mourinho bereits drei Mal gewechselt hatte, setzte der Rekordmeister das Spiel mit zehn gegen neun fort. Angel Di Maria stellte mit seinem Treffer zum 6:2 kurz vor Schluss den Endstand her. Für Real Madrid war es der zwölfte Liga-Sieg aus den letzten 13 Partien.

Celta Vigo - Atletico Madrid 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Diego Costa (47.), 0:2 Juanfran (66.), 1:2 Augusto (84.), 1:3 Falcao (86.)

Durch die Pleite verharren die Galicier weiterhin tief im Abstiegskampf, Atletico steht dagegen als Champions-League-Teilnehmer in der nächsten Saison fest. Dabei hielt Vigo vor allem in der ersten Hälfte bravourös mit: In der 16. Minute testete der agile Michael Krohn-Dehli mit einem Flatterball aus 21 Metern erstmals Thibaut Courtois, der den Ball unorthodox mit einem Arm abwehrte.

In der 30. Minute legte Stürmer Radamel Falcao auf der anderen Seite flach in die Mitte auf Adrian, der aus elf Metern aber den Ball nicht richtig traf und ihn so weit am Tor vorbeischob.

Für Vigo verfehlte Augusto in der 43. Minute das Tor mit einem Flachschuss aus acht Metern wiederum nur knapp.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte Diego Costa für Erleichterung bei den Gästen: Nach einer Koke-Ecke von links verlängerte Miranda per Kopf auf den langen Pfosten, wo Lopez aus drei Metern problemlos einköpfte. Seine Abseitsposition übersah das Schiedsrichterteam um Jose Teixeira Vitienes.

In der 66. Minute erhöhte schließlich Juanfran mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern ins untere linke Eck, der Keeper Javi Varas keine Abwehrchance ließ.

In der Schlussphase brachte jedoch ein Fehler von Courtois die Hausherren zurück in die Partie. Einen Schuss von De Lucas konnte er noch gut zur Seite abwehren, doch den eigentlich harmlosen Nachschuss von Augusto ließ der Belgier unter seinen Körper durchrutschen (84.).

Falcao jedoch mit der Antwort: In der 86. Minute wühlte er sich durch den gegnerischen Strafraum und drosch den Ball dann aus acht Metern hoch ins Tor.

Mit dem Sieg hat Atletico nun 72 Punkte auf dem Konto und kann damit nicht mehr vom dritten Platz verdrängt werden. Celta Vigo bleibt mit 31 Zählern Vorletzter und hat weiterhin zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Die Primera Division im Überblick

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