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Fussball

Stunden von Schuster bei Real scheinen gezählt

SID
Raul ist nicht einer Meinung mit Bernd Schuster, dem jetzt der Rauswurf droht
© Getty

Die Stunden von Bernd Schuster als Trainer von Real Madrid scheinen gezählt zu sein. Nach spanischen Medienberichten wird noch für den 9. Dezember die Entlassung des Coaches beim spanischen Fußballmeister erwartet.

Sportdirektor Pedja Mijatovic habe dem Real-Präsidenten Ramon Calderon die sofortige Entlassung Schusters vorgeschlagen, berichteten die spanischen Rundfunksender übereinstimmend.

Nachfolger solle der Spanier Juande Ramos werden, der kürzlich in England bei Tottenham Hotspurs entlassen worden war. Mit seiner zur Schau gestellten Mutlosigkeit hat Bernd Schuster die spanische Fußballwelt vor ein Rätsel gestellt.

"Bernardo weiß, dass er in dieser Saison mit Real nichts gewinnen kann. Er hat es darauf abgesehen, dass die Madrilenen ihn hinauswerfen", schrieb der Kolumnist Paco Gonzalez vom Sportblatt "As", nachdem der Trainer von Real Madrid öffentlich erklärt hatte, dass der Meister ohne Siegchance ins Schlagerspiel beim FC Barcelona gehe.

Provoziert Schuster seinen Rauswurf?

Joan Maria Battle vom - in Barcelona erscheinenden - Fachblatt "Sport" sieht dies ähnlich: "Schuster schreit förmlich danach, dass Real ihn entlässt. Dies zeigt, wie weit das Chaos bei den Madrilenen gediehen ist."

Das Champions-League-Spiel von Real gegen Zenit St. Petersburg geriet dabei fast zur Nebensache. Neben Spitzenreiter Juventus Turin, der Schlusslicht BATE Borissow erwartet, hat Real die Qualifikation für das Achtelfinale in der Gruppe H bereits unter Dach und Fach gebracht.

Da kann es in Spanien nur noch um die Frage gehen: Wie lange ist Schuster noch Real-Trainer? Ist der Deutsche vielleicht doch einfach nur ein Schlitzohr, das die "Königlichen" mit seinen Worten, man müsse sich gegen Barça darauf beschränken, einen "guten Eindruck" abzugeben, zu einer Trotzreaktion anspornen will?

Kapitän Raul widerspricht seinem Trainer

Der Kapitän des spanischen Fußballmeisters, Raul, widersprach jedenfalls seinem Trainer. "Unsere Mannschaft ist überzeugt, dass wir im Camp-Nou-Stadion gewinnen können", betonte das Idol der Real-Fans nach Presseberichten.

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"Auch der Trainer hat uns in einer internen Besprechung versichert, dass wir jeden Gegner schlagen können." Reals Vereinspräsident Ramon Calderon meinte: "Schusters Worte waren vermutlich nur Taktik."

Ähnlich scheint dies auch Barca-Trainer Josep Guardiola zu sehen. "Glaubst Du, was Schuster gesagt hat?", fragte er einen Reporter, der ihn auf das Thema angesprochen hatte.

Neun Punkte Rückstand auf Barca

"Gut, wenn Du es nicht glaubst, glaube ich es auch nicht." Real Madrid liegt nach seiner 3:4-Niederlage gegen den FC Sevilla in der Primera Division neun Punkte hinter dem Tabellenführer Barca.

In der Champions-League kann für Real zunächst nichts anbrennen. Das gilt auch für Titelverteidiger Manchester United vor der Partie gegen Aalborg BK.

Allerdings geht es im Fernduell mit dem ebenfalls bereits für das Achtelfinale qualifizierten FC Villarreal (bei Celtic Glasgow) noch um den Gruppensieg. Der FC Arsenal und Verfolger FC Porto machen Platz eins in der Gruppe G unter sich aus.

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