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Fussball

Lionel Messis erster Monat bei PSG: Besonderes Einweihungsgeschenk, enger Draht zum Ex-Rivalen und Reizüberflutung

Von Stanislav Schupp / Marc Mechenoua / Ruben Uria
Der erste Monat von Lionel Messi bei PSG ist Geschichte. Sportlich konnte er noch nicht viel zeigen, erlebt hat er dennoch bereits einiges.

Der erste Monat von Lionel Messi bei PSG ist Geschichte. Sportlich konnte er noch nicht viel zeigen, erlebt hat er dennoch bereits einiges.

Es war der Moment, auf den viele wochenlang hingefiebert hatten: Kylian Mbappe, Neymar und Lionel Messi gemeinsam im Angriff von Paris Saint-Germain. Beim Champions-League-Auftakt bei Club Brügge war es schließlich soweit - der nominell wohl stärkste Dreiersturm der Welt stand von Anfang an auf dem Feld.

Für Neuankömmling Messi war es dabei das zweite Spiel im PSG-Dress, das erste für seinen neuen Klub in der Königsklasse und zugleich das Startelf-Debüt. Zuvor standen gerade einmal 24 Minuten gegen Stade Reims Ende August zu Buche. Auf die Anfangseuphorie folgte allerdings ein ernüchterndes 1:1-Unentschieden gegen die Belgier. Messis Arbeitsnachweis: 85 Ballaktionen, ein Torschuss und 23 Ballverluste.

Sportlich konnte sich der 34-Jährige in seinem ersten Monat in Paris noch nicht sonderlich präsentieren. Außerhalb des Platzes geschah bei seiner ersten Eingewöhnung nach 21 Jahren dagegen bereits eine Menge.

Das erste Mal nach 21 Jahren: Willkommen in Paris!

Nach einem Beinahe-Abschied vergangenen Sommer folgte dieses Jahr nach 21 Jahren im Dress des FC Barcelona und einer höchst emotionalen Pressekonferenz zum Abschied am 10. August doch das schier unmögliche: Messi trägt fortan ein anderes Wappen auf der Brust.

Erstmals stand La Pulga also im Mittelpunkt einer Transfersaga, erstmals verspürte er die Euphorie, die durch einen einzigartigen Wechsel ausgelöst wurde und erstmals musste Messi sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden.

Derzeit wohnt der sechsfache Weltfußballer mit seiner Familie im Hotel Royal Monceau, unweit vom Pariser Wahrzeichen Arc de Triomphe, und ist auf der Suche nach einer dauerhaften Unterkunft. Nachdem Familie Messi in Barcelona im Küstenort Castelldefels südlich der Metropole zu Hause war, schauen sie sich nun primär in den wohlhabenden westlichen Pariser Vororten wie Vaucresson, Bougival und Neuilly-sur-Seine um. Dort wohnen auch Messis Vereins- und Nationalmannschaftskollegen Leandro Paredes und Angel Di Maria.

Messis neues Zuhause: Viele bekannte Gesichter und ein besonderes Einweihungsgeschenk

Die beiden Argentinier waren es auch, die Messi dessen Eingewöhnung in und außerhalb der Kabine erleichterten. Paredes überreichte Messi zur Einweihung ein Gemälde des französischen Künstlers Kamal Hill, auf dem die argentinischen Feierlichkeiten nach dem Gewinn der Copa America dargestellt sind.

Die Tatsache, dass mit Cheftrainer Mauricio Pochettino ein Argentinier die Geschicke leitet, PSG insgesamt über eine Vielzahl an spanisch sprechenden Spielern verfügt und Messi neben seinen Landsleuten auch zu Neymar, Rafinha und Marco Verratti privat engen Kontakt pflegt, kommt erleichternd hinzu.

Vom Dauerrivalen zum engen Freund: Die außergewöhnliche Beziehung zwischen Messi und Sergio Ramos

Ein weiterer enger Kontakt Messis bei den Franzosen mutet dagegen äußerst überraschend an, denn der argentinische Nationalspieler pflegt auch ein freundschaftliches Verhältnis zum ebenfalls neu verpflichteten Sergio Ramos.

Der derzeit verletzte 35-Jährige zählte in Diensten von Real Madrid jahrelang zu Messis Erzrivalen, beide lieferten sich in den Clasicos hitzige Auseinandersetzungen. Nun sollen sie gemeinsam eine neue Ära prägen.

Messi und Ramos Arm in Arm, eine Konstellation, die selbst der Spanier nicht für möglich gehalten hätte . "Wer hätte das gedacht? Herzlich Willkommen", kommentierte Ramos via Instagram Messis Ankunft und postete ein Bild, das die Trikots beider Superstars im Schaufenster eines Fanshops zeigt.

Familiäres Umfeld in Frankreich - doch Paris nervt Messi

Ein frenetischer Empfang der Anhänger, zahlreiche bekannte Gesichter und Teamkollegen, die sich um das Wohl sorgen. So weit, so gut. Doch trotz dieser positiven Einflüsse fühlt sich Messi in Paris noch nicht heimisch, er ist sogar genervt von der Stadt.

"Wenn Leo zum Essen kommt, sind immer Motorräder oder Autos in der Nähe. Hier sind die Leute eigentlich sehr respektvoll. Wenn wir rausgehen, lassen sie dich in Ruhe", erklärte Di Maria jüngst bei Ole . Seit Messis Ankunft "können wir aber nirgendwo hingehen."

In Castelldefels führte Messi ein relativ ruhiges Leben, in der französischen Hauptstadt ist er nun mittendrin im Trubel. Dies sei laut Di Maria für seinen Landsmann "überhaupt nicht einfach." Das Finden eines neuen Zuhauses unweit seiner Freunde soll dabei die Lösung des Problems sein. "Er sucht etwas in der Nähe. Leo (Paredes; d. Red.) wohnt 50 Meter von hier, sie können zusammen Mate trinken", sagte Di Maria. Auch die beiden Frauen seien im regen Austausch und "die Kinder gehen auf die Schule meiner Kinder."

Ohnehin will Messi auf dem Platz statt außerhalb des grünen Rasens in Erscheinung treten. In den kommenden Wochen wird er sicherlich häufiger die Möglichkeit dazu erhalten.

Lionel Messi: Seine Statistiken für FC Barcelona in jedem Wettbewerb

WettbewerbSpieleToreVorlagen
LaLiga520474217
Champions League14912042
Copa del Rey805636
Supercopa20146
Klub-WM551
UEFA Super Cup433
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