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Fussball

Hamann sieht Schwächen beim FC Chelsea: "Tuchel hat im Champions-League-Finale von Guardiolas Wahnsinn profitiert"

Von Martin Volkmar
Dietmar Hamann sieht den FC Chelsea unter Trainer Thomas Tuchel trotz der Tabellenführung in der Premier League nicht als ernsthaften Meisterschaftsanwärter.

Dietmar Hamann sieht den FC Chelsea trotz der Tabellenführung in der Premier League nicht als ernsthaften Meisterschaftsanwärter. Auch der Champions-League-Titel sei glücklich zustande gekommen.

"Ich glaube nicht, dass sie auf demselben Niveau wie Liverpool und Manchester City sind. Die Champions League kannst Du gewinnen, wenn du nicht die beste Mannschaft hast. Aber die Meisterschaft nicht. Deshalb wäre Platz drei für Chelsea das höchste der Gefühle", sagte der Ex-Nationalspieler SPOX und Goal.

Der überraschende Triumph in der Königsklasse im vergangenen Mai durch ein 1:0 über das favorisierte Team von ManCity sei ebenfalls glücklich gewesen: "Thomas Tuchel hat im Finale auch von dem Wahnsinn profitiert, den Pep Guardiola veranstaltet hat, ohne defensiven Mittelfeldspieler zu spielen. Aber in der Liga waren sie vergangene Saison 25 Punkte hinter City und haben auch zuletzt von ihnen eine Lehrstunde erteilt bekommen."

Hamann: Nur ein Team auf Augenhöhe mit ManCity

Nur eine ebenfalls von einem deutschen Trainer betreute Mannschaft sieht Hamann mit dem Titelverteidiger auf Augenhöhe: "Man hat beim 2:2 am letzten Spieltag gesehen, dass Liverpool und ManCity die besten Teams in England sind. Von daher würde es mich wundern, wenn nicht eins der beiden Teams Meister wird", erklärte er.

Der langjährige Premier-League-Profi, der sowohl für die Reds als auch die Skyblues spielte, drückt dabei der Elf von Jürgen Klopp die Daumen: "Mein Herz schlägt für Liverpool, denn dort habe ich die längste und erfolgreichste Zeit in England verbracht."

Hamann: Große Sorgen um englische Traditionsvereine

Trotz der hohen Investitionen durch den Einstieg schwerreicher Geldgeber wie zuletzt bei Newcastle United blickt der 48-Jährige laut eigener Aussage mit Sorgen auf den englischen Fußball.

"Jeder redet nur von den großen Klubs. Aber zahlreiche Traditionsvereine sind in den letzten Jahren verschwunden, kicken in der League One oder League Two", sagte Hamann.

"Aktuelles Beispiel ist Derby County, wo Wayne Rooney Trainer ist. Gegen die habe ich noch gespielt, ein toller Verein mit einem tollen Stadion", betonte er. "Jetzt sind sie faktisch tot und der nächste, der ins Gras beißt. Wie lange soll das noch weitergehen? Es ist nicht gesund, was da passiert, da muss sich etwas ändern."

Premier League: Die aktuelle Tabelle

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.FC Chelsea715:31216
2.FC Liverpool717:61115
3.Manchester City714:31114
4.Manchester United714:6814
5.FC Everton713:8514
6.Brighton & Hove Albion78:5314
7.FC Brentford710:6412
8.Tottenham Hotspur76:10-412
9.West Ham United714:10411
10.Aston Villa710:9110
11.FC Arsenal75:10-510
12.Wolverhampton Wanderers75:6-19
13.Leicester City79:12-38
14.Crystal Palace78:11-37
15.FC Watford77:10-37
16.Leeds United77:14-76
17.FC Southampton75:10-54
18.FC Burnley75:11-63
19.Newcastle United78:16-83
20.Norwich City72:16-141
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