Cookie-Einstellungen
Fussball

Tuchel meckert nach Chelsea-Debakel: "Eingerostet" und "schlampig"

SID
Thomas Tuchel hat mit Chelsea die erste Pleite kassiert.

Ausgerechnet gegen einen Abstiegskandidaten hat Thomas Tuchel die erste Niederlage mit dem FC Chelsea kassiert. Für Timo Werner setzte sich bei der peinlichen Pleite die Torflaute fort.

Thomas Tuchel schleppte sich nach seiner peinlichen ersten Pleite für ein verheerendes Urteil vor die TV-Kameras. Seine Mannschaft sei "eingerostet" und "schlampig" aufgetreten, meckerte der Teammanager des FC Chelsea. Alles, was schiefgehen konnte, sei schiefgegangen: "Das war heute eindeutig nicht unser Tag."

Die eindrucksvolle Serie von 14 Partien ohne Niederlage seit dem Amtsantritt von Tuchel endete ausgerechnet durch das 2:5 (1:2) gegen den Abstiegskandidaten West Bromwich Albion.

"Das habe ich nicht kommen sehen. Jeder Schuss von denen war ein Tor", haderte Tuchel, für den es die ersten Gegentore an der Stamford Bridge überhaupt waren. Der ganze Klub sei "sehr enttäuscht, weil wir es hassen zu verlieren".

Tottenham Hotspur verpasste am Sonntag den Sprung an Chelsea vorbei auf den vierten Platz. Trotz eines Doppelschlags von Harry Kane innerhalb von vier Minuten kamen die Spurs nicht über ein 2:2 (2:1) bei Newcastle United hinaus.

Im Training am Sonntag gerieten Nationalspieler Antonio Rüdiger und Torhüter Kepa aneinander. Tuchel schickte seinen Landsmann vorzeitig in die Kabine. Rüdiger habe sich später entschuldigt, berichteten übereinstimmend der Telegraph und das Sportportal The Athletic.

Doch Tuchel, erst kürzlich zum Teammanager des Monats in der Premier League ausgezeichnet, wollte das Debakel schnell abschütteln und den Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse beim FC Porto am Mittwoch (21.00 Uhr LIVE auf DAZN) richten.

"Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen und das Vertrauen in diese Spieler verlieren", sagte der 47-Jährige.

Timo Werners Torflaute setzt sich fort

Dabei dürfte er auch an Timo Werner gedacht haben. Eigentlich, so Tuchels Plan, sollte sich der Nationalspieler nach seinem tragischen Fehlschuss für das DFB-Team gegen Nordmazedonien (1:2) den Frust von der Seele schießen.

Doch nach dem Hohn und Spott der vergangenen Tage setzte sich die Torflaute auch im Blues-Trikot fort, obwohl Tuchel seinen Angreifer zuletzt demonstrativ gestärkt hatte.

Dabei hätte Werner durchaus frisches Selbstvertrauen tanken können. Vor dem Anschlusstreffer durch Mason Mount (71.) zögerte der 25-Jährige allerdings mit dem Ball am Fuß, verpasste den richtigen Moment für den Abschluss und legte schließlich seinem Mitspieler das Tor auf.

Für Werner bleibt es bei nur zwei Treffern für Chelsea in den vergangenen rund fünf Monaten.

Tuchel: Hoffentlich ein Weckruf

Nach der Führung durch den Ex-Dortmunder Christian Pulisic (27.) und der Gelb-Roten Karte gegen Thiago Silva (29.) verlor Tuchels Team in Unterzahl aber vollkommen die Ordnung.

Matheus Pereira (45.+2/45.+4), Callum Robinson (63./90.+1) und Mbaye Diagne (69.) bescherten den Blues erstmals seit 2011 wieder fünf Gegentore im eigenen Stadion. Kai Havertz wurde eingewechselt, Antonio Rüdiger kam nicht zum Einsatz.

Durch den Sieg beim FC Arsenal (3:0) kämpft auch Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool wieder um die Königsklasse. Chelsea ist dagegen vorerst ausgebremst.

"Wenn wir in vier Wochen auf dieses Spiel schauen, nennen wir es hoffentlich einen Weckruf", sagte Tuchel, "denn das würde bedeuten, dass wir wirklich aufgewacht sind und eine neue Serie begonnen haben."

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung