Fussball

FC Liverpool dank Teenie-Mannschaft im FA-Cup-Achtelfinale: Die "Mini Reds" entzücken Klopp

SID
Junge Helden braucht die Anfield Road: Neco Williams und Liam Millar bejubeln den sensationellen Einzug der Liverpooler U20-Mannschaft ins FA-Cup-Achtelfinale.

Auch ohne seinen Teammanager und die Champions-League-Helden hat der FC Liverpool das Achtelfinale im FA Cup erreicht. Jürgen Klopp hat wieder einmal alles richtig gemacht.

Wo Jürgen Klopp während des denkwürdigen Spiels seiner "Mini Reds" am Dienstagabend wirklich war, blieb offen. Vermutlich daheim auf dem Sofa. Jedenfalls nicht an der Anfield Road. Aber so ganz war Kloppo dann doch nicht weg. "Er hat uns in der Halbzeit eine Nachricht geschickt und auch eine direkt danach", berichtete Klopps Stellvertreter Neil Critchley nach dem 1:0 der U23 des FC Liverpool im Wiederholungsspiel des traditionsreichen FA Cups gegen Drittligist Shrewsbury Town.

Und als der Einzug ins Achtelfinale perfekt war, war Klopp auch wieder zu hören. "Ich bin entzückt", tat der frühere Dortmunder Meistertrainer kund. Der Teammanager des souveränen Premier-League-Spitzenreiters hatte mit seinem rigorosen Verzicht mal wieder alles richtig gemacht. Um seiner Star-Truppe angesichts der extremen Belastungen in Meisterschaft und Champions League eine fast zweiwöchige Regenerationsphase zu gewähren, ließ Klopp die "Großen" draußen und die "Kleinen" ran.

FC Liverpool: James Milner unterstützt Mini-Reds beim FA-Cup-Coup

Von seinen Topspielern saß tatsächlich keiner auch zur Absicherung auf der Bank, nur einer saß dahinter - auf der Tribüne. Vize-Kapitän James Milner ließ es sich nicht nehmen, die jungen Talente zu unterstützen. "Er hat auch am Vortag mit ihnen trainiert", sagte Critchley, "und ihnen Ratschläge gegeben."

Doch auch Klopp wäre nicht Klopp, wenn der Motivationskünstler nicht auch das B-Team mit einem Leckerbissen angefixt hätte. "Er hat der Mannschaft gesagt, dass ein oder zwei Spieler zur Belohnung auch in der nächsten Runde beim FC Chelsea auflaufen könnten. Da haben sie dann alles reingehauen", berichtete Critchley.

Es funktionierte: Liverpool B setzte sich dank eines Eigentores der Gäste durch, die Liverpool A im Hinspiel überraschend ein 2:2 abgerungen hatten. Zumindest der Rahmen an der berühmten Anfield Road war ein würdiger. 52.399 Zuschauer füllten das Stadion komplett. Die Roten hatten dafür die Ticketpreise allerdings auch drastisch gesenkt, Kinder zahlten nur ein Pfund (1,20 Euro).

Den Gästen stieß die Aktion unangenehm auf, denn ihr Anteil an den Gesamteinnahmen lag damit deutlich niedriger als erhofft. "Wir bekommen nur einen Bruchteil dessen, was wir normalerweise bekommen hätten", sagte Shrewsbury-Boss Sam Ricketts enttäuscht, "wir hätten das Geld gut in unsere Infrastruktur investieren können." Ricketts räumte aber ein: "Zumindest haben wir mehr als ohne das Rückspiel." Auch deutlich mehr Schlagzeilen - dank Jürgen Klopp.

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