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Fussball

Von Inter "als Mensch enttäuscht"

Von Adrian Franke
Nach einem halben Jahr bricht Shaqiri seine Zelte bei Inter schon wieder ab
© getty

Xherdan Shaqiris Gastspiel bei Inter Mailand hat sich als Missverständnis entpuppt, nach nur einem halben Jahr zieht es den Offensivmann weiter zu Stoke City in die Premier League. Von den Mailänder Verantwortlichen zeigte er sich jetzt enttäuscht - und erklärte, warum er sich gegen die Bundesliga entschieden hat.

Vom Blick gefragt, warum es bei Inter nicht gepasst hat, betonte Shaqiri: "Das ist mir bis heute unklar. Obschon ich mehrfach das Gespräch gesucht habe, habe ich keine Erklärungen gefunden." Auch mit Trainer Roberto Mancini, der ihn eigentlich als Wunschspieler verpflichtet hatte, sei abseits des Platzes nichts passiert: "Wäre etwas vorgefallen, wäre mir klar, weshalb ich kaum Einsatzzeit bekam."

So zog der Offensivmann, der erst im Januar vom FC Bayern zu Inter gewechselt war, nur ein gutes halbes Jahr und 20 Pflichtspiele (fünf Scorer-Punkte) später weiter in Richtung Premier League. "Das ist Fußball, da muss man mit allem rechnen", fügte der 23-Jährige hinzu, stellte aber auch klar: "Als Mensch bin ich enttäuscht."

Entscheidung "war kein Schnellschuss"

Neben Stoke gab es auch aus der Bundesliga Interesse, vor allem Schalke wurde mit Shaqiri in Verbindung gebracht. Doch Stoke habe sich schlicht "am meisten um mich bemüht. Ich sehe hier die größte Möglichkeit, regelmäßig zu spielen. Trainer und die Klubverantwortlichen haben mich überzeugt. Mark Hughes, der Trainer, spielte eine sehr große Rolle. Er will auf mich setzen. Das spürte ich in den Gesprächen der letzten Wochen."

Daher denkt der Schweizer auch nicht daran, dass er mit etwas mehr Geduld womöglich auch zu Schalke oder dem ebenfalls interessierten BVB hätte wechseln können: "Schauen Sie: Ich brauche Matchpraxis. In vier Wochen spielen wir mit der Nati gegen Slowenien und England. Mein Entscheid war kein Schnellschuss. Ich habe mir diesen Schritt genau überlegt."

So ist er jetzt einfach "sehr glücklich, die letzten Wochen waren nicht einfach für mich. Weil ich natürlich nicht darüber glücklich war, nach nur sechs Monaten schon wieder umplanen zu müssen."

Shaqiri im Steckbrief

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