Kommt und holt mich

Von SPOX
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© Getty

München - Jose Mourinho hat sich lange Zeit gelassen. Er hat kein Wort gesagt zum Rauswurf von Englands Nationaltrainer Steve McClaren und dem angeblichen Interesse des englischen Fußballverbandes FA am Nachfolger Mourinho. 

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In der Boulevard-Zeitung "Sun" brach er nun sein Schweigen. Und der portugiesische Star-Trainer scheint nicht abgeneigt, den Posten des Teammanagers der Three Lions zu übernehmen.

"Ich kann nicht sagen, was ich denke, bevor sie nicht erklären, dass sie Interesse an mir haben. Sagen Sie der FA, dass sie kommen und mich holen soll. Wir werden warten und sehen, was passiert. Ich schließe aber nichts aus", zitiert die "Sun" den 44-Jährigen, der am 19. September von Pokalsieger FC Chelsea nach gut dreijähriger Tätigkeit gefeuert worden war.

Fürsprecher Ferguson und Robson

Die englischen Buchmacher hatten unmittelbar nach der Trennung von McClaren Mourinho als Top-Favorit für den Posten des Coaches der Auswahl deklariert. Allerdings ist für Mourinho klar, dass er erste Schritt vom englischen Verband FA ausgehen muss: "Sie müssen mit der FA reden, wenn Sie wissen wollen, ob man daran interessiert ist, mir den Job anzubieten", sagte er weiter.

Unterstützung bekommt Mourinho von seinem ehemaligen Konkurrenten Alex Ferguson. "Jose sollte der nächste Trainer des Nationalteams sein. In diesem Job geht es vor allem darum, die Spieler zu motivieren. Und das kann keiner so gut wie er", sagte der Coach von Manchester United.

Auch der ehemalige Nationaltrainer Englands, Bobby Robson, hält den Potugiesen für den geeigneten Kandidaten: "Ich würde zwar einen englischen Trainer bevorzugen, aber auch Mourinho wäre eine gute Entscheidung. Denn er ist bestens geeignet für den Job."

Die Engländer hatten durch ein 2:3 im Wembley-Stadion gegen Kroatien am letzten EM-Qualifikationsspieltag am Mittwoch vergangener Woche das EM-Ticket leichtfertig verspielt. Mourinho, der 2004 den FC Porto zum Champions-League-Triumph geführt hatte, gewann mit Chelsea zwei Premier-League-Titel, zweimal den Ligacup und einmal den FA-Cup.

Auch Klinsmann im Gespräch

Neben Mourinho wird in den englischen Medien seit Tagen auch über den Namen Jürgen Klinsmann spekuliert. Der einstige Profi von Tottenham Hotspur hatte Deutschland bei der Heim-WM 2006 zum dritten Platz geführt. Außerdem werden der ehemalige Juventus- und Real-Trainer Fabio Capello, Aston Villas Martin O'Neill und Harry Redknapp vom FC Portsmouth gehandelt.

Der Nordire O'Neill ließ allerdings inzwischen verlauten, kein Interesse am Job des englischen Teammanagers zu haben. 

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