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Fussball

"Knie? Hätte Lewy alles gebrochen"

Von Oliver Birkner / Frank Oschwald
Uuuuuuuund drin: Mit Clint Tacconis im Tor wäre Juve jetzt im Viertelfinale und Lewy im Krankenhaus
© getty

Premier League

Von Frank Oschwald

Freibier des Spieltags: Würde es eine internationale Organisation geben, die sich um die Zwei-Klassen-Gesellschaft in den europäischen Topligen kümmert, würden sich sämtliche Mitglieder aktuell vor guter Laune allesamt in die Unterbuchse pieseln. Denn in England regiert der Underdog und weist die Favoriten in die Schranken. Überall hört man nur, wie bizarr diese ganze Geschichte um Leicester eigentlich ist. Wir fassen nach dem Wochenende zusammen: Sie ist sehr bizarr. Erst vor einem Jahr, am 3. April 2015 lag Leicester hoffnungslos am Tabellenende. Exakt sieben Punkte Rückstand hatten die Foxes zum rettenden Ufer. Heute, ein Jahr später, hat das Ranieri-Team eben diese sieben Punkte Vorsprung - allerdings auf den Zweitplatzierten. Oh Leicester, du Mittelfinger in Zeiten der Kommerzialisierung! Warum wir die Foxes eigentlich so geil finden, haben wir hier in zahlreichen Blitzlichter-Ausgaben bereits ausführlich erklärt. Wer an freien Tagen als Team Ausflüge in fremde Städte macht und sich dabei in Superhelden-Kostüme steckt, der soll einfach Meister werden. Punkt

Am Wochenende lieferte Leicester den nächsten Grund, mit Pipi in den Augen auf die Insel zu blicken. Ja ja, okay, die Foxes siegten 1:0 und marschieren vorneweg. Viel entscheidender waren für unsere Jubelarien allerdings die Rahmenbedingungen, die zum Dreier führten. Die fleischgewordene STRG-&-V-Tastenkombination Vichai Srivaddhanaprabha, Leicester-Präsident, ließ die Puppen tanzen. Denn für jeden LCFC-Fan gab es vor dem Spiel einen Donut und ein Bier. Und zwar umsonst. Der Grund? Es war der Geburtstag des Präsis. Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dem ist jetzt eigentlich nicht mehr zu helfen. "Jeder hat seinen eigenen Verein, aber alle - auch wenn es nur ein bisschen ist - freuen sich auch ein wenig mit Leicester City. Unglaublich", sagt selbst Iker Casillas - und dem kann man beim besten Willen nicht widersprechen.

Maniacs des Spieltags: Klar, England ist das Mutterland des ehrlichen Fußballs. Sobald jemand ohne Fremdeinwirkung durch den Strafraum segelt, kann er selbst bei den eigenen Fans einpacken und nach Hause fahren. Die vergangenen zwei Wochenenden lieferten allerdings auch mal wieder einige Hinweise, dass sich teilweise dann auch so richtige Assi-Fouls einschleichen. Gleich drei hervorragende Beispiele haben wir gefunden. Da ist zum einen Norwich-Stürmer Steven Naismith. Dieser hielt es in alter Vinnie-Jones-Manier für dringend nötig, seinem Gegner die Kronjuwelen zu sortieren. Bei einer Ecke fuhr der 29-Jährige blitzschnell die Hand aus und schüttelte mit den Fingerspitzen den Schritt von Newcastle-Verteidiger Daryl Janmaat.

Im Vergleich zur Mutter aller Sackgriffe von Jones allerdings eher ein lässiger Doppellupfer. Janmaat war dennoch sichtlich irritiert. Leeds' Souleymane Doukara ist Nummer zwei in unserer Reihe der Maniacs der Woche. Er qualifizierte sich mit einem erotischen Nippel-Knabberer bei Fernando Amorebieta für diese exquisite Liste. Na gut, der Nippel-Knabberer war dann wohl eher ein Biss. Und Amorebieta hatte sichtbare Schmerzen. Der englische Verband belegte den Mittelstürmer deshalb mit einer 8-Spiele-Sperre. Und zum Abschluss unserer Liste, wie soll es anders sein, landet der Chef-Maniac höchstpersönlich: Joey Barton. Der schien zunächst elegant über den fallenden Gegenspieler Biram Kayal zu springen. Er machte dann allerdings keine Anstalten auszuweichen, als das Knie des Gegners sich auf der bartonschen Landebahn befand. Nach dem Knie-Stampfer rammte er kurz darauf ebenfalls Kayal beim Kopfballduell auch noch den Ellenbogen ins Gesicht. Gelb gab's dafür nicht.

Anything else? Jeder hat ja irgendwie doofe Nachbarn. Das wissen ja die meisten nur zu gut. Adam Johnson hat jetzt allerdings richtig beschissene Nachbarn. Der Ex-Sunderland-Kicker sitzt aktuell wegen Missbrauch einer Minderjährigen hinter Gittern. Und offenbar wurde er in den A-Wing des HMP-Armley-Gefängnisses in Leeds verfrachtet. Das ist grundsätzlich nicht gut. Denn dort sitzen die richtig üblen Assis und "kranken Perverslinge", wie der Mirror es blumig umschreibt. Unter anderem scheinbar eine kranke Gang, die eine 13-Jährige sexuell missbrauchte.

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