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Fussball

So prickelnd wie eine Banane

Von SPOX
Adriano Galliani freut sich schon auf das internationale Geschäft
© getty

David Moyes sitzt das sprichwörtliche Aus im Rücken, Jose Mourinho hat schon wieder alle gegen sich. Marko Livaja macht sich beim italienischen Volk ähnlich beliebt, wie Riccardo Meggiorini sich bei Stefano Mauri. Der AC Milan hat richtig Lust auf die Europa League, während in Barcelona der Heilige wiederaufersteht.

Premier League

Von Raphael Honigstein

Spieler des Spieltags Seit Ostermontag gibt es keinen Zweifel mehr: Luis Suarez ist Liverpools Messiah. Wer anders als der Heiland persönlich hätte es geschafft, während des 3:2-Auswärtssieg der Reds in Norwich so eine wundersame Wiederauferstehung zu feiern? Aber das war natürlich nur eine amüsante Randgeschichte.

Liverpools knapper Sieg - die mittlerweile traditionelle Mischung aus rasantem Konterspiel und wahnwitzigen Abwehrfehlern - gegen die "Kanarienvögel" lässt das Unmögliche möglich erscheinen. Noch drei Siege in den letzten drei Spielen, und die erste Meisterschaft wäre unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz perfekt.

Trainer des Spieltags "Wir haben das Spiel gut kontrolliert, nur der letzte Ball und der Abschluss fehlten", sagte David Moyes nach dem 0:2 beim FC Everton. Die meisten Leute hatten das anders gesehen. Man Uniteds Vorstellung im Goodison Park war eine einzige Zumutung. "Es war die halbherzigste und desinteressierteste Leistung seit 30 Jahren", schrieb der "Daily Telegraph".

Und für Everton, Moyes' Ex-Verein war es das erste Double - Siege in beiden Ligaspielen - seit 1970. Der Schotte muss bald wieder um seinen Job fürchten, wenn sich die Mannschaft in den nächsten Partien auch derart gehen lässt. Am Sonntag schwang hinter ihm im Publikum schon Gevatter Tod die Sense.

Der Mann in Schwarz wurde kurzerhand später aus dem Stadion eskortiert - eine Wettfirma hatte den Stunt inszeniert - doch so leicht wird Moyes dem vorzeitigen Aus auf der United-Bank nicht von der Schippe springen.

Verschwörung des Spieltags "Mourinho würde auch in einer Schüssel Cornflakes eine Verschwörung vermuten", schrieb die "Times" am Montag. Der Chelsea-Trainer hatte im Anschluss an das 1:2 gegen Sunderland - seine erste Heimniederlage in der Premier League im 78. Ligaspiel - Schiedsrichter Mike Dean sarkastisch zu einer "fantastischen Leistung" gratuliert und auch Schiedsrichter Obmann Mike Riley Einfluss auf das Titelrennen unterstellt.

Dean hatte nach Cezar Azpilicuetas Grätsche gegen Jozy Altidore acht Minuten vor Schluss auf Strafstoß für die Gäste entschieden. Fabio Borini, der von Liverpool ausgeliehene Italiener, verwandelte den Elfer. Mourinhos Assistenztrainer Rui Faria war so außer sich, dass er von drei Chelsea-Mitarbeitern und Mourinho daran gehindert werden musste, auf den Referee loszugehen; er bekam Rot und wird lange gesperrt werden. Aber Schuld an dem herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen sind, wie immer, dunkle Mächte, die Chelsea und Mou den Erfolg nicht gönnen.

Zum Glück gibt es auf der Fußballinsel aber auch schönere Geschichten. Die West Cornwall Pasty Company, eine Kette von Fleischpastete-Läden, ging Anfang des Monats in Konkurs. Danny Mills, der frühere englische Nationalspieler, kaufte die Firma zusammen mit einem Konsortium von Investoren und rettete so 250 Arbeitsplätze.

"Es ist eine fantastische Marke mit einem tollen Produkt", sagte Mills der "BBC". Fehlt eigentlich nur noch, "Guten Appetit" zu wünschen. In England gibt es zu diesem Ausspruch jedoch kein Äquivalent. Warum? Die Blitzlichter vermuten, dass dies mit der Beliebtheit von Fleischpasteten im Zusammenhang stehen könnte.

Seite 1: Moyes und der Reaper

Seite 2: "Alle nur Stücke Scheiße"

Seite 3: Die Auferstehung des heiligen Leo

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