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Fussball

Eintracht Frankfurt - Fenerbahce 1:1: Last-Minute-Drama! Trapp hält Elfer - Tor-Debütant Lammers kontert Özil

SID
Verursacher des Elfmeter und dann Retter: Kevin Trapp hielt Eintracht Frankfurt gegen Fenerbahce einen Punkt zum Europa-League-Auftakt fest.

Eintracht Frankfurt hat bei der Rückkehr auf die europäische Fußballbühne ein Drama mit Happy End erlebt. Beim Europa-League-Auftakt gegen Fenerbahce war die SGE am Ende über das 1:1 (1:1) besonders aufgrund dramatischer Ereignisse kurz vor Schluss glücklich.

Ausgerechnet Mesut Özil (11.), der vor etwa dreieinhalb Jahren geräuschvoll aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war, erzielte bei seiner Rückkehr nach Deutschland die zwischenzeitliche Führung und zeigte eine gute Leistung. Der Eintracht gelang trotz Überlegenheit nicht mehr als der Ausgleich durch das erste Tor von Neuzugang Sam Lammers (41.).

In der Nachspielzeit hielt Kevin Trapp einen Foulelfmeter von Dimitris Pelkas (90.+1), zwar fand der Nachschuss den Weg ins Netz, der Treffer wurde jedoch vom VAR zurückgenommen, weil Mergim Berisha zu früh in den Strafraum gestartet war. In Gruppe D mit Royal Antwerpen und Olympiakos Piräus muss sich die SGE steigern.

"Wir waren nah dran, einen Dreier zu holen. Es war geil, mal wieder in Europa zu spielen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt", sagte Verteidiger Erik Durm. Der späte Elfmeter passe "ein bisschen ins Bild", sagte Durm und lobte Schlussmann Trapp: "Es hat mich für die Mannschaft und ihn persönlich gefreut, dass er den rausgefischt hat. Das war sehr wichtig für uns."

Vor dem Anpfiff hatten die Frankfurter Fans lautstark die Rückkehr in den Wettbewerb gefeiert, in dem die Eintracht in der Saison 2018/19 noch furios ins Halbfinale gestürmt war. Trainer Oliver Glasner verfolgte das Spektakel in einer Loge im Stadion, da er eine Sperre aus seiner Zeit als Coach des VfL Wolfsburg absitzen musste.

Von dort aus sah der Österreicher, der von seinem Co-Trainer Michael Angerschmid vertreten wurde, keinen guten Beginn seiner Elf. Fenerbahce startete vor 25.000 Zuschauern deutlich zielstrebiger und belohnte sich früh: Özil traf aus spitzem Winkel, die verdiente Führung wurde aber erst nach Videobeweis gegeben.

Eintracht-Comeback nach Schock - Drama kurz vor Schluss

Die Eintracht musste sich nach dem Schock erst einmal sammeln. Gegen die geordneten Gäste, bei denen der frühere Münchener Luiz Gustavo startete und der Ex-Schalker Max Meyer zunächst auf der Bank saß, fiel der Frankfurter Offensive wenig ein. Erst nach einer Doppelchance für Djibril Sow (23.) entwickelte sich ein offenes, temporeiches Spiel.

Die Eintracht steigerte sich vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick bis zur Pause, übernahm etwas mehr Kontrolle und erarbeitete sich gegen weiter gefährliche Gäste den Ausgleich. Lammers erzielte nach starker Vorarbeit von Filip Kostic aus kurzer Distanz sein erstes Tor für die SGE.

Ausgeglichen blieb es auch nach dem Seitenwechsel. Über Kostic und Daichi Kamada kam die Eintracht öfter als die Türken zu gefährlichen Abschlüssen. Die vermeintliche Führung durch Lammers (60.) zählte aber aufgrund einer Abseitsposition nicht.

In der Schlussphase erhöhte die Eintracht das Tempo, zeigte sich klar spielbestimmend, verpasste durch Kostic aber den zweiten Treffer (75.). Dabei profitierten die Gastgeber auch zunehmend von den schwindenden Kräften bei Fenerbahce. Dann aber foulte Trapp Dimitris Pelkas im Strafraum, hielt dann jedoch den Elfmeter. Der deutsche U21-Europameister Mergim Berisha traf im Nachschuss, war aber zu früh in den Strafraum gelaufen.

Eintracht Frankfurt - Fenerbahce: Die Aufstellungen

  • Eintracht Frankfurt: Trapp - da Costa, Hinteregger, Ndicka, Durm - Sow, Jakic - Kamada, Kostic - Borre (72. Hauge), Lammers
  • Fenerbahce: Bayindir - Aziz, Kim, Szalai - Yandas (77. Meyer), Luiz Gustavo - Osayi-Samuel, Kadioglu (77. Gümüskaya) - Rossi, Valencia (76. Berisha), Özil (76. Pelkas)
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