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Fussball

Dynamo Dresden vs. 1. FC Kaiserslautern - Krawalle bei Relegations-Rückspiel: Polizei leitet Ermittlungen ein

SID
Die Anhänger von Dynamo Dresden ließen ihrem Frust nach dem 0:2 gegen den FCK freien Lauf.

Beim brisanten Relegations-Rückspiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Kaiserslautern (0:2) ist es im und außerhalb des Rudolf-Harbig-Stadions zu den befürchteten Ausschreitungen gekommen. Eine Gruppe von etwa 30 Dynamo-Fans versuchte nach dem Abpfiff, sich widerrechtlich Zugang zum Stadiongebäude zu verschaffen und verletzte dabei zwei Ordner. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruch ermittelt.

Nach Steinwürfen auf einen der Shuttlebusse bei der Abreise wurden zudem Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Zudem besteht der Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung, weil in der ersten Halbzeit eine Rakete aus dem Gästeblock auf die Südtribüne geflogen war. Verletzt wurde dabei aber niemand.

Wie Bild berichtet, hielt die Polizei aus Angst vor Übergriffen die Dresdner Mannschaft davon ab, nach dem Spiel noch vor den Fan-Block zu treten. Zudem sollen rund 30 Vermummte den VIP-Eingang des Stadions gestürmt haben. Einige drangen sogar bis in den Kabinentrakt und schließlich in den Mannschaftsbus vor.

Während des Spiels hatten beide Fanlager immer wieder Pyrotechnik gezündet. Nach dem zweiten Tor für Aufsteiger Lautern in der Nachspielzeit hatte Schiedsrichter Daniel Siebert die Partie für einige Minuten unterbrochen, weil die Heimfans mehrere Leuchtraketen auf den Rasen geworfen hatten.

"Bei allem Verständnis für diesen Frust, den alle Beteiligten im Verein teilen und genauso fühlen, ist das Verhalten einiger Dynamo-Fans gegen Ende des Spiels und im Besonderen danach völlig inakzeptabel", sagte Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Mittwoch: "Mit dem gewaltsamen Eindringen in den Kabinentrakt, bei dem zwei Ordner verletzt wurden, und der Bedrohung von Spielern, Betreuern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde eine klare Grenze überschritten."

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