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Fussball

KFC Uerdingen in der Kritik - Kevin Großkreutz gewinnt Gerichtsprozess

Von SPOX
Großkreutz siegte vor Gericht gegen seinen Ex-Klub Uerdingen.

Kevin Großkreutz hat vor Gericht einen Sieg gegen seinen Ex-Klub KFC Uerdingen errungen. Wie die Bild berichtet, erstritt der Ex-Dortmunder 442.500 Euro gegen den Drittligisten.

Diese Summe müsse dem 32-Jährigen, der von 2018 bis Oktober 2020 für Uerdingen auflief, bis zum Jahresende überwiesen werden. Der KFC hatte dem Weltmeister von 2014 den bis 2021 laufenden Vetrag fristlos gekündigt.

Begründet wurde dieser Schritt mit einem mangelhaften Fitnesszustand, bereits seit dem Frühjahr sei Großkreutz kein Gehalt mehr gezahlt worden. Aufgrund dieses Vorgehens zog der Spieler vor das Krefelder Amtsgericht - mit Erfolg, da die Begründung für eine fristlose Kündigung keinesfalls ausreiche.

Der KFC müsse nun für die Monate April bis Juli reduzierte Gehälter in Höhe von 37.500 Euro sowie die normalen von August und September in Höhe von 51.000 Euro sofort nachzahlen. Hinzu komme zum 31. Dezember eine einmalige Abfindung über 229.500 Euro. "Ich bin froh und glücklich, dass jetzt endlich alles geregelt und geklärt ist", erklärte Großkreutz der Bild.

Bei Uerdingen kam es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Ungereimtheiten zwischen Klub und Spielern. Ebenfalls prangerte Selim Gündüz die Zustände bei seinem ehemaligen Klub an. Der 26-jährige Offensivallrounder spielte ein Jahr beim Drittligisten, ehe er im Sommer zum Ligarivalen Hallescher FC wechselte.

KFC Uerdingen: Ex-Spieler Gündüz äußert scharfe Kritik

"Ich habe nirgendwo zuvor so eine fehlende Menschlichkeit erlebt wie beim KFC Uerdingen. Ich bin mir sicher, dass es das kein zweites Mal in Fußball-Deutschland gibt", sagte Gündüz bei Reviersport. "Da wird mit den Spielern umgegangen wie mit einem Stück Scheiße. Das muss ich so drastisch formulieren."

Auch Gündüz verklagte Uerdingen. "Ich habe vor dem Arbeitsgericht Krefeld gewonnen. Die Zahlung sollte erfolgen und ist nicht erfolgt. Es kann gut sein, dass die Konten des KFC bald gepfändet werden", sagte er. "Ich würde niemandem raten, zum KFC Uerdingen zu wechseln - für kein Geld der Welt. Am Ende muss man um dieses Geld sowieso sehr oft kämpfen."

Am Dienstag war Gündüz mit Halle in Uerdingen zu Gast und gewann mit 1:0. "Die Spieler des KFC tun mir einfach leid. Ich habe jetzt auch nach unserem Spiel am Dienstag mit einigen Jungs gesprochen und die haben mir erzählt, dass sie zum Teil schon zwei Monate auf ihre Gehälter warten. Da frage ich mich, wie man einen Verein führen kann, wenn man seit Jahren nicht fähig ist, pünktlich und regelmäßig seinen Zahlungen nachzukommen?"

Uerdingen wird seit 2016 vom russischen Geldgeber Michail Ponomarew subventioniert. Aktuell belegt die Mannschaft in der 3. Liga Platz elf.

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