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Fussball

SC Freiburg - RB Leipzig, Stimmen zum DFB-Pokalfinale: "Man darf den alten Trainer nicht schlecht machen"

Von SPOX
SC Freiburg, RB Leipzig, DFB-Pokal

Nach der Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig im Elfmeterschießen hat Trainer Christian Streich vom SC Freiburg "Angst" bei seinen Spielern ausgemacht. Sein Gegenüber von RB Leipzig Domenico Tedesco erinnerte an seinen Vorgänger Jesse Marsch. Die Stimmen zum Spiel.

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Die Mannschaft hat eine wahnsinnig tolle Saison und heute eine super erste Halbzeit gespielt. Als wir 1:0 gefühlt haben und die Rote Karte kam, gab es Spieler, die ein bisschen Angst hatten, einen Fehler zu machen. Da haben wir ein paar zu viele lange Bälle gespielt, anstatt es besser auszuspielen. Das ist aber total menschlich."

... über die Saison: "Wir spielen nächstes Jahr Europapokal und Bundesliga. Wir haben gegen Leipzig drei Mal nicht verloren. Gegen so eine Mannschaft mit so vielen Möglichkeiten ist das okay."

... über die zahlreichen Fans in Berlin: "Die Fans sind dankbar. Die ganze Karawane ist nach Berlin gezogen. Das ist auch richtig so. Die Mannschaft hat Unglaubliches geleistet. Es ist ein Geben und Nehmen. Wir gewinnen zusammen, verlieren zusammen."

Leipzig-Coach Tedesco: "Es war eine Wahnsinnsleistung"

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Da braucht man ein paar Tage, um es verarbeiten. Wir sind sehr, sehr glücklich. Es war eine Wahnsinnsleistung. Es ist eine Sache, nach der Roten Karte, das System umzustellen. Eine andere Sache ist die Umsetzung. Wir haben alles wegverteidigt, mehr Räume gefunden als bei Elf gegen Elf. Die Einwechselspieler waren sofort parat, das war unser großer Trumpf in dieser Saison."

... über Jesse Marsch: "Die Mannschaft war total intakt. Jesse hatte seinen Anteil, er hat die beiden Pokalrunden hier gespielt. Wir mussten nur an paar Stellschrauben drehen, wie immer, wenn ein neuer Trainer kommt. Man darf den alten Trainer nicht schlecht machen."

Nico Schlotterbeck (SC Freiburg, vom DFB zum Spieler des Spiels gewählt): "Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir verloren haben. Ich habe meine Seele rausgespielt, alles gegeben. Deshalb tut es mir umso mehr weh, dass wir ein Gegentor kassieren, das wir nicht kassieren dürfen. Da bringt auch die Trophäe nichts."

... über Unglücksrabe Christian Günter: "Ich habe im Elfmeterschießen keine Verantwortung übernommen, hatte nicht die Eier."

... über die Entlassung von BVB-Trainer Marco Rose: "Ich habe mich damit nicht so viel beschäftigt, es kam aber auch für mich überraschend, aber damit muss man leben. Ich hatte mit ihm gute Gespräche, aber sie werden eine gute Lösung finden. Mich hat die Vision Dortmund überzeugt."

RB-Boss: "Nicht zufrieden mit der Schiedsrichter-Leistung"

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer, RB Leipzig): "Es ist Wahnsinn! Wir haben 60 Minuten mit zehn Mann gespielt. Es war eine miserable erste Halbzeit. Wir hatten Angst und kamen nicht die Zweikämpfe. Wir mussten in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht zeigen. Dann kam die Rote Karte, die absolut berechtigt war. Dass es am Ende noch geklappt hat, ist unfassbar. Es ist der erste Titel unserer Vereinsgeschichte. Natürlich dreht sich die Welt schnell und morgen heißt es schon: 'Nach vorne schauen!' Aber wir werden innehalten und es sacken lassen. Man muss sehen, was wir in 13 Jahren erreicht haben, seit sechs Jahren in der Bundesliga. Ich werde mir Zeit nehmen, um diesen Erfolg zu genießen. Wir waren nicht zufrieden mit der Schiedsrichter-Leistung, das haben wir ihm auch gesagt. Wir werden es an diesem historischen Abend aber richtig krachen lassen!"

Emil Forsberg (RB Leipzig): "Ich habe keine Worte. So zu gewinnen, ist Wahnsinn. Ein Mann weniger, so lange in Unterzahl. Das beweist Leidenschaft, Mentalität und, dass wir eine Mannschaft sind. Es hat sieben Jahre gedauert, ich bin sehr glücklich. Domenico hatte sechs, sieben Co-Trainer an der Seite. Wir haben versucht, die Jungs zu pushen. Das hat geholfen. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Den ersten Titel müssen wir groß feiern. Ich weiß nicht wie, aber es wird groß."

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