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Fussball

Arjen Robben giftet gegen Roman Weidenfeller

Von Marco Nehmer
Arjen Robben und Roman Weidenfeller werden wohl keine Freunde mehr
© getty

Arjen Robben sieht Bayern München beim Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund am 25. Mai nicht in Zugzwang. Er sieht den Bundesliga-Zweiten unter Druck. Hummels und Subotic liefern kurz darauf die Retourkutsche.

Robben kann nicht nachvollziehen, warum Bayern im Endspiel mehr unter Druck stehen sollte als die Dortmunder. "Wir haben ihnen die Meisterschaft wieder entrissen. Dortmund hat nichts mehr, wenn es die Champions League nicht gewinnt", sagte der Niederländer der "Bild".

Zudem relativierte der Niederländer die Leistung von Weidenfeller beim Halbfinal-Rückspiel in Madrid. Zwar müsse man dem 32-Jährigen ein Kompliment machen.

"Trotzdem darf man nicht vergessen, wie oft er auch einfach nur angeschossen wurde", so der Torschütze zur 1:0-Führung im Halbfinal-Rückspiel der Münchener in Barcelona.

Robben: Weidenfeller überwindbar

"Die Stürmer haben es mehrfach nicht gut gegen ihn gemacht", erklärte Robben und sagte: "Wenn man dreimal im eins gegen eins auf ihn zu rennt, muss eigentlich ein Tor fallen."

Mit der Herabstufung von Weidenfellers Leistung steht der Niederländer bisher ziemlich allein da.

Der Dortmunder Schlussmann hatte mit diversen Glanzparaden am Mittwoch dafür gesorgt, dass der BVB gegen Real nicht schon früh auf die Verliererstraße geriet.

Am Ende reichte ein 0:2 im Rückspiel durch den 4:1-Heimsieg eine Woche zuvor für den Einzug ins Finale.

Vier Tore gegen Dortmund

Weidenfellers Topform beunruhigt Robben nicht. "Wir wissen, wie man gegen ihn trifft", stellte er klar.

In dieser Spielzeit erzielten die Bayern vier Tore gegen die Borussia - im Supercup, in der Bundesliga-Hinrunde und im DFB-Pokal-Viertelfinale. Zwei der drei Duelle gewannen die Münchener, beim dritten Mal trennten sich die Teams unentschieden.

Konter aus Dortmund: "Bayern hat mehr Druck"

"Mich wundert es, warum wir Druck haben sollten", sagte Hummels. Teamkollege Subotic betonte: "Die Bayern haben ganz realistisch betrachtet schon deutlich mehr Druck. Sie haben letztes Jahr ihr Heim-Finale verloren. Wir sind mit diesem Team zum ersten Mal im Finale und haben schon alle Erwartungen meilenweit übertroffen", so Subotic.

Der 24-jährige Serbe bezeichnete den möglichen Titelgewinn als "i-Tüpfelchen". Hummels pflichtete bei: "Ich weiß nicht, welcher BVB-Fan enttäuscht sein sollte, wenn wir Zweiter in der Champions League werden würden."

Obwohl sich die BVB-Innenverteidigung keinen Druck aufbürden wollte, betonte Hummels die eigenen Stärken. Dortmund könne jeden Gegner schlagen. "Dass die Bayern unfassbar stark sind und Barca mit 7:0 nach Hause geschickt haben, kann man natürlich nicht kleinreden", so der deutsche Nationalspieler: "Aber das heißt ja nicht, dass sie nicht auch mal ein Spiel verlieren."

Hummels: "Spielen kein Amok-Pressing mehr"

Den internationalen Misserfolg des letzten Jahres haben die Borussen unterdessen engültig verarbeitet. "Wir haben aus dem Gruppen-Aus in der vergangenen Saison gelernt", so Hummels: "Das Problem waren nur die leichten Fehler und die mangelnde Chancen-Verwertung. Jetzt stehen wir etwas tiefer und spielen kein Amok-Pressing mehr. Das war der Schlüssel."

Durch den Halbfinal-Erfolg gegen Real Madrid steht der BVB am 25. Mai in London zum ersten Mal seit 1997 im Champions-League-Finale. Damals schossen Karl-Heinz Riedle und Lars Ricken die Borussen zum Titelgewinn. Vier Jahre später sorgten die Münchner im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia für den bisher letzten deutschen Titel in der Königsklasse.

Arjen Robben im Steckbrief

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