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Fussball

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 3:1: VfB glückt Befreiungsschlag im Derby

Von SID
Konstantinos Mavropanos feiert seinen Treffer für den VfB Stuttgart.

Der VfB Stuttgart hat nach fünf Spielen wieder gewonnen. Das 3:1 im Derby gegen die TSG Hoffenheim war ein Befreiungsschlag.

Pellegrino Matarazzo zeigte kurz die linke Faust, dann klatschte er mit seinen Assistenten ab. Anschließend umarmte der Trainer des VfB Stuttgart seine Spieler und genoss das lange ersehnte Erfolgserlebnis. Auch Sportdirektor Sven Mislintat atmete kräftig durch.

"Wenn du nur fünf Punkte hattest und dann gegen einen Gegner, der ein paar Jahre Vorsprung hat, gewinnst, ist das richtig was wert", sagte Mislintat nach dem erlösenden 3:1 (1:0)-Sieg im Baden-Württemberg-Derby gegen die TSG Hoffenheim bei Sky: "Da können wir viel Selbstbewusstsein rausziehen."

Matarazzo ließ sich indes mit seiner Mannschaft vor der Cannstatter Kurve feiern. Die Erleichterung nach schweren Wochen war deutlich zu spüren, der erste Dreier nach fünf Spielen ein Befreiungsschlag. "Wenn wir die gesamten 90 Minuten anschauen, ist es ein verdienter Sieg, wir haben sehr gut gespielt", resümierte Mislintat zufrieden.

Die Verteidiger Marc Oliver Kempf (18.), dem bereits sein drittes Saisontor gelang, und Konstantinos Mavropanos (60.) mit einem starken Solo brachten den VfB auf die Siegerstraße. Roberto Massimo (81.) erhöhte auf 3:0, ehe Jacob Bruun Larsen (84.) noch eine Ergebniskorrektur gelang.

Hoffenheim hatte in der ersten Halbzeit durchaus gute Gelegenheiten und verzeichnete einen Lattentreffer von Ihlas Bebou (17.). Dem leidenschaftlichen Auftritt der Gastgeber hatte die TSG aber zu wenig Willenskraft entgegenzusetzen.

Hoffenheim musste auf Baumgartner verzichten

Hoffenheim, das kurzfristig Christoph Baumgartner (muskuläre Probleme) ersetzen musste, war zunächst die deutlich gefährlichere zweier fahriger Mannschaften. Andrej Kramaric (2. und 16.) kam zweimal zum Abschluss, Bebous Schuss an die Unterkante der Latte sprang zurück ins Feld.

Ein Gästetreffer lag in der Luft, als plötzlich der VfB wie aus dem Nichts zuschlug. Neuzugang Chris Führich, der erstmals in der Startelf stand, erzwang eine Ecke, die Omar Marmoush punktgenau auf Kempfs Kopf servierte. Florian Grillitsch und Sargis Adamyan störten den Torschützen nicht ausreichend.

Die Führung gab den Stuttgartern Auftrieb, über bissige Zweikampfführung gestalteten sie die Begegnung jetzt ausgeglichen. Marmoush (39.) hätte aus stark abseitsverdächtiger Position erhöhen können. Hoffenheim gelang es nie, sein sonst so starkes Flankenspiel aufzuziehen. Und auch das Pressing der Gäste funktionierte nicht gut genug, aussichtsreiche Umschaltmomente gab es somit viel zu selten.

Symptomatisch für die bisweilen unglücklichen TSG-Aktionen war ein Klärungsversuch von Chris Richards, der seinem Mitspieler Diadie Samassekou versehentlich den Ball ins Gesicht drosch (55.). Samassekou wurde kurz darauf ausgewechselt, ehe Mavropanos seinen großen Auftritt hatte. Er jagte Adamyan den Ball ab - und war nicht mehr zu halten. Nach einem Lauf über rund 30 Meter traf er ins linke untere Eck - sein zweites Saisontor.

Wenn Hoffenheim doch mal gefährlich wurde, war fast immer Kramaric beteiligt. Doch dem Kroaten fehlten Timing und Fortune, wie bei einem weiteren Kopfball (68.).

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim: Die Stimmen

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Es war eine andere Zielstrebigkeit da, anderer Tiefgang, anderer Mut, der uns gut getan hat. Wir nehmen viel Positives mit. Mit jedem Sieg wächst man, das ist auch eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere Intensität hat gepasst, wir waren leidenschaftlich und zielstrebig von der ersten bis zur letzten Minute."

Sebastian Hoeneß (TSG Hoffenheim): "Ich bin nicht zufrieden mit der Punkteausbeute, wir haben eine Riesenchance verpasst. Wir müssen unsere Leistungen stabilisieren. Ich bin trotzdem fest von der Mannschaft überzeugt und davon, dass wir das machen werden. Ich habe keine Sorge, aber wir werden daran arbeiten müssen, stabiler zu werden. Das werden wir - und dann in die Regionen kommen, die wir uns vorstellen."

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim: Die Aufstellungen

Stuttgart: Florian Müller - Mavropanos, Anton, Kempf - Karazor - Coulibaly (89. Didavi), Mangala (76. Nartey), Endo, Sosa (90. Mola) - Führich (65. Massimo), Marmoush (75. Klimowicz). - Trainer: Matarazzo

Hoffenheim: Baumann - Kaderabek (57. Akpoguma), Richards, Vogt, Raum - Samassekou (57. Rutter), Grillitsch - Geiger (69. Bruun Larsen) - Bebou (69. Dabbur), Kramaric, Adamjan (83. Rudy). - Trainer: Hoeneß

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