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Fussball

VfL Wolfsburg - Greuther Fürth 4:1: Doppelpack im "Endspiel": Teenager Vranckx rettet Wölfe-Trainer Kohfeldt

SID
VfL Wolfsburg, Greuther Fürth

Teenager Aster Vranckx hat Trainer Florian Kohfeldt mit einem Doppelpack den Job gerettet. Nach dem Sieg im "Endspiel" gegen Fürth herrschte gelöste Stimmung beim VfL Wolfsburg.
 

Florian Kohfeldt drückte nach dem Befreiungsschlag im "Endspiel" seinen Matchwinner Aster Vranckx fest an die Brust, Rückkehrer Max Kruse holte sich in dicker Winterjacke seinen verdienten Applaus ab: Nach langen 92 Tagen hat der VfL Wolfsburg seine Sieglosserie durchbrochen und zum Abschluss des 21. Spieltags wieder einen Dreier in der Bundesliga gelandet. Trainer Kohfeldt darf nach dem 4:1 (1:1) seiner neuformierten Wölfe gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth durchatmen und weitermachen.

"Das fühlt sich sehr gut an. Wir haben es verdient. Schon in den vergangenen Spielen waren wir nah dran, haben uns aber nicht belohnt", sagte Vranckx bei DAZN: "Wir wussten, dass wir in diesem Spiel alles geben mussten. Darauf müssen wir aufbauen - und ich hoffe, dass ich noch mehr Tore besteuern kann."

Der hochtalentierte Vranckx ebnete mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren (7., 49.) den Weg für den siebten Saisonsieg und den ersten seit Anfang November. Maximilian Arnold mit einem abgefälschten Freistoß (70.) und Maximilian Philipp (75.) erhöhten vor 500 Zuschauern für den VfL, der auf Platz zwölf kletterte. "Es ist sehr wichtig, dass wir in der Tabelle weiter nach oben kommen. Wir werden die nächsten Spiele mit noch mehr Selbstvertrauen angehen", sagte Vranckx.

Für die Mittelfranken um Coach Stefan Leitl, die zwischenzeitlich per Foulelfmeter von Branimir Hrgota zum Ausgleich kamen (44.), wird der Klassenerhalt dagegen angesichts von nun zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz zum immer unrealistischeren Unterfangen.

Kruse verpasst Führungstreffer

Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke hatte die Partie im Vorfeld unmissverständlich zu einem "Spiel mit Endspiel-Charakter" erklärt - nicht nur für Kohfeldt, "sondern für alle Beteiligten". Auch Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer hatten zuletzt immer mehr Gegenwind zu spüren bekommen, mit einer Transferoffensive versuchten sie das Ruder herumzureißen.

Kohfeldt brachte neben dem von Union Berlin abgeworbenen Kruse, der bereits 2015/2016 in Wolfsburg gespielt hatte, direkt auch den agilen dänischen Angreifer Jonas Wind von Beginn an. Der 22-Jährige nahm die Position in der Spitze vom nach England abwanderten Wout Weghorst ein. "Ich erwarte, dass wir mit viel Überzeugung, mit viel Power spielen", sagte Kohfeldt vor dem Spielbeginn bei DAZN und jubelte dann über den perfekten Start.

Die Gäste hatten sich zuletzt stabilisiert und zeigten auch in Wolfsburg, dass sie weiter an ihre Chancen in der Liga glauben. Jamie Leweling prüfte mit einem strammen Schuss in der 31. Spielminute Torhüter Koen Casteels, der für seine nicht immer sattelfeste Defensive rettete. Zuvor hatte Kruse den erneut durchgestarteten Vranckx mit einem perfekten Chipball bedient, den dieser jedoch nicht verwerten konnte (28.).

Anfang des zweiten Durchgangs hatte erst Kruse die Chance zur erneuten Führung, dann traf Vranckx gekonnt ins verwaiste Tor, das Fürths Keeper Sascha Burchert für eine Faustabwehr verlassen hatte. Die Gäste hätten erneut zurückkommen können, doch Sebastian Griesbeck ließ per Kopf eine große Chance liegen. Arnold und Philipp sorgten dann bei Kohfeldt für

VfL Wolfsburg - Greuther Fürth: Die Aufstellungen

  • Wolfsburg: Casteels - Lacroix, Bornauw, Brooks (85. van de Ven) - Baku, Arnold, Gerhardt (65. Philipp), Steffen (65. Roussillon) - Kruse (83. Waldschmidt), Vranckx - Wind (65. Bialek)
  • Fürth: Sascha Burchert - Asta, Griesbeck, Viergever, Willems (79. Itter) - Christiansen (71. Raschl) - Seguin, Tillman (85. Green) - Hrgota (79. Abiama), Leweling, Dudziak (71. Nielsen)
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