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Fussball

TSG Hoffenheim - Hertha BSC 2:0: Pleite und Rote Karte - Berliner Hoch schon wieder vorbei

Von SID
Der Herthaner Boyata sah nach einem üblen Foul die Rote Karte.

Das Hauptstadt-Hoch ist schon wieder vorbei: Die TSG Hoffenheim hat den jüngsten Aufwärtstrend von Hertha BSC jäh gestoppt. Der chancenlose Bundesligist aus Berlin unterlag zum Auftakt des 10. Spieltags 0:2 (0:2) bei der TSG und war dabei meilenweit vom vierten Pflichtspielsieg in Folge entfernt. In der Tabelle rutschte die Hertha (zwölf Punkte) vorerst auf Platz elf ab.

"Das ist nicht schön, aber das müssen wir runterschlucken", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai bei DAZN. "Ich denke, in der ersten Hälfte haben wir einiges verschenkt. Aber am Schluss war es ein verdienter Sieg für Hoffenheim."

Andrej Kramaric (19.) und Sebastian Rudy (36.) trafen für die Hoffenheimer (14 Punkte), die vorerst auf Rang sieben kletterten. Die Sieglos-Serie von Hertha-Trainer Pal Dardai, der bei seinem 200. Pflichtspiel an der Seitenlinie stand, hält an. Der Ungar hat aus mittlerweile sieben Gastspielen bei der TSG nur einen Zähler geholt. Zu allem Überfluss sah Verteidiger Dedryck Boyata noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels (76.).

Vor lediglich 8127 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena ging es gleich munter zur Sache. Die Hoffenheimer hatten bereits in der 5. Minute die dicke Chance zur Führung. Nach einer starken Kombination konnte Angelo Stiller nicht verwerten. Auf der Gegenseite scheiterte Marco Richter nur wenige Sekunden später an TSG-Torwart Oliver Baumann (6.).

Danach beruhigte sich die Begegnung zunächst, bevor Kramaric auf den Plan trat. Der kroatische Vize-Weltmeister traf nach Vorarbeit von Robert Skov bereits zum neunten Mal gegen die Hertha. Gegen keinen anderen Bundesligisten hat der Angreifer öfter getroffen.

Bei den Gästen, die ohne Lukas Klünter, Marvin Plattenhardt, Marton Dardai und Jordan Torunarigha auskommen mussten, hinterließ der Rückstand Spuren. Die Hertha agierte konfus. Kramaric hätte das fast zu seinem nächsten Tor genutzt (28.). Noch größer war die Chance von Skov kurz darauf (31.).

Die Hoffenheimer, bei denen der kurzfristig ausgefallene Nationalspieler David Raum (Knöchelprobleme) sowie Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Marco John und Pavel Kaderabek fehlten, beherrschten die Partie in dieser Phase. Der Treffer von Rudy fiel alles andere als überraschend.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs reagierte Dardai. Der Coach brachte in Myziane Maolida und Stevan Jovetic zwei frische Kräfte. Es war allerdings zunächst der Hoffenheimer Ihlas Bebou, der sich in Szene setzte. Der Angreifer hatte das dritte TSG-Tor auf dem Fuß (49.).

Nach dieser Szene ließen die Kraichgauer die Zügel etwas schleifen, die harmlosen Berliner konnten das aber nicht ausnutzen. Dass Boyata für sein Foul an Stiller nach Videobeweis vom Platz musste, passte ins Bild.

Hoffenheim - Hertha: Die Stimmen

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Nach 15 Minuten der ersten Halbzeit waren wir überlegen. Wir haben dann auch eine gewisse Effektivität gezeigt und machen zwei Tore, es waren sogar mehr möglich. Wir haben wenig zugelassen. Es hat sich stabil angefühlt."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir haben unsere Haut viel zu einfach hergegeben. Wir hatten die erste große Chance. Wenn wir die machen, läuft das Spiel ganz anders. In der zweiten Hälfte war es nach der Roten Karte schwierig."

TSG Hoffenheim - Hertha BSC: Die Aufstellungen

Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Vogt - Akpoguma, Geiger (84. Richards), Skov - Rudy (66. Samassekou), Stiller (77. Baumgartner) - Bebou (66. Rutter), Kramaric (84. Bruun Larsen). - Trainer: Hoeneß

Berlin: Schwolow - Zeefuik (46. Jovetic), Boyata, Stark, Pekarik - Ascacibar, Serdar - Richter (69. Ekkelenkamp), Darida (46. Maolida, 77. Tousart), Mittelstädt - Piatek (61. Belfodil). - Trainer: Dardai

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