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Fussball

FCA besiegt verheerenden HSV im Kellerduell

Halil Altintop durfte schon vor der Pause zweimal jubeln

Der FC Augsburg hat im Abstiegskampf der Bundesliga einen womöglich überlebenswichtigen Dreier gelandet. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg siegten die Fuggerstädter am 31. Spieltag mit 4:0 (2:0).

Vor 30.660 Zuschauern in der WWK Arena brachte Halil Altintop die Gastgeber gegen desolate Hamburger mit einem Doppelpack (28./42.) schon vor dem Pausenpfiff komfortabel in Führung.

Altintop gelangen somit zwei seiner drei Doppelpacks für Augsburg gegen den HSV, der Assistgeber zum 2:0, Philipp Max, war im 50. Bundesligaspiel zum ersten Mal direkt an einem Tor beteiligt.

Nach 76 Minuten legte Max sogar noch einen Treffer nach und entschied die Partie mit dem 3:0 endgültig, ehe er das 4:0 des eingewechselten Raul Bobadilla (85.) vorbereitete.

Jan-Ingwer Callsen-Bracker feierte nach beinahe eineinhalbjähriger Verletzungspause in der Schlussphase sein Comeback.

Für den HSV gab es somit fünf Niederlagen aus den letzten fünf Spielen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Zudem sind die Rothosen das einzige Bundesligateam ohne Punkt in den vergangenen drei Spielen. Mit 59 Gegentoren stellen die Norddeutschen zudem die schlechteste Defensive der Liga.

Dank des Dreiers verlässt der FC Augsburg Rang 16 und springt am HSV vorbei mit 35 Punkten auf Platz 13. Die Hamburger (33 Zähler) hingegen rutschen auf den Relegationplatz ab und haben noch vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Manuel Baum tauscht den FCA nach dem 1:3 in Frankfurt auf drei Positionen durch: Stafylidis, Kohr und Finnbogason ersetzen Danso, Ji (beide Bank) und Usami, der nicht einmal im Kader steht.

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Markus Gisdol beim HSV sogar mit vier Änderungen nach dem peinlichen 1:2 zuhause gegen Darmstadt: Mickel, Gregoritsch, Walace und Ostrzolek ersetzen den angeschlagenen Mathenia, Santos, Jung und den gelbgesperrten Kostic.

7.: Erste dicke Chance des Spiels! Sakai vertändelt den Ball im Aufbau gegen Kohr, der in die Mitte zieht, einen Haken macht und aus 18 Metern das lange Eck anvisiert - Mickel kann parieren!

14.: Stafylidis tritt aus gut 20 Metern zum Freistoß an und zirkelt das Leder hauchzart am rechten Kreuzeck vorbei...

22.: Eine kurios hohe Flanke landet am zentral am Strafraum bei Altintop, der sofort abzieht und den linken Pfosten trifft. Schmid schnappt sich den Abpraller, doch wieder ist Mickel da und rettet für die Hanseaten!

28., 1:0, Altintop: Ostrzolek fällt auf rechts im Zweikampf mit Schmid einfach um, der Ex-Freiburger geht mit Dampf Richtung HSV-Kasten und legt in den Rückraum. Altintop rauscht heran und trifft überlegt mit einem Flachschuss links unten!

42., 2:0, Altintop: Richtig stark! Mit einem verzögerten Doppelpass heben Finnbogason und Max die komplette HSV-Abwehr aus. Letzterer zieht in den Sechzehner und bringt den Querpass perfekt zu Altintop, der nur noch einschieben braucht.

56.: Pfosten! Baier mit einem sensationellen Schuss aus gut 25 Metern, der rechts im Knick an den Innenpfosten geht - das wäre der Hamburger K.o. gewesen!

76., 3:0. Max: Perfekter Konter der Augsburger! Finnbogason kriegt die Pille auf rechts und spielt den perfekten Diagonalball in den Strafraum links zu Max. Nicht weniger perfekt: Dessen Ballannahme und der direkte, stramme Abschluss ins lange Eck.

85., 4:0, Bobadilla: Es wird bitter: Wieder ein Konter, diesmal schickt Max den eingewechselten Bobadilla auf die Reise. Der geht auf Mickel zu und schiebt lässig links unten ein.

Fazit: Engagierte Fuggerstädter überrollen einen desolaten Hamburger SV, der so im Oberhaus absolut nichts zu suchen hat.

Der Star des Spiels: Philipp Max. Bärenstarker Auftritt auf links und elementarer Teil der Augsburger Konter-Taktik! Sensationell seine Assists zum 2:0 und 4:0 sowie das vorentscheidende Tor zum 3:0.

Der Flop des Spiels: Gotoku Sakai. Wacklig von der ersten Minute an und mit 19 Ballverlusten, den meisten aller Hamburger. Hängt beim 0:1, 0:2 und 0:4 mit drin.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe. Hätte Gregoritsch nach dessen übler Grätsche gegen Kohr kurz vor der Pause dringend vom Platz stellen müssen. Ansonsten mit dem richtigen Gespür in der Zweikampfbewertung bei einer generell toleranten Linie.

Das fiel auf:

  • Der Hamburger SV mit einer ersten Hälfte aus der Geisterbahn: Die fahrigen Gäste hatten nur knapp über ein Drittel Ballbesitz und eine Passquote um die 55 Prozent. Selbstredend war das kein grandioser Nährboden für ein geordnetes Spiel, geschweige denn eigene Offensivaktionen.
  • Augsburg hingegen frisch, fokussiert und zielstrebig. Vor allem über die Außenbahnen durften Schmid auf rechts und das agile Duo Max/Stafylidis viel Betrieb machen.

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  • Gisdol reagierte zur Pause mit zwei Wechseln und einer Systemumstellung. Walace und der rotgefährdete Gregoritsch blieben in der Kabine, Lasogga und Jung kamen ins Spiel. Aus dem 4-2-3-1 wurde ein 4-4-2 mit Raute. Lasogga rückte neben Wood in die Doppelspitze, Jung gab den absichernden Sechser.
  • Zwar steigerten sich die Gäste nach der Pause, subjektiv und auch was die Zahlen angeht, doch blieben die Augsburger mit ihren Kontern die gefährliche Mannschaft. Ein Schuss von Lasogga in Minute 84 (!) zwang FCA-Keeper Hitz das erste Mal zum Eingreifen.
  • Der einzige Lichtblick auf Seiten der verheerenden Hamburger war der eigentlich zweite Ersatzkeeper Mickel, der bei den Gegentore machtlos war und mit guten Paraden einen deutlicheren Sieg der Augsburger verhinderte.

Augsburg - Hamburg: Die Statistik zum Spiel

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