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Fussball

FC Bayern München: Leon Goretzka hadert mit FCB-Saison - Süle-Abgang "schade"

Von Tim Ursinus
Leon Goretzka hadert mit der abgelaufenen Saison des FC Bayern München.

Leon Goretzka hadert mit der abgelaufenen Saison des FC Bayern München. Außerdem spricht der Mittelfeldspieler im Interview mit Sky über den Wechsel von Niklas Süle und die weiteren Transfers des BVB.

"Wir waren in den wichtigen Spielen nicht auf der Höhe - das war nicht Bayern-like", sagte Goretzka, der sich gerade mit der Nationalmannschaft im Trainingslager in Marbella befindet. Der deutsche Rekordmeister war in den Pokalwettbewerben schon verhältnismäßig früh ausgeschieden: im DFB-Pokal in der zweiten Runde gegen Gladbach (0:5), in der Champions League gegen den FC Villarreal im Viertelfinale.

Besonders das Aus in der Königsklasse nagt noch an dem Mittelfeldspieler. "In der Champions League rauszufliegen, ist uns in den vergangenen Jahren bei einem solchen Gegner nicht passiert. Ohne Villarreal die Qualität abzusprechen, aber da müssen wir weiterkommen. Daher war diese Saison insgesamt nicht zufriedenstellend, was jedoch viele im Verein extrem motiviert, es im nächsten Jahr wieder besser zu machen", erklärte er.

Trotz der "ziemlich guten, wenn nicht sogar hervorragenden Hinrunde" habe der FC Bayern, der immerhin die zehnte Meisterschaft in Serie feierte, "viele Dinge zu verbessern".

In der zweiten Saisonhälfte hatten die Münchner über weite Strecken nicht auf Goretzka, der unter anhaltenden Knieproblemen litt, zurückgreifen können. Das habe ihn "nicht richtig in den Tritt kommen lassen. In der nächsten Saison möchte ich von Verletzungen verschont bleiben. Das ist ohnehin das Wichtigste und dann möchte ich auch meiner Mannschaft noch intensiver dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen."

Goretzka: Süle-Abschied vom FC Bayern "schade"

Zudem äußerte Goretzka sich zu den Entwicklungen auf dem Transfermarkt. Während Rivale BVB mit Karim Adeyemi, Nico Schlotterbeck, Salih Özcan und Niklas Süle bereits vier Spieler verpflichtet hat, steht bei den Bayern mit Noussair Mazraoui bislang nur ein Akteur auf der Habenseite. "In der Tat sind die Dortmunder Neuverpflichtungen auch hier bei uns dabei. Es spricht dafür, dass sie da einen guten Job machen. Das kann man ganz klar so sagen. Ich habe aber vollstes Vertrauen in unsere verantwortlichen Personen. Wir werden mit Sicherheit am Ende des Sommers mit einem Kader dastehen, mit dem wir einiges erreichen können", sagte Goretzka.

Insbesondere den ablösefreien Wechsel von Süle nach Dortmund bedauert der ehemalige Schalker. "Das ist nicht schön für uns, aber trotzdem muss man die Wünsche des Spielers akzeptieren", betonte Goretzka. Für ihn sei es "schade, weil es ein guter Kumpel ist, den ich kenne, seitdem ich ein Kind bin. Ich habe es sehr genossen, mit ihm zusammenzuspielen."

Goretzka: Transfergerüchte? "Nicht immer für voll nehmen"

Bei Süle hatten lange andauernde Vertragsverhandlungen nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten geführt. Ein ähnlicher Ablauf könnte auch bei Serge Gnabry drohen, dessen Arbeitspapier noch bis 2023 läuft. "Über Serges möglichen Abgang möchte ich jetzt nichts sagen, weil ich davon ausgehe, dass er bei uns bleibt. Aber man merkt, dass Veränderungen da sind. Das heißt aber nicht immer was Schlechtes", sagte Goretzka.

Der 27-Jährige gab zu, dass Transfergerüchte nicht gänzlich an den Spielern vorbeigehen. "'Wir lesen das nicht' kann ich nicht mehr hören. Bei uns sind jetzt schon die ein oder anderen Spieler dabei, bei denen die typischen Apps auf dem Handy sind", erklärte er und führte aus: "Man darf das aber nicht immer für voll nehmen. Dafür werft ihr (die Medien; Anm. d. Red.) zu viele Namen in den Ring, als dass man jede Personalie mit den Kumpels besprechen könnte."

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