FC Bayern München, News und Gerüchte: Robert Lewandowski spricht über "Vorteil" von Gerd Müller

Von Gianluca Fraccalvieri
Robert Lewandowski hat über Gerd Müller gesprochen.
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Robert Lewandowski hat erklärt, in welchem Bereich Gerd Müller ihm gegenüber einen "Vorteil" hatte. Fredi Bobic und Krassimir Balakov wurden vom FC Bayern umgarnt. Für Hansi Flick war der Abschied aus München "traurig" und Karl-Heinz Rummenigge erzählt eine Anekdote von Oliver Kahn. Die News und Gerüchte zum FC Bayern München.

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Die News und Gerüchte zum FC Bayern München vom Vortag gibt's hier.

FC Bayern - Lewandowski: Hier hatte Gerd Müller "einen Vorteil"

Robert Lewandowski hat über den Vergleich zu Gerd Müller gesprochen und erklärt, in welchem Bereich der Bomber der Nation ihm gegenüber einen "Vorteil" hatte. Zudem sprach er mit etwas Abstand über die Ballon-d'Or-Vergabe.

"Ich bin ein anderer Spielertyp als Gerd Müller. Ich bin größer, Gerd war an den Beinen viel muskulöser: Ein Oberschenkel hatte bei ihm den Umfang von zwei Oberschenkeln bei mir", sagte Lewandowski im Interview mit der Sport Bild.

Diese Schnelligkeit in den Beinen war es auch, die Müller Lewy voraus hatte. "Gerd hatte in der 'Tiefgarage', also weit unten, in den Bodenduellen, einen Vorteil. Wenn es um Schnelligkeit, um Reaktionen am Boden ging, war er immer einen Tick schneller als seine Gegner. Im Strafraum hatte er die Nase seinen Gegenspielern immer voraus: links, rechts, mit der Brust, mit dem Bauch. Meine Spielweise - die Bewegungen und Laufwege - sind anders", führt der Pole aus.

Was die beiden aber verbindet, ist ihr Torriecher. "Wir beide wissen und wussten, dass der Ball über die Torlinie muss. Egal wie. Tor ist Tor", führte Lewandowski aus.

Lewandowski über Ballon d'Or: "Natürlich traurig"

Zudem sprach der FCB-Stürmer mit etwas Abstand erneut über die Ballon-d'Or-Vergabe. "Ich bin trotz Platz zwei bei dieser Wahl sehr stolz auf unsere Mannschaft und meine Leistungen. Im Nachhinein denke ich mir: Es war ein Duell zwischen Messi und mir, auf das die ganze Welt geschaut hat. Mit diesem fantastischen Spieler um den Titel des besten Fußballers der Welt zu konkurrieren, ist eine große Ehre."

Dass die Wunden aber noch nicht ganz verheilt seien, gab er auch zu: "Auf der anderen Seite war ich natürlich traurig, das kann ich offen sagen: Wenn man so nahe an dieser Auszeichnung ist und zudem die Verleihung 2020 - also in dem Jahr, in dem wir alle Titel gewonnen haben! - abgesagt wurde, tut das schon weh. Ich war so nah dran und trotzdem weit weg. Ich kann zu mir selbst sagen: Ich habe alles versucht, alles gegeben, was in meiner Macht steht - und mit diesem Gefühl lebe ich sehr gut."

Besonders die Worte von Lionel Messi, der erklärte hatte, Lewy hätten den Award für das Jahr 2020 verdient gehabt, gingen ihm nahe. "Es war wirklich ein toller Abend. Die Worte von Leo Messi auf der Bühne in meine Richtung haben mich berührt. Das waren keine leeren Worte, das war ein schöner Moment in meiner Karriere", führte er aus.

FC Bayern: Balakov und Bobic über Angebote aus München

Mitte der 90er Jahre bildete Krassimir Balakov gemeinsam mit Giovanne Elber und Fredi Bobic das "Magische Dreieck" beim VfB Stuttgart. Mit seinem Wechsel zum FC Bayern 1997 löste Elber das Trio auf, sein Kollegen Balakov sprach jedoch ebenfalls mit den Verantwortlichen über einen Wechsel nach München.

"Nach einem Spiel Stuttgart gegen Bayern saßen wir alle am Tisch. Ich hatte eine Klausel im Vertrag: 70 Mio. Mark feste Ablöse! Das war für die damalige Zeit unglaublich. Ich habe zum damaligen Präsidenten Franz Beckenbauer ganz leise gesagt, dass ich eine Ausstiegsklausel hätte: 'Über 70 Mio.' Seine Frau saß mit am Tisch und meinte: 'Herr Balakov, das ist doch kein Problem! 17 Millionen kann der FC Bayern zahlen!' Sie hatten mich nicht ganz richtig verstanden", erinnerte er sich in einem gemeinsamen Gespräch mit Bobic und Elber in der Sport Bild.

Dabei hätte er sich einen Wechsel nach München nach eigenen Aussagen gut vorstellen können, die Voraussetzungen stimmten aber einfach nicht. "Ich hätte auch nach Barcelona gehen können. Aber: Ich bin zufrieden mit meiner Karriere", sagte er.

Auch bei Fredi Bobic hatte der FC Bayern angefragt, seine Wurzeln ließen einen Wechsel für ihn aber nicht zu. "Es gab mal einen Anruf. Aber bei mir war das fast kindisch verhaftet: Ich bin ein Stuttgarter Jung! Ich kann doch nicht zu den Bayern. Daher hatte sich das schnell erledigt. Ich war ein bisschen dickköpfig", sagte Bobic.

Krassimir Balakov hätte sich einen Wechsel zum FC Bayern vorstellen können.
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Krassimir Balakov hätte sich einen Wechsel zum FC Bayern vorstellen können.

FC Bayern: Flick spricht über "traurigen" FCB-Abschied

Hansi Flick hat über seinen Abschied beim FC Bayern gesprochen und erklärt, dass dieser Schritt traurig für ihn war.

"Ein wenig traurig war der Abschied vom FC Bayern. Ich habe dort eine tolle Chance bekommen, dafür bin ich sehr dankbar. Wir haben anspruchsvollen und attraktiven Fußball gespielt und hatten mit die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Das ist auch das, was am Ende hängen bleibt", sagte Flick im Gespräch mit der Sport Bild auf die Frage, was sein traurigster Moment des Jahres war.

Besonders nahe gegangen ist ihm dabei die Tatsache, dass mit ihm ein Teil der erfolgreichen Mannschaft auseinander gebrochen ist. "Wichtige Spieler haben den Verein verlassen: Thiago, den ich als Menschen und Fußballer sehr schätze, Jerome Boateng und David Alaba, der die letzten beiden Jahre als Anführer einen enormen Sprung gemacht hat. Nicht zu vergessen Javi Martínez, mit ihm ging ebenfalls ein wertvoller Spieler. Diese Mannschaft hatte einen speziellen Charakter: Sie war immer bereit zu liefern, da zu sein, wenn es darauf ankommt. Wenn solche Spieler, aber auch eine Klub-Ikone wie Hermann Gerland, der noch immer Bayern durch und durch ist, den Verein verlassen, lässt mich das nicht kalt", erklärte der heutige Nationaltrainer.

Hansi Flick verließ den FC Bayern im Sommer.
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Hansi Flick verließ den FC Bayern im Sommer.

FC Bayern: Rummenigge erzählt Kahn-Anekdote

Karl-Heinz Rummenigge hat in einem persönlichen Rückblick in der Sport Bild eine Anekdote über seinen Nachfolger Oliver Kahn erzählt.

"In meiner letzten Saison hatten wir ein Spiel, bei dem Oliver und ich nebeneinander saßen. Die Partie war nicht besonders aufregend, Oliver wirkte auf mich fast gelangweilt. Ich habe ihn angeschaut und gelacht, er fragte: "Wieso lachst du?" Ich antwortete: "Wenn du eines Tages hier für alles verantwortlich bist, wirst du bei jedem Spiel unter Starkstrom stehen, Oliver", schrieb Rummenigge.

Zum Ende der Saison übergab Rummenigge dann sein Amt als Vorstandsvorsitzender des FCB an Kahn. "Einige Zeit später, am 22. August, war ich beim Spiel Bayern gegen Köln in dieser Saison im Stadion, aus einem 2:0 wurde ein 2:2, dann führte Bayern wieder 3:2. Ein Bayern-Spieler verlor fünf, sechs Minuten vor Ende den Ball im Mittelfeld, Oliver fuhr aus sich heraus: "Haltet doch den Ball! Spielt auf Zeit, es ist gleich vorbei!" Ich habe ihn wieder angelacht und gesagt: "Siehst du! Was habe ich dir vor ein paar Monaten erzählt? Das gefällt mir, wie du dich nun aufregst, wie du mitfieberst", führte er aus.

Rummenigges Aussagen zu seinem langjährigen Geschäftspartner Uli Hoeneß, zu Julian Nagelsmann und seinen Plänen fürs neue Jahr, gibt es hier.

FC Bayern München: Die kommenden Spiele

TerminWettbewerbGegner
Freitag, 07.01., 20.30 UhrBundesligaBorussia Mönchengladbach (Heim)
Samstag, 15.01., 15.30 UhrBundesliga1. FC Köln (Auswärts)
Sonntag, 23.01., 17.30 UhrBundesligaHertha BSC (Auswärts)
Samstag, 05.02., 18.30 UhrBundesligaRB Leipzig (Heim)
Samstag, 12.02., 15.30 UhrBundesligaVfL Bochum (Auswärts)
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