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Fussball

FC Bayern - Dayot Upamecano im Interview: "Da haben wir versagt"

Von Marc Mechenoua
FC Bayern München, Dayot Upamecano, Borussia Mönchengladbach, Hasan Salihamidzic

Im Sommer wechselte Dayot Upamecano von RB Leipzig zum FC Bayern. Im Interview spricht er über seine Eingewöhnung, seine einzigartige Antrittsrede beim FCB, das Gladbach-Debakel und "die beste Entscheidung" seines Lebens.

Mit 42,5 Millionen Euro Ablöse war Dayot Upamecano im Sommer der Königstransfer des FC Bayern - und bislang ist der Innenverteidiger voll eingeschlagen. Auch in der französischen Nationalmannschaft ist der 23-Jährige auf dem besten Weg, sich als feste Größe zu etablieren.

Im Gespräch mit SPOX und GOAL erklärt Upamecano, wie er das Debakel in Gladbach verdaut hat und warum er sich einst für den frühen Wechsel nach Salzburg entschied. Außerdem: Was er an Julian Nagelsmann schätzt und welcher Musik er aktuell lauscht.

Im Sommer wechselten Sie zu Bayern München - und sorgten sofort für einen besonderen Moment, als Sie bei Ihrer Präsentation eine Dankesrede hielten. Wie kam es dazu?

Dayot Upamecano: Ich hatte das nicht geplant, es war ganz spontan. Nachdem ich unterschrieben hatte, bin ich aufgestanden und habe ein paar Worte gesagt. Dieser Klub vertraut mir, dafür bin ich dankbar und das wollte ich ausdrücken. Ich werde hier alles geben und für die Mannschaft kämpfen. In dem Moment war mir das gar nicht bewusst. Ich habe einfach den Stift zur Seite gelegt und vor dem Sportdirektor, dem Trainer und den zehn anderen Leuten gesprochen.

Das geschah auf Deutsch.

Upamecano: Ja natürlich, und ich glaube, das kam überraschend. Ich war wohl der erste Spieler, der so etwas gemacht hat.

In der Öffentlichkeit gelten Sie als schüchtern. Trifft das zu?

Upamecano: Ich finde, man sollte Schüchternheit nicht mit Sachlichkeit verwechseln. Ich bin ein ruhiger Mensch. Ich rede nicht einfach daher, sondern denke über das nach, was ich sage und tue. Manche Leute nennen das dann schüchtern, aber ich bin einfach ein ruhiger Typ. Wer wirklich schüchtern ist, kann nicht jedes Wochenende große Spiele vor tausenden Menschen bestreiten. Das geht nicht.

Bayern-Debakel gegen Gladbach? Upamecano: "Da haben wir versagt"

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Start in München?

Upamecano: Ehrlich gesagt fühlt er sich sehr gut an. Ich wurde toll aufgenommen. Die Trainer und die Mitspieler haben mir sofort gezeigt, wie alles läuft. Zu Beginn bei einem neuen Verein ist es nie einfach. Aber ich kannte den Trainer und das war ein Vorteil. Vieles von dem, was wir in Leipzig gespielt haben, hat er auch bei Bayern umgesetzt - nur besser. Das hat es einfach gemacht.

Neben vielen guten Spielen, wie dem Sieg gegen Barcelona in der Champions League, gab es auch das 0:5-Debakel im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Was war da los?

Upamecano: Das war schlimm und dafür will ich mich bei den Fans auch entschuldigen. So etwas darf nicht nochmal passieren. Wir haben da versagt und waren einfach nicht im Spiel. Das gilt für mich genauso wie für den Rest der Mannschaft. Mein Ansatz ist: Aus den eigenen Fehlern muss man lernen, und das haben wir danach gegen Union Berlin und Benfica auch getan. Das war die richtige Reaktion. Gladbach muss ein Unfall bleiben.

Sie haben eben Julian Nagelsmann angesprochen. Welchen Einfluss hat er auf Ihre Karriere?

Upamecano: Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich mag Trainer, die Dinge erklären, und er redet viel mit mir. Wenn ich nicht gut war, merkt er das direkt an. Er zeigt mir anhand von Beispielen, wo ich falsche Entscheidungen getroffen habe und wie ich mich besser verhalten hätte. Am meisten imponiert mir, dass er keine Angst hat, Dinge anzusprechen. Als Verteidiger gefällt mir, dass ich unter ihm auch nach vorn spielen und mal ein Risiko eingehen darf. Und wir sind flexibel, was Dreier- oder Viererkette angeht. Das kommt ganz auf den Gegner an.

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