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Fussball

Robert Lewandowski beim FC Bayern München: Rekorde, besonderes Geschenk und die Zukunfts-Frage

Robert Lewandowski erzielte gegen Benfica Lissabon einen Dreierpack.

Beim 5:2-Sieg gegen Benfica Lissabon zeigte Robert Lewandowski vom FC Bayern München seinen nächsten Gala-Auftritt. Nach dem Dreierpack ging es um Rekorde, ein Geschenk und die Zukunfts-Frage.

Szymon Marciniak ist ein hochdekorierter Schiedsrichter. Der 40-jährige Pole pfiff bereits bei Welt- und Europameisterschaften, beim Spiel zwischen dem FC Bayern und Benfica Lissabon kam er zum 30. Mal in der Champions League zum Einsatz. Als ewige Erinnerung an dieses kleine Jubiläum bekam er von seinem Landsmann Robert Lewandowski nach Abpfiff den Spielball überreicht.

Das Recht auf freie Verfügung über diesen Spielball hatte sich Lewandowski beim 5:2-Sieg seiner Mannschaft mit einem Dreierpack erwirkt. So oft wie ihm das im Laufe seiner Karriere bereits gelungen ist, hat er daheim aber womöglich gar keinen Stauraum mehr für weitere gewöhnliche Spielbälle.

Sicherlich Platz finden würde er dagegen für einen goldenen Ball. Die französische Zeitschrift France Football ehrt bekanntlich alljährlich den besten Spieler der Welt mit dem Ballon d'Or. Nachdem die Trophäe vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht vergeben wurde, zählt Lewandowski bei der Verleihung am 29. November zu den Topfavoriten. Sein Auftritt gegen Benfica war ein weiteres überzeugendes Bewerbungsschreiben.

Robert Lewandowskis beeindruckende Zahlen

In seinem 100. Champions-League-Spiel markierte Lewandowski seine Treffer 79, 80 und 81. Das gelang in diesem Zeitraum einst nicht einmal den besten Stürmern der vergangenen Jahre und Ballon-d'Or-Seriensiegern Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Mittlerweile liegen sie im ewigen Ranking bei 139 respektive 123 Toren als einzige Spieler vor Lewandowski.

Während Ronaldo und Messi zuletzt aber sichtlich abbauten, befindet sich Lewandowski seit Monaten in absoluter Topform. Mit seinen 41 Bundesliga-Treffern überbot er vergangene Saison den Torrekord von Gerd Müller. Mit seinem Dreierpack gegen Benfica überholte er die Klublegende auch in Sachen Europapokaltore für den FC Bayern.

In dieser Spielzeit steht Lewandowski nun schon bei 22 Treffern in 19 Pflichtspielen. Zuletzt traf er in acht Champions-League-Spielen in Folge. Die aktuelle Torschützenliste des Wettbewerbs führt er mit acht Treffern an. Hätte er seinen Elfmeter gegen Benfica nicht verschossen, wären es sogar schon neun.

Nagelsmann will Lewandowski nicht auf Tore reduzieren

Laut Trainer Julian Nagelsmann wird man Lewandowski aber nicht gerecht, wenn man ihn "nur" auf seine vielen Tore reduziert. Stattdessen schwärmte er explizit von seiner "Spielfreude in den letzten 30 Minuten. Da wollte er jeden Ball haben und hat viele Situationen eingeleitet." Exemplarisch steht Lewandowskis zweites Tor in der 61. Minute, ein sehenswerter Lupfer mit anstrengendem Vorspiel. "Es gibt Stürmer, die bei dem Spielstand und der Überlegenheit nicht mehr in so einem Vollsprint hinterhergehen", lobte Nagelsmann.

Dass Lewandowski zu diesem Zeitpunkt des Spiels trotz des eng getakteten Spielplans überhaupt noch auf dem Platz stand, war nicht ungewöhnlich. Knapp hinter Joshua Kimmich und Manuel Neuer absolvierte er in dieser Saison die drittmeisten Pflichtspielminuten für den FC Bayern. "Ich fühle mich sehr gut, da muss ich nicht ausgewechselt werden", sagte er lapidar.

Robert Lewandowskis Zukunft beim FC Bayern

Lewandowski ist bereits 33 Jahre alt, wie lange kann er das noch leisten? "Ich traue dem Lewy aufgrund seines Körpers und seiner Art zu leben zu, dass er noch bis in ein deutlich höheres Alter unglaublich erfolgreich ist", mutmaßte Nagelsmann. "Ich glaube, er bleibt noch ein bissl länger der beste Stürmer der Welt."

Das war gewissermaßen auch als Aufforderung an den FC Bayern zu verstehen, diesen besten Stürmer der Welt auch noch ein bissl länger als bis zum aktuellen Vertragsende 2023 zu binden. Eigentlich bekommen Spieler über 31 Jahre nur mehr Verträge über eine Saison, bei Lewandowski ist aber genau wie zuletzt bei Manuel Neuer und Eric Maxim Choupo-Moting eine Ausnahme denkbar.

Trotz Lewandowskis Torflut und dem Interesse an einer Vertragsverlängerung waberten in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung des zwölf Jahre jüngeren Erling Haaland durch München. Klar, mit dem besten Spieler des Rivalen Borussia Dortmund schmückt man sich beim FC Bayern traditionell besonders gerne.

"Dem Lewy ist es relativ egal, wer irgendwo Gerüchte schürt oder bedient. Ich glaube nicht, dass ihn das anstachelt", erklärte Nagelsmann. Lewandowski sagte darauf angesprochen den durchaus richtigen Satz: "Ich bin Lewandowski. Ich denke an mich selbst." Und ansonsten wenn dann noch an Schiedsrichter-Landsmänner.

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