Fussball

Uli Hoeneß über seinen Abschied beim FC Bayern München: "Hätte es locker noch drei Jahre machen können"

Von SPOX
Uli Hoeneß ist seit November 2019 nur noch Aufsichtsratsmitglied.

Uli Hoeneß hat in einem Interview mit der Münchner Zeitung tz über seinen Abschied als Präsident des FC Bayern München gesprochen. Der 68-Jährige erzählt außerdem von seinem neuen Alltag.

"Ich hätte es ja auch noch locker drei Jahre machen können", sagte Hoeneß der tz. Im November 2019 zog sich Hoeneß aus dem Präsidium des FC Bayern zurück und machte Platz für seinen Nachfolger Herbert Hainer. Der Grund: "Ich war der Meinung: Jetzt habe ich die richtigen Leute gefunden. Und die wären in drei Jahren beide nicht mehr da gewesen. Das war der entscheidende Aspekt, weshalb ich gesagt habe: Jetzt ist Schluss!"

Damit meint Hoeneß neben Hainer auch das neue Vorstandsmitglied Oliver Kahn. "Oliver war an einem Scheideweg: Geht er noch mal richtig in die Industrie, in die Wirtschaft? Ich habe ihn ja fast ein Jahr lang beredet. Aber nie offiziell, ich habe immer nur so Treffen vereinbart", erzählte Hoeneß, der noch im Aufsichtsrat des FC Bayern sitzt.

Es habe einige Überzeugungsarbeit gebraucht, bis der ehemalige Bayern-Torhüter und -Kapitän auf das Jobangebot des FC Bayern einging. "Dann habe ich mal gesagt: Kannst du dir das vorstellen? Er sagte: Nein, das kann ich nicht! Also habe ich vorgeschlagen, dass wir uns in vier Wochen noch mal treffen. Mit jedem Gespräch war ich sicherer, dass er der richtige Mann ist", sagte Hoeneß.

Uli Hoeneß: SAP Garden wird "die schönste Halle der Welt"

Der Ex-Präsident der Bayern hat sich in den ersten Monaten seit seinem Rücktritt tatsächlich rar gemacht. Zwar stehe er dem designierten Sportvorstand Hasan Salihamidzic oder Basketball-Geschäftsführer Marko Pesic noch zur Seite, sollte er um Rat gefragt werden, an der Säbener Straße lasse sich Hoeneß aber nur noch einmal pro Woche blicken.

"Ich lese jetzt mehr als früher und ich gehe meiner Frau mehr zur Hand. Ansonsten bin ich telefonisch involviert, bei meinem Sohn in der Fabrik, wenn er eine Frage hat. Oder ich fahre mit, wenn er einen Besuch bei einem wichtigen Kunden macht", sagte Hoeneß über seinen neuen Alltag.

Rund 50 Jahre war er aktiv in das Tagesgeschäft beim FC Bayern involviert, zunächst als Spieler, später als Manager, Vorstand und Präsident. Besonders stolz sei er auf die Infrastruktur, die er dem FC Bayern verpasste: die Säbener Straße, das Nachwuchsleistungszentrum, die Allianz Arena und der neue SAP Garden für die Basketballer. Der SAP Garden im Münchner Olympiapark wird laut Hoeneß "die schönste Halle der Welt".

Dann schließe sich der Kreis. "Denn ich wollte dem Fan des FC Bayern immer eine Heimat bieten, etwas, womit er sich identifizieren kann", erklärte Hoeneß.

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