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Fussball

FC Bayern - Kahn über Super League: "Das wäre das Ende des Fußballs gewesen"

Von Alexander Weber
FC Bayern München, Oliver Kahn, Super League, Bundesliga

Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern hat Vorstandsboss Oliver Kahn erneut deutliche Worte zum Thema Super League gefunden. Das Scheitern des Projekts sei in seinen Augen alternativlos.

Neben Themen wie dem Katar-Sponsoring und der finanziellen Lage beim Rekordmeister war auch das Thema Super League Teil der Diskussion. Kahn bekräftigte auf der Jahreshauptversammlung nochmal die Stellung des FC Bayern zur Gründung einer Alternativliga zur Champions League.

"Die European Super League ist zurecht innerhalb von 48 Stunden kollabiert, denn das wäre das Ende des Fußballs gewesen, wie wir ihn kennen. Auch deswegen haben wir eine klare Strategie entwickelt, aus eigener Kraft vorne zu bleiben. Wo der FC Bayern ist, da ist vorne - und so soll das bleiben", sagte Kahn.

Auch Kahns Vorgänger Karl-Heinz Rummenigge bekräftigte in der Vergangenheit bereits die Ablehnung der Super League vom deutschen Rekordmeister. "Wir sind zufrieden, Champions League zu spielen und vergessen nicht die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Fans haben, die grundsätzlich gegen so eine Reform sind. Und wir spüren die Verantwortung gegenüber dem Fußball als Ganzes", sagte Rummenigge der italienischen Zeitung Corriere della Serra.

FC Bayern: Kahn verurteilt Entwicklung des Fußballs in Bezug auf Investoren

"Wir erleben gerade den fundamentalsten Wandel, den der Fußball je erlebt hat. Deshalb kämpfen wir an vorderster Front, dass es nicht sein kann, dass Investoren unbegrenzt Geld in Klubs pumpen können", mahnte Kahn nun an und fügte hinzu : "Bei uns bestimmt keine Investorengruppe oder ein Multimillionär. Wir werden auch weiter unseren eigenen Bayern-Weg gehen."

Zu Beginn der Versammlung hatte schon FCB-Präsident Herbert Hainer klargestellt, dass "Fußball ein Spiel ohne Grenzen zu sein" scheint, aber: "Das Spiel spielen wir nicht mit. Wir spielen nach unseren eigenen Regeln und das gelingt uns sehr gut. Ich liebe den FC Bayern so wie er ist." Auch deshalb seien die Münchner "sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich gut durch diese Pandemie gekommen".

Hainer ergänzte: "Wir haben keinen Cent Schulden. Wir sind nicht fremdbestimmt, wir sind unabhängig, wir gehen unseren eigenen Weg, mit Sachverstand und Kreativität. Wir lassen uns auf keinen Fall treiben von diesem Wahnsinn da draußen." Zahlreiche Topklubs hätten "massive Schulden. Der FC Barcelona hat 1,3 Milliarden Euro Schulden. Auch Juventus Turin musste zuletzt Horrorbilanzen veröffentlichen. Davon sind wir weit, weit weg."

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