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Fussball

VfB Stuttgart: Kuriose Schutz-Klausel im Vertrag von Sportdirektor Sven Mislintat?

Von Philipp Schmidt
Sven Mislintat

Sven Mislintat hat sich offenbar eine ungewöhnliche Klausel in seinen Vertrag verankern lassen, als der Sportdirektor des VfB Stuttgart im Dezember 2020 verlängerte. Laut Sport Bild kann der 48-Jährige seinen Kontrakt einseitig innerhalb von 14 Tagen kündigen, wenn eine Entscheidung, die seinen Kompetenzbereich betrifft, ohne seine Zustimmung erfolgt.

Demnach dürfte Mislintat den Verein verlassen, wenn zum Beispiel ein neuer Funktionär oder Trainer ohne sein Absegnen entlassen oder eingestellt wird. Zudem würde sein Gehalt von kolportierten 800.000 Euro jährlich in einem solchen Szenario bis zum Vertragsende 2023 an ihn ausgezahlt werden. Diese Befugnisse ließ sich Mislintat zu einem Zeitpunkt zusichern, als zwischen dem Sportvorstand und Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt ein erbitterter Machtkampf herrschte.

Dies ist derzeit besonders deshalb brisant, weil Hitzlsperger seine Ämter spätestens im Herbst 2022 niederlegen wird und sich die Schwaben bereits auf der Suche nach einem Nachfolger befinden. Neben einem externen Kandidaten - die Sport Bild bringt Christian Keller (derzeit Geschäftsführer bei Jahn Regensburg) ins Spiel - sei es außerdem möglich, dass Mislintat zum Sportvorstand befördert wird.

Nach der Rücktrittsankündigung von Hitzlsperger hielt sich Mislintat mit öffentlichen Ankündigungen zurück und schrieb bei Instagram: "Entscheidend für konstant erfolgreichere Fußballklubs ist nie, wer geht, sondern immer, wer folgt. Es geht zuvorderst darum, einen Top-Job für diesen Klub zu machen. Das wird - in welcher Position auch immer - mein Bestreben sein."

Hitzlsperger machte derweil klar, bis zum Ende seiner Vertragszeit mit vollem Einsatz für den VfB arbeiten zu wollen, "solange vom Aufsichtsrat kein anderer Wunsch an mich herangetragen wird".

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