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Fussball

BVB - Lothar Matthäus kritisiert Deniz Aytekin für Platzverweis gegen Dahoud: "Kindergarten"

Von Tim Ursinus
Lothar Matthäus hat sich zur Debatte um den Platzverweis von Mahmoud Dahoud bei der 0:1-Niederlage von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach geäußert.

Lothar Matthäus hat sich zur Debatte um den Platzverweis von Mahmoud Dahoud bei der 0:1-Niederlage von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach geäußert. Der Rekordnationalspieler kritisierte Schiedsrichter Deniz Aytekin für dessen Entscheidung in seiner Sky-Kolumne.

Matthäus hält es für komplett überzeugen, Dahoud Gelb-Rot zu zeigen. "Kindergarten", schrieb Matthäus und schob nach: "Natürlich hätte der Dortmunder etwas cleverer agieren und die Geste gegenüber Schiedsrichter Deniz Aytekin weglassen können. Aber das war weder respektlos noch total sportlich und hat für mich in keinster Weise diese harte Konsequenz verdient."

Zwar halte er Aytekin für einen guten Schiedsrichter, in dieser Situation habe ihm aber das Fingerspitzengefühl gefehlt. "Sowohl seine nachträgliche Erklärung, als auch das Vorgehen auf dem Platz haben mich nicht überzeugt", führte Matthäus aus: "Und nur weil der Unparteiische in einer vorherigen Szene einem anderen Spieler erklärt hat, dass er das Abwinken unterlassen möchte, kann er in einer ganz andere Szene einen Spieler nicht so hart bestrafen. Vor allem nicht in so einem Spiel, mit so einer Brisanz. Da erwarte ich etwas anderes."

Die Szene hatte nach dem Spiel für viel Gesprächsstoff gesorgt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte im Sport1-Doppelpass erklärt, dass sich der FIFA-Schiedsrichter wie "ein Kapellmeister" aufgeführt habe. Sportdirektor Michael Zorc sprach in der Bild von "Sippenhaft".

Aytekin reagierte gelassen auf die Vorwürfe. Auch die BVB-Verantwortlichen hatten trotz der Kritik betont, dass die Hauptschuld beim Mittelfeldspieler liegen würde. Dahoud selbst hatte sich bereits nach dem Spiel für sein Verhalten bei Instagram entschuldigt.

Matthäus ist hingegen der Meinung, dass Aytekin seine Entscheidung bereits bereue. Er sei "eigentlich gerade für sein Fingerspitzengefühl und den richtigen Riecher in der jeweiligen Situation bekannt", erklärte der 60 Jahre alte TV-Experte und fügte an: "Ein bisschen Emotion darf ja wohl noch sein, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt."

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