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Fussball

Schalke-Torwart Ralf Fährmann über Sieglos-Serie: "Das war ein Teufelskreis"

Von SPOX
Der neue alte Stammtorhüter Ralf Fährmann (32) vom FC Schalke 04 hat sich für die Sieglos-Serie von 30 Spielen entschuldigt und erklärt, wie sehr ihn die Erfolgslosigkeit belastet hat.

Der neue alte Stammtorhüter Ralf Fährmann (32) vom FC Schalke 04 hat sich für die Sieglos-Serie von 30 Spielen entschuldigt und erklärt, wie sehr ihn die Erfolgslosigkeit belastet hat. Zudem spricht er im Interview mit der Sport Bild über seine Degradierung zur Nummer zwei unter Ex-Trainer Manuel Baum.

"Jeder hat ein Stück weit zu dieser Situation beigetragen. Wenn ein Klub wie Schalke so schlecht aussieht, ist das sehr traurig. Jeder einzelne Fan und die gesamte Region hat Besseres verdient", erklärte Fährmann. Er habe stets versucht, "ruhig zu bleiben und seine Teamkollegen zu pushen".

"Es geht einzig und allein darum, dass man alles gibt. Das tue ich und deshalb kann ich in den Spiegel schauen", sagte der 32-Jährige. Schalke 04 hatte am vergangenen Spieltag die Serie von 30 Spielen ohne Sieg in der Bundesliga mit einem 4:0 über die TSG Hoffenheim beendet.

Die lange Durststrecke habe Fährmann sehr belastet: "Das war ein Teufelskreis. Je mehr man darüber nachgedacht hat, desto mehr hat sich die Situation ins Unterbewusstsein eingeprägt. Eigentlich sollten wir Profi genug sein, um das nicht mit nach Hause zu nehmen. Aber dieses Thema wurde so groß, dass das zwangsläufig nicht zu verhindern war", sagte er. Manchmal würden unerklärliche Dinge im Leben passieren, schob der Keeper nach: "Diese Serie ist Schalke nicht würdig und tut mir wahnsinnig leid."

Vor dem 16. Spieltag steht Schalke 04 mit sieben Zählern auf dem 17. Tabellenplatz. An eine Rettung glaubt Fährmann aber weiterhin. "Mit ganz, ganz viel Herz, Leidenschaft und Engagement. So wie gegen Hoffenheim. Dieses Spiel tat einfach gut, weil man gesehen hat, dass der Spirit wieder zurück ist", erklärte er und fügte mahnend an: "Wir sollten diese Leistung aber einzuschätzen wissen. Es war nur ein Sieg. Wir brauchen davon aber noch mehr und sehr viele Punkte. Das wird ein richtig harter Weg und den werden wir bis zum Ende gehen."

Fährmann: Degradierung zur Nummer zwei hat "sehr weh getan"

Im Falle eines Abstiegs könne sich Fährmann voraussichtlich einen Verbleib vorstellen. "Fußball kann manchmal verrückt sein. Aber jeder weiß, wie sehr ich Schalke verbunden bin. Ich freue mich über jedes Spiel, dass ich für diesen Klub bestreiten darf", sagte er.

In der jüngeren Vergangenheit durfte Fährmann nicht immer das Schalker Tor hüten und musste sich teilweise mit dem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben, nachdem ihn Ex-Trainer Manuel Baum zur Nummer zwei degradiert und Frederik Rönnow einen Stammplatz gegeben hatte.

"Als Profi werden oft Entscheidungen gegen einen getroffen. Dann ist die entscheidende Frage, wie man damit umgeht. Ist man sauer, ist man erbost, flucht man rum oder akzeptiert es einfach. Obwohl mir diese Entscheidungen sehr weh getan haben, habe ich mich für die zweite Option entschieden", erklärte Fährmann, der 2019 aufgrund von fehlender Perspektive an Norwich City und anschließend nach Norwegen ausgeliehen worden war, ehe er im vergangenen Sommer zurückkehrte.

Trotzt der turbulenten letzten Jahre ist Fährmann weiterhin von sich überzeugt, ein "guter Bundesliga-Torwart" zu sein. "Ich habe gar nicht erst versucht, das große Ganze zu sehen, sondern mich nur auf mich fokussiert. Als Profi bin ich vor allem für mich selbst verantwortlich. Was zählt ist das, was ich auf dem Platz zeige. Die besseren Zeiten kommen immer irgendwann zurück und ich wusste, dass ich mit etwas Glück allen Kritikern zeigen würde, was wirklich in mir steckt." Nun sei er "einfach nur froh, jedes Wochenende im Tor zu stehen".

Ralf Fährmann im Steckbrief

Geburtsdatum27.09.88
Alter32
GeburtsortChemnitz, Deutschland
PositionTorwart
Größe1,97 m
FußRechts
Gewicht98 kg
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