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Fussball

Erkenntnisse des 14. Bundesliga-Spieltags: Schalkes Medizinball-Guru fällt Schneider auf die Füße - Hier ist Union Vorbild

Von Stefan Rommel
Jochen Schneider steht auf Schalke seit Monaten in der Kritik

Was besonders die kleinen Klubs von Union Berlin lernen können, warum Schalke schon wieder ein neues Problem hat und die Gründe für Werders fatale Heimschwäche: Das und noch mehr in den Talking Points des 14. Spieltags.

Schalke 04: Auch Leuthard fällt Schneider auf die Füße

Schalke, mal wieder. Der Dauergast dieses Formats. Aber es gibt halt auch so viel zu klären. Zum Beispiel die Frage, an welchen Stellen nun denn noch nachgebessert werden soll? Am Kader, sagt Trainer Christian Gross, sprich: Neue Spieler sollen her, die kratergroßen Lücken im Kader gestopft werden. Aber wie soll das gehen ohne Geld? Am Trainerteam hat Schalke in den letzten Tagen ja schon wieder justiert und den so genannten Staff nochmals vergrößert. Cheftrainer Gross wird nun auch assistiert von Rainer Widmayer, einem dritten Co-Trainer also. Damit umfasst Schalkes Trainerteam insgesamt neun Personen! Unter ihnen übrigens auch der "Leiter Performance Lizenzspieler" Werner Leuthard - was zu einem dritten Ansatzpunkt führt: Der Fitness der Spieler.

Neu-Trainer Gross monierte nach dem 0:3 bei Hertha BSC (die Highlights im Video) mehr oder weniger offen einige körperliche Defizite seiner Spieler, was sofort auf Leuthard zurückfällt. Der wurde erst im Sommer von Sportvorstand Jochen Schneider zurückgeholt zu Schalke, um genau das zu verhindern.

Leuthard ist Oberleutnant der Reserve, früher gehörte er stets den jeweiligen Schleifer-Trupps von Mister Medizinball Felix Magath an. Bei seiner Installierung folgte Schneider also wieder seinem gewohnten Muster: Leute holen, die er noch aus Stuttgart oder Leipzig kennt oder die schon mal bei Schalke waren. Oder beides. Offenbar bleibt der Effekt von Leuthards Arbeit aber überschaubar. Sollte Gross' Einschätzung stimmen, dann muss man Leuthard wohl auch in die Liste jener Verpflichtungen aufnehmen, die Schalke nicht wirklich weiter gebracht haben. Oder eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Letztlich fällt auch das auf Schneider zurück.

Der VAR bleibt enervierend

Mal etwas Beamtendeutsch, ein Statement von Dr. Jochen Drees, dem DFB-Projektleiter für den Bereich Video-Assistent: "...demzufolge ist es in dieser speziellen Situation für den Video-Assistenten nicht möglich gewesen, einen zweifelsfreien, bildlichen Beleg zu finden, dass die Entscheidung des Schiedsrichters falsch war und dementsprechend ist das Nicht-Eingreifen des Video-Assistenten als korrekt zu bewerten. Technische Hilfsmittel, wie Lupenvergrößerung, animierte Bilder, etc. werden im Überprüfungsprozess des Video-Assistenten grundsätzlich nicht eingesetzt, da ganz bewusst auf eine detektivische Suche verzichtet werden soll und der Video-Assistent nur bei klaren, offensichtlichen Fehlentscheidungen eingreift, die auf der Grundlage aller Kamerabilder, die auch jedem Zuschauer zur Verfügung stehen, basieren."

Alles klar, oder!?

Es geht um die Handspielszene bei Freiburgs Spiel (die Szene im Video) in Hoffenheim, die ARD-Sportschau hatte Bilder gefunden, die kein Handspiel von Hoffenheims Bogarde suggerieren. Aber eben nicht belegen können. Und weil Schiedsrichter Hartmann im Spiel auf Strafstoß entschied, schritt der VAR nicht ein. In Dortmund war das ganz anders. Da sichtete Bibiana Steinhaus im Kölner Keller rund fünf Minuten lang, erkannte dann aber trotz einiger triftiger Gründe nicht auf ein Handspiel von Dortmunds Witsel (die Szene im Video). Die Gründe dagegen waren wohl die besseren. Es bleibt eine Abwägungssache, welches Argument ist stärker als das andere? Und es bleibt enervierend.

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