Fussball

BVB und RB Leipzig jagen RB-Salzburg-Juwel: Im Bälle-Bad mit Erling Haaland

SID
Bei RB Leipzig und dem BVB hoch im Kurs: RB Salzburgs Shootingstar Erling Haaland.

Erling Braut Haaland ist der begehrteste Spieler im Wintertransferfenster. Während Borussia Dortmund und RB Leipzig am Dienstagabend in der Bundesliga aufeinandertreffen (ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER), rangeln beide Klubs auch abseits des Platzes um die Verpflichtung des Sturmtalent - und sie sind dabei nicht allein.
 
 

Erling Braut Haaland geht jeden Abend mit seinen "Freundinnen" ins Bett. "Es sind fünf. Ich schaue sie jeden Tag an und schlafe sehr gut mit ihnen", berichtet der international begehrte Norweger von Red Bull Salzburg. Einmal hat der junge Stürmer zuletzt sogar darauf verzichtet, noch eine weitere Geliebte heimzubringen: Die anderen hätten sonst eifersüchtig werden können, sagte er.

Erling Haaland lebt nicht promiskuitiv: Er liebt Bälle. Nach jedem Dreierpack seiner jungen Karriere nimmt der 19-Jährige den Spielball mit und nennt ihn liebkosend "kjaereste" - also Freundin, Schatz, Geliebte. In seinem Bett wird es langsam eng.

Nicht von ungefähr rangeln Borussia Dortmund und RB Leipzig rund um ihr Bundesliga-Spitzenspiel um eine Verpflichtung des womöglich größten Sturmtalents auf dem Kontinent. In der Rangelei soll Leipzig zumindest die "besten Karten" haben, geht es nach den Salzburger Nachrichten.

Am vergangenen Mittwoch erst flog Haaland mit seiner Entourage in einer Chartermaschine für drei Stunden nach Leipzig, dann ging es weiter zum Zwischenstopp beim BVB. Dessen Trainer hat schon längst keine Lust mehr, die immergleiche Frage nach einem Wintertransfer zu beantworten.

Haaland-Transfer? RB Leipzig muss sich "nicht verstecken"

In Leipzig sind sie da weit offener. Das mag daran liegen, dass der deutsche Retortenklub generell exzellente Karten bei Spielern des Schwestervereins aus Österreich hat. 16 Spieler hat RB seit der Vereinsgründung 2009 für insgesamt rund 90 Millionen Euro quasi konzernintern von Red Bull verpflichtet: Salzburg ist der Talentepool, und Leipzig angelt sich fast jeden Fisch, der dick genug wird. Erling Haaland soll der 17. sein.

"Ich habe mich bemüht, ihm in gutem Englisch zu sagen, was meine Idee vom Fußball ist. Ich glaube, dass es ganz gut gelaufen ist", berichtete Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. Allerdings gebe es "nichts zu verkünden". Vorstandschef Oliver Mintzlaff betonte, RB müsse sich "nicht verstecken: auch nicht hinter Borussia Dortmund. Wir sind ein Verein, der jungen talentierten Spielern mehr als Chancen gibt".

Die Frage ist, ob dies ausreicht, um einen Premier-League-Giganten mit norwegischem Trainer auszustechen: Manchester United mit Ole Gunnar Solskjaer. Dieser war einst Haalands Coach bei Molde FK und verhalf dem damals 16-Jährigen zum Profi-Debüt. Am Freitag reiste Solskjaer nach Salzburg, um den gereiften jungen Mann vom Wechsel nach Manchester zu überzeugen. "Er weiß genau, was er will, und er weiß genau, was er tun wird. Also brauche ich ihm keine Ratschläge zu geben", sagte er der norwegischen Zeitung VG.

Erling Haaland: Statsitiken in der Saison 2019/20

WettbewerbSpieleToreTorvorlagenMinuten/Tor
Bundesliga1415661
Champions League68147
ÖFB-Cup24-28

Historie von Haalands Vater in England wohl kein Hindernis

Eine größere Rolle spielt Haalands Vater Alf-Inge. "Eines Tages will Erling in der Premier League spielen", betonte dieser zuletzt: "Wir sind unserer Karriereplanung derzeit voraus, aber das ist schon eine harte Liga."

Kaum jemand wüsste das besser als Alf-Inge Haaland. Der spielte, Pikanterie eins, für den Stadtrivalen Manchester City. Pikanterie zwei: United-Legende Roy Keane beendete Haalands Karriere 2001 am Ende einer jahrelangen Fehde mit einem der brutalsten Fouls der englischen Fußballgeschichte. Dies sei allerdings 18 Jahre später kein Problem mehr, versicherte Haaland senior.

Alles soll selbstverständlich im besten Interesse seines Sohnes entschieden werden: "Es ist wichtig, seine Ansichten als Fan von seinem Job zu trennen." Schließlich hat auch der Vater des BVB-Idols Stephane Chapuisat 1985 Lucien Favre die Kreuzbänder durchgetreten. Und der ist heute BVB-Trainer.

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