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Fussball

"Nationalmannschaft ist das Ziel"

Von Adrian Franke
Nico Schulz durfte sich bisher in der U21 beweisen
© getty

Nach 15 Jahren verlässt Nico Schulz Hertha BSC kurz vor Ende der Transferfrist, der 22-Jährige wechselt zu Borussia Mönchengladbach. Über die Fohlen will er sich jetzt für die Nationalmannschaft empfehlen - gleichzeitig geht er auch mit einem weinenden Auge.

"Hier passt im Moment einfach alles", stellte Schulz in der Bild mit Blick auf die Borussia klar. "Der Verein hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen. Die Borussia ist Hertha einen Schritt voraus. Dass sie in der Champions League spielen, spricht für sich. Dort aufzulaufen, ist seit meiner Kindheit ein Traum von mir. Das hat natürlich auch für Gladbach gesprochen. Ich möchte einfach den nächsten Schritt machen."

Dafür muss sich der auf der linken Außenbahn variabel einsetzbare 22-Jährige aber zunächst im gut besetzten Fohlen-Kader durchbeißen. Angst vor der Bank hat er dennoch nicht. "Ich weiß, was ich kann und glaube an mich. Wir spielen in drei Wettbewerben, da werde ich auf meine Einsätze kommen. Und wenn ich meine Chance erhalte, muss ich sie nutzen", so Schulz

Dann könne auch der Sprung in die Nationalmannschaft gelingen: "Das ist auch ein Ziel von mir. Ich denke, dass die Chancen, an die Tür der A-Elf anzuklopfen, hier größer sind. Aber jetzt konzentriere ich mich voll auf die Borussia. Ich will hier Gas geben, der Mannschaft helfen und dann kommt alles andere irgendwann von selbst."

"Immer mit offenen Karten gespielt"

Die Entscheidung, Berlin zu verlassen, hat sich Schulz zuvor nicht leicht gemacht: "Nach Saisonende ist in mir der Entschluss gereift, mich verändern zu wollen. Nach 15 Jahren in einem Klub ist das völlig normal. Um mich auch als Mensch weiterzuentwickeln, war dieser Schritt nötig. Das habe ich den Verantwortlichen dann mitgeteilt. Ich habe immer alles für Hertha gegeben, habe immer mit offenen Karten gespielt und kann mir nichts vorwerfen."

Berlin kassierte so, ein Jahr vor Schulz' Vertragsende, immerhin noch eine Ablöse über vier Millionen Euro - verlor aber auch eines seiner klubeigenen Talente. Den vorzeitigen Verkauf könne er verstehen, so der zwölffache U21-Nationalspieler weiter, "auch wenn ich gerne noch das Jahr geblieben wäre. Ich denke aber, dass es so jetzt für alle Seiten die beste Lösung ist."

Gleichzeitig gab Schulz zu, dass er "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" ging: "Ich bin Herthaner und Berliner. Ohne den Klub wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin. Mein Profi-Debüt im Pokal in Pfullendorf 2010 werde ich nie vergessen. Und ich werde ein Stück vom Verein auch immer in meinem Herzen tragen. Ich habe mir die Entscheidung aber gut überlegt und freue mich auf das, was jetzt kommt."

Nico Schulz im Steckbrief

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