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Fussball

Kleine Brötchen, große Möglichkeiten

Von Marco Nehmer
Von Yuya Osako wird beim Effzeh einiges erwartet
© getty

Der 1. FC Köln will sich endlich wieder dauerhaft in der Bundesliga festsetzen. Dafür wurde die Kaderplanung frühzeitig abgeschlossen, mit Kevin Vogt, Tomas Kalas und Yuya Osako potenzielle Stammspieler verpflichtet. Der Japaner erweitert die taktische Bandbreite der Geißböcke, bei denen der vermeintliche Star kämpfen muss. Der 1. FC Köln in der Kaderanalyse.

Tor: Das Juwel und der Loyale

Zugänge: -

Abgänge: -

Die Situation: Zwischen den Pfosten ist beim FC alles klar: Timo Horn geht als unumstrittene Nummer eins in die Spielzeit - zugleich wird es seine erste in der der Bundesliga, doch der erfolgreiche Sprung in die Eliteklasse wird dem 21-Jährigen von allen Seiten zugetraut. Der talentierte Schlussmann kassierte in 32 Spielen in der vergangenen Saison lediglich 18 Gegentore - Rekord für die 2. Liga.

Zum Problem könnte für die Kölner Kaderplaner die Vertragssituation beim - durchaus begehrten - Juniorennationalspieler werden. Horn ist zwar noch bis 2016 gebunden, doch Gespräche über eine Verlängerung blockt Horn derzeit ab. Der hochtalentierte 1,92-Meter-Mann will hoch hinaus. Ob ihm der FC dauerhaft die gewünschte Perspektive bieten kann?

"Wichtig wird sein, wie wir uns in der Bundesliga entwickeln, schließlich ist auch für meine persönliche Entwicklung wichtig, auf Topniveau zu spielen", stellt Horn via "Bild" klar. Einen positiven Saisonverlauf - und damit auch eine wahrscheinlicher werdende Verlängerung - kann Horn mit guten Leistungen selbst beeinflussen. Das Zeug zum sicheren Rückhalt in der Bundesliga hat er in jedem Fall.

Als Backup geht Thomas Kessler in die Saison. Der 28-Jährige kommt für den FC sowie St. Pauli auf 31 Bundesligaspiele und ist als erfahrener Rückhalt im zweiten Glied ein wichtiger Faktor für die Mannschaft. Zeichen seiner Loyalität: Kessler schlug ein Angebot von RB Leipzig aus, will dem FC treu bleiben. "Ich bin froh, dass er bleibt", so Trainer Peter Stöger, dem als dritter Torwart der junge Daniel Mesenhöler zur Verfügung steht.

Abwehr: Die Big Four und eine Dampflok

Zugänge: Tomas Kalas (FC Chelsea, Leihe), Dusan Svento (Red Bull Salzburg), Mergim Mavraj (SpVgg Greuther Fürth), Pawel Olkowski (Gornik Zabrze)

Abgänge: Kevin McKenna (Karriereende)

Die Situation: Die Viererkette aus Jonas Hector, Kevin Wimmer, Dominic Maroh und Miso Brecko funktionierte in der Vorsaison hervorragend, ließ insgesamt nur 20 Gegentore zu. Doch das ist kein Grund für die Verantwortlichen um Jörg Schmadtke und Jörg Jakobs, der Defensive einen neuen Anstrich zu verpassen. Frisches Blut fließt in den hinteren Mannschaftsteil.

Aus London kam Tomas Kalas, hoffnungsvolles Chelsea-Talent aus Tschechien. Der 21-Jährige soll im Rheinland Spielpraxis sammeln und weiter reifen - und die Chancen stehen gut, dass Kalas zum Stammspieler avanciert. "Er ist ein wirklich guter Fußballspieler, erkennt Situationen frühzeitig und ist ruhig am Ball", lobt Stöger nach den Test-Eindrücken.

Da mit Mergim Mavraj aus Fürth noch ein zweiter potenzieller Startelf-Kandidat verpflichtet wurde, ist der Konkurrenzkampf im Defensivzentrum voll entbrannt. "Die Qualität ist sehr hoch. Es ist ein offener Schlagabtausch. Jeder hat die Möglichkeit, sich zu beweisen. Es gibt für jeden eine faire Chance, um zu spielen", so Mavraj.

Auf den Außen ist die Situation übersichtlicher, auch wenn für links und rechts je ein Backup verpflichtet wurde. Kapitän Brecko gilt auf rechts als gesetzt, ist einer der dienstältesten Kölner und bei Trainer Stöger angesehen. Doch Neuzugang Pawel Olkowski macht Druck, schlägt gute Flanken und könnte dem Platzhirsch zumindest mittelfristig gefährlich werden.

Auf der linken Seite gestaltete sich die Situation ähnlich - bis sich Neuverpflichtung Dusan Svento den Mittelfuß brach. Der Slowake soll Dauerläufer Jonas Hector entlasten, doch nun muss es der 24-Jährige alleine richten. "Bei ihm gab es in der letzten Saison kein Auf und Ab. Er war auf hohem Niveau stabil. Damit führt er auch die Mannschaft", lobt Schmadtke im "Kölner Stadtanzeiger".

Seite 1: Torhüter und Abwehr

Seite 2: Mittelfeld und Sturm

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