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Fussball

Quo vadis, Gustl?

Von SPOX
In welchem Trikot läuft Luiz Gustavo im nächsten Jahr auf?
© getty

Der Mittelfeldabräumer scheint bei Bayern München unter Pep Guardiola nicht mehr gebraucht zu werden. Ein Wechsel liegt nahe, auch um den Stammplatz in der Selecao ein Jahr vor der WM im eigenen Land nicht zu gefährden. Jetzt brodelt die Gerüchteküche. Arsenal, Chelsea, Wolfsburg - wohin zieht es den Brasilianer? SPOX zeigt die jüngsten Entwicklungen im Fall Luiz Gustavo.

Die Situation um Luiz Gustavo: Als Dante und Luiz Gustavo Ende Mai nach Brasilien zum Confed Cup reisten, schien die Rollenverteilung klar. Dante war Stamm-Innenverteidiger und Abwehrchef beim Champions-League-Sieger, Gustavo hinter der Doppelsechs mit Javi Martinez und Bastian Schweinsteiger nur zweite Wahl beim Rekordmeister.

Doch beim Turnier kam es anders, als die Meisten dachten. Während sich Dante die meiste Zeit auf der Bank wiederfand, schenkte Felipe Scolari Gustavo das Vertrauen im defensiven Mittelfeld - und das zahlte sich aus. Der Brasilianer überzeugte, wurde vom Coach gegen Japan sogar zum Spieler des Spiels ausgerufen und erkämpfte sich einen Stammplatz.

Beim FC Bayern sieht die Welt für den Brasilianer aber nicht so rosig aus. In Guardiolas favorisiertem System gibt es im defensiven Mittelfeld nur noch einen Platz, für den nicht nur Vizekapitän Schweinsteiger und Martinez sondern auch der stark aufspielenden Neuzugang Jan Kirchhoff in Frage kämen. Auch Guardiolas Wunschsspieler Thiago bekleidete diese Position bereits.

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Bei so viel Konkurrenz scheinen die Chancen auf Spielminuten gering, Einsätze als Back-Up in der Innenverteidigung oder als Außenverteidiger würden Gustavo in seinem Vorhaben, Spielpraxis zu bekommen um den Stammplatz in der Selecao zu sichern, nicht weiterhelfen.

Die Situation beim FC Bayern: Der Brasilianer soll bereits den Entschluss gefasst haben, den Rekordmeister zu verlassen. "Luiz hört sich aktuell alles an und denkt darüber nach", bestätigte sein Berater Roger Wittmann gegenüber "Sport Bild Plus".

Auch die Vereinsführung wäre einem Wechsel gegenüber wohl nicht abgeneigt. Demnach sollen die Bayern-Bosse bereits am Donnerstagabend über einen Verkauf des Brasilianers beraten haben.

Die Bayern würden Gustavo wohl keine Steine in den Weg zu legen, allerdings nur unter einer Bedingung: Gustavo soll dem Klub mindestens 17 Millionen Euro bringen. Das ist die Summe, die der FCB im Winter 2011 an 1899 Hoffenheim überwiesen hat.

Doch wohin zieht es den Mittelfeldspieler?

Das Interesse des VfL Wolfsburg: Lange bekannt und bereits offiziell bestätigt ist das Interesse des VfL Wolfsburg. "Wenn er mit seiner Rolle bei Bayern nicht zufrieden wäre, und wenn ein Vereinswechsel für ihn mit Blickrichtung auf die WM 2014 sinnvoll wäre, dann würden wir uns damit beschäftigen", so Wölfe-Coach Dieter Hecking gegenüber "Sky Sport News".

Am vergangenen Dienstag kündigte Bayerns Karl-Heinz Rummenigge im "Kicker" sogar Gespräche mit dem VfL, die bereits ein offizielles Angebot eingereicht haben, an. "Wenn sich Wolfsburg mit ihm einigt, werden wir weitere Gespräche führen."

Für die Niedersachsen spräche ein garantierter Stammplatz sowie seine brasilianischen Mannschaftskollegen Naldo und Diego. Medienberichten zufolge würde das Gehalt des Brasilianers mit sieben Millionen Euro jährlich sogar über dem beim Rekordmeister liegen. Der jüngste Trend geht laut "Kicker" in die Autostadt.

Doch die Verhandlungen mit den Wolfsburgern gerieten zuletzt etwas ins Stocken. Gustavo soll Bedenken haben, auch weil er sich beim VfL nicht international präsentieren kann.

Das Interesse des FC Arsenal: Und hier kommt der FC Arsenal ins Spiel. Auf der Insel wird ebenfalls heftig spekuliert, neben dem FC Chelsea sollen vor allem die Gunners scharf auf Gustavo sein - und wegen der Teilnahme an der Champions-League-Quali gute Karten haben.

Auch Rummenigge scheint einen Wechsel ins Ausland und nicht zu einem Liga-Konkurrenten zu befürworten: "Die Frage ist, ob Luiz zu einem Klub möchte, der im nächsten Jahr leider nicht mal international spielt, oder ob er etwas Größeres vorhat", so der 57-Jährige gegenüber "Sport1".

Laut einem Bericht des "Guardian", will Arsenal-Trainer Arsene Wenger den Deal sogar noch in dieser Woche fix machen. Zuvor hatten bereits mehrere englische Medien das Interesse des Premier-League-Klubs am Brasilianer verkündet. Der "Sun" zufolge wäre Arsenal bereit, umgerechnet rund 21 Millionen Euro hinzublättern. Wenger gibt sich offiziell noch verhalten: "Es gibt nichts Konkretes - im Moment."

Luiz Gustavo im Steckbrief

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