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Fussball

Nix Schaulaufen - klare Kommandos von Pep!

Von sid / SPOX
Pep Guardiola war bei seinem ersten Training sofort bei hundert Prozent
© getty

Der FC Bayern hat seine erste Einheit als Trainer des FC Bayern absolviert. Vor rund. 10.000 Zuschauern gab es eine leichte Einheit, aber auch die ersten klaren Ansagen des Spaniers.

Als Pep Guardiola um 17.02 Uhr ohne große Gesten den Rasen zu seinem ersten Training mit dem FC Bayern betrat, gab es freundlichen Applaus. Guardiola sprach keine 30 Sekunden zu seiner Mannschaft, um sie dann sofort zu den Übungen aufs Feld schickte.

Der erste Auftritt Guardiolas vor rund 10.000 Münchenern war weitestgehend unspektakulär, was die Zuschauer aber nicht davon abhielt, bei jedem Übungsende zu applaudieren.

Ribery muss sich was anhören

Nettigkeiten verteilte Guardiola auch - aber nur anfangs. Er beobachtete, die Hände tief in die Taschen seiner kurzen Sporthose vergraben, das Aufwärmprogramm. Später dann, bei ersten komplexen Lauf- und Passübungen mit Ball, spielte er eine Art "Quarterback" und setzte erstmals seinen Stempel auf.

Gestenreich und voller Leidenschaft korrigierte er seine Mannschaft, scheute keine lauten Worte. Zwischendurch blickte er auf einen Zettel, führte kurze Einzelgespräche wie mit Jerome Boateng, aber auch später Franck Ribery, der sich länger die Worte seines neuen Trainers anhörten musste. Immer wieder ordnete Pep Übungen an, die Ballkontrolle bei hohem Tempo auf engstem Raum erfordern - bis es die Spieler verstanden.

"Du fühlst sofort, was er machen will"

Um 18.29 Uhr war Schluss, und wieder gab es: Applaus, Applaus - auch von den Spielern für das Publikum. Guardiola lachte, schrieb noch ein paar Autogramme. "Wir haben viel mit dem Ball gearbeitet, es hat Spaß gemacht", sagte Thomas Müller. Guardiola habe zu "80 Prozent Deutsch geredet", berichtete er, ab und an sei er dann ins Englische gewechselt. Auch Franck Ribéry war angetan von den neuen Übungen mit Ball. "Du fühlst sofort, was er machen will", sagte der Franzose.

Es wird noch ein wenig dauern, ehe Guardiola seinen kompletten Kader zur Verfügung hat. An der ersten Einheit in der Allianz Arena nahmen zunächst 16 Profis teil, dazu kamen sieben Spieler aus der zweiten Mannschaft. Mit dabei waren Neuzugang Jan Kirchhoff, der seit April verletzte Toni Kroos sowie der abwanderungswillige Mario Gomez.

Am Mittwochmorgen hatte die Mannschaft bereits einen Medizincheck absolviert, danach gab es ein "Vorstellungsgespräch" von Guardiola vor den Spielern um Kapitän Philipp Lahm. "Es ist mir eine Ehre, euch trainieren zu dürfen", sagte Guardiola zu seiner Mannschaft.

Schweinsteiger führt Gespräche

Neuzugang Mario Götze (Muskelbündelriss), der vertraglich ohnehin noch bis zum 30. Juni an Borussia Dortmund gebunden ist, fehlte am Mittwoch beim Training ebenso verletzt wie Holger Badstuber (Kreuzbandriss) und Bastian Schweinsteiger, der nach seiner Fuß-Operation vor gut drei Wochen zunächst nur dosiert trainieren wird. Schweinsteiger verbrachte die meiste Zeit mit einem Gespräch mit Guardiolas persönlichem Berater Manuel Estiarte auf der Trainerbank.

Während Schweinsteiger bald wieder dabei sein wird, soll Götze spätestens zum Bundesliga-Auftakt am 9. August gegen Borussia Mönchengladbach fit sein. Die drei Confed-Cup-Teilnehmer Dante, Luiz Gustavo und Javi Martínez werden erst Mitte Juli erwartet. Ribéry war dagegen schon dabei - er erhielt zwischendurch Szenenapplaus.

Arjen Robben, Schütze des Siegtores im Champions-League-Finale, steigt zum Trainingslager am Gardasee (ab 4. Juli) ein, ebenso die Nationalspieler David Alaba, Daniel van Buyten und Xherdan Shaqiri. Bereits mit von der Partie waren die Talente Emre Can, Pierre-Emile Hojbjerg, Patrick Weihrauch, der zuletzt an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Mitchell Weiser und der dritte Torwart Lukas Raeder. Dazu kamen weitere sieben Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft, auf die Guardiola ja ein besonderes Augenmerk legen will.

Gut vorbereitet

Bereits eineinhalb Stunden vor dem Beginn war weitgehend alles vorbereitet. Auf dem Rasen war mit bunten Hütchen eine Reihe von kleinen Vierecken markiert, im frisch gemähten Grün, das wie von Guardiola gewünscht genau eine Stunde vor dem Beginn der Einheit gewässert worden war, steckten außerdem ein paar Stangen, kleine Hindernisse waren aufgebaut. Los ging es mit Aufwärmübungen, gefolgt von "Sechs gegen Zwei". Danach: Pass- und Laufübungen, Spielchen auf engstem Raum. Alles in hohem Tempo, bitteschön.

Am Donnerstag findet auch die zweite Einheit in der Arena statt, am Samstag folgt im sogenannten "Traumspiel" gegen einen Fanclub ein erstes Aufwärmen in Spielform. Die offizielle Mannschaftsvorstellung in der Arena ist für den 23. Juli geplant. Dann mit allen Stars.

Seite 2: Das erste Training von Guardiola zum Nachlesen

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