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Formel 1

Der Fahrplan bis zum Saisonstart

Von SPOX
Sebastian Vettel holte sich in den letzten drei Jahren immer den Titel
© Getty

In den nächsten Wochen fällt krachend der Startschuss zur neuen Formel-1-Saison. Nach und nach werden die Autos von McLaren, Ferrari, Red Bull und Co. präsentiert und die Testfahrten beginnen. Ein Überblick über neue Regeln, neue Fahrer und den Fahrplan der Teams bis zum ersten Rennen.

Neues Jahr, neues Glück! Die Konkurrenz hofft endlich die Red-Bull-Dominanz zu brechen. Für reichlich Spannung sollte gesorgt sein. Alleine das Saisonfinale in Brasilien war beste Werbung für die Saison 2013. Bis zur letzten Runde blieb die WM dramatisch, ehe sich Sebastian Vettel die dritte Krone en suite abholte.

Ab dem 5. Februar heulen die Motoren wieder. Dann beginnt für die Teams das Feintuning, um die entscheidenden Sekunden für den Auftakt in Melbourne (17. März) herauszuquetschen. SPOX fasst die wichtigsten Fragen im Vorfeld zusammen.

Regeländerungen 2013

2014 soll die Formel 1 revolutioniert werden. Von V8-Motoren wechselt man zu Triebwerken mit sechs Zylindern. Mehr Umweltschonung, weniger Spritverbrauch. So sieht die "grüne" Zukunft aus. Bevor die einschneidenden Umwälzungen das Kräfteverhältnis neuordnen, setzt die FIA jedoch erst mal auf Konstanz.

Reifen: Auch 2013 bleiben die Pneus ein wesentlicher Faktor im Titelkampf. Lieferant Pirelli wird in Zukunft auf weichere Mischungen vertrauen. Dadurch sollen die Piloten schneller das optimale Arbeitsfenster erreichen.

"Wir wollen mehr Boxenstopps", begründet Reifenchef Paul Hembery. Die neue Konstruktion stärkt die Seitenwände und wird etwa ein Kilogramm schwerer sein. Indes hob man das Mindestgewicht des Fahrzeugs von 640 auf 642 Kilogramm an.

DRS: Jedes Jahr entdecken die Designer neue Schlupflöcher. Und immer wieder reagiert die FIA mit Einschränkungen. Diesmal beim Doppel-DRS. Im Reglement wird festgehalten, dass der bewegliche Heckflügel "nicht herangezogen werden darf, um die Geometrie eines Schachts zu verändern."

Somit darf die Luft nicht durch das Auto zum Frontflügel geleitet werden, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Auch der DRS-Einsatz wird beschränkt. Ab sofort darf man den Flügel sowohl in Training als auch im Qualifying nur in zwei Zonen flach stellen. Bislang trat dies erst am Sonntag in Kraft.

Frontpartie: Die Nase wurde im Vorjahr zum ästhetischen Makel. Aufgrund technischer Vorgaben bauten die meisten Ingenieure eine Stufe auf Höhe der Vorderachse. Nun gewährt man ihnen die Möglichkeit, diesen Höcker zu verstecken.

Eine neuartige Blende, welche "nicht Teil der Gesamtstruktur ist", könnte die formvollendete Nase zurückbringen. Allerdings liegt dies im Ermessen der Teams. Im Gegenteil zum Frontflügel. Der muss strikten Vorschriften entsprechen. Flexibilität ist untersagt, die Kontrollen werden verschärft.

Spritmenge: Lewis Hamilton tat es in Barcelona, Sebastian Vettel in Abu Dhabi. Beide blieben nach der Zeitenjagd auf der Strecke liegen. Nicht ob eines Defekts. Sie hatten schlichtweg zu wenig Sprit im Tank und wurden daraufhin strafversetzt.

Gemäß der neuen Vorgabe muss künftig ein Liter plus die Menge, welche es bedarf, um zurück an die Box zu kommen, vorrätig sein. Der "Höhere Gewalt"-Passus wurde beseitigt, die leidigen Diskussionen damit beendet.

Sicherheit: Der Atem stockte nach dem Massencrash in Spa 2012. Romain Grosjean flog mit seinem Lotus über den Ferrari hinweg und köpfte Fernando Alonso beinahe. Die Formel 1 schrammte wenige Zentimeter an einer Tragödie vorbei. Plötzlich wurde der Ruf nach geschlossenen Cockpits laut. Dazu konnte man sich nicht durchringen. Vielmehr müssen Überrollbügel und Monocoque höheren Belastungen standhalten.

Sperrstunde: In einem Business, das niemals schläft, gibt es auch derartiges: Am Donnerstag vor dem Grand-Prix-Wochenende ruht die Arbeit nicht mehr sechs, sondern acht Stunden. Den Mechanikern sind zwei statt bislang vier Ausnahmen im Saisonverlauf gestattet.

Teams und Fahrer 2013

Teams: 2013 gehen nur noch elf Teams ins Rennen. Der spanische Rennstall HRT fehlte im Dezember auf der offiziellen FIA-Nennliste. Der Grund sind finanzielle Probleme. Das Team aus Madrid hatte zum Verkauf gestanden, ein Investor fand sich offenbar nicht. HRT war 2012 auch im dritten F-1-Jahr ohne Punkte geblieben.

Abseits der Cockpits sorgten in der Rennpause nur wenige Personalien für Schlagzeilen. Einzige Ausnahme: Mercedes und der langjährige Motorsportchef Norbert Haug gingen im Dezember getrennte Wege. Nachfolger ist der Österreicher Toto Wolff.

Fahrer: Umso mehr Action gab es im Fahrerkarussell. Der Rücktritt von Rekordchampion Michael Schumacher und der Wechsel von Ex-Weltmeister Lewis Hamilton zu Mercedes löste ein Stühlerücken aus.

McLaren verpflichtete mit Sergio Perez einen weiteren Reifenflüsterer neben Jenson Button, Nico Hülkenberg ersetzt den Mexikaner bei Sauber. Das Schweizer Team begrüßte zudem mit Esteban Gutierrez einen Landsmann Perez' - das Aus für Kamui Kobayashi.

Verabschieden muss sich auch Timo Glock, jedoch aus finanziellen Gründen. Nachzügler Marussia kann sich den Deutschen schlichtweg nicht mehr leisten, ein zweiter Paydriver neben Neuling Max Chilton muss her. Gleiches gilt für Caterham, wo Charles Pic noch auf seinen Kollegen wartet.

Bei Force India sucht man weiterhin nach einem Hülkenberg-Ersatz. Paul di Resta ist gesetzt, als Anwärter auf den zweiten Platz wurde Adrian Sutil gehandelt. Von der Rückkehr zum früheren Arbeitgeber hörte man zuletzt wenig.

Ayrton Sennas Neffe Bruno hat keine Zukunft in der Königsklasse. Der finnische Testfahrer Valtteri Bottas rückte für ihn in die erste Reihe bei Williams auf. Lotus-Crashpilot Grosjean erhält an der Seite von Iceman Kimi Räikkönen eine neue Chance. Bei Ferrari und Red Bull bleibt alles beim Alten. Erstere holen Ex-HRT-Oldie Pedro de la Rosa als Entwicklungsfahrer.

Präsentationstermine der Teams

28. Januar: Lotus (E21) Enstone/Oxfordshire
31. Januar: McLaren (MP 4-28) in England
1. Februar: Ferrari (Name des Boliden noch unbekannt) in Maranello
1. Februar: Force India (VJM06) in Silverstone
2. Februar: Sauber (C32) in Hinwil
3. Februar: Red Bull (RB9) in Milton Keynes
4. Februar: Mercedes (F1 W04) in Jerez
4. Februar: Toro Rosso (STR8) in Jerez
5. Februar: Caterham (CT03) in Jerez
19. Februar: Williams (FW35) in Barcelona
Ohne Datum: Marussia

Testtermine im Winter

Jerez: 5. - 8. Februar 2013
Barcelona: 19. - 22. Februar 2013
Barcelona: 28. Februar - 3. März 2013

Rennkalender 2013: Hockenheim oder Nürburgring?

Bis zum Saisonstart in Melbourne wird es offenbar keine Entscheidung darüber geben, wo am 7. Juli 2013 der Deutschland-GP stattfinden wird. Hockenheim steht bereit, doch derzeit wird trotz der Insolvenz des Nürburgrings wieder über ein Rennen in der Eifel verhandelt.

Das Formel-1-Comeback in der Türkei ist dagegen ebenso geplatzt wie die Hoffnungen auf ein Rennen 2013 in Österreich. Als Ersatz für die verschobene Premiere eines zweiten USA-Gastspiels sei Istanbul nie im Gespräch gewesen. "Das Rennen, das New Jersey hätte ersetzen sollen, war Frankreich", erklärte Ecclestone Mitte Januar. Weder Magny-Cours noch Le Castellet schaffen es aber offenbar in den Rennkalender.

"Ich glaube, es wird dieses Jahr nur 19 Rennen geben", so Ecclestone weiter.

Datum

RennenOrt
17. März 2013
Australien
Melbourne
24. März 2013
Malaysia
Kuala Lumpur
14. April 2013
China
Schanghai
21. April 2013
BahrainManama
12. Mai 2013
SpanienBarcelona
26. Mai 2013
MonacoMonte Carlo
09. Juni 2013
KanadaMontreal
30. Juni 2013
Großbritannien
Silverstone
07. Juli 2013
Deutschland
Hockenheim/Nürburgring
28. Juli 2013
Ungarn
Budapest
25. August 2013
Belgien
Spa
08. September 2013
ItalienMonza
22. September 2013
Singapur
Singapur
06. Oktober 2013
Südkorea
Yeongam
13. Oktober 2013
JapanSuzuka
27. Oktober 2013
Indien
Neu Delhi
03. November 2013
Abu Dhabi
Abu Dhabi
17. November 2013USAAustin
24. November 2013BrasilienSao Paulo

Formel 1: Der Rennkalender 2013

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