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Formel 1

Love in Heppenheim

Von Alexander Mey
Das ist Valeria Mei, Bollywood-Schauspielerin und Star des in Heppenheim gedrehten Films
© spox

Die Premiere in Indien war mal wieder ein Triumphzug für Sebastian Vettel - aber sie war auch irgendwie anders. Mit der Kultur taten sich einige Piloten schwer. Nur Vettel hatte auch hier ein Heimspiel. Die Top 8.

Platz 8: Scheiße mit der Scheiße!

Sebastian Buemi hat Druck, jede Menge sogar. Er kämpft um seinen Verbleib bei Toro Rosso und kann im Endspurt der Saison alles gebrauchen, aber kein Pech. Doch genau das hatte er bei seinem Motorschaden in Indien im Überfluss.

Der Schweizer kämpfte sogar mit Tränen der Wut und Enttäuschung und brachte im "Blick"-Interview sein Dilemma mit ungewohnt deutlichen Worten auf den Punkt.

Er sagte: "Was soll ich denn tun? Ich gebe wirklich alles, aber wenn es das Schicksal einfach nicht will, bist du eben machtlos. Ich werde weiter pushen - auch wenn ich so viel Scheiße noch nie erlebt habe."

Danke für so viel Ehrlichkeit im sonst oft sterilen Formel-1-Umfeld!

Platz 7: Metallica-Fans völlig Gaga

Endlich schien die Formel-1-Musikoffensive "F1 Rocks" ihrem Namen einmal alle Ehre zu machen. Metallica. In Indien. "Master of Puppets" zum Anfassen! Da musste jeder indische Metalhead ja durchdrehen.

Ist er auch. Er hat nämlich nach der Verschiebung des Konzerts kurzerhand das technische Equipment zerlegt und somit für die komplette Absage des Gigs gesorgt. Dumm gelaufen, aber wenigstens zog Lady Gaga ihr Konzert am Sonntag planmäßig durch.

Ihre Fans waren etwas friedlicher drauf und auch total begeistert, als Frau Gaga ihre tollen neuen Designer-Kleider auf der Bühne angepriesen hat. Kaum auszudenken, was die Metallica-Fans gemacht hätten, wenn James Hetfield über Klamotten geredet hätte...

Platz 6: Brasilianischer Flügelsalat

Werden wir kurz mal sportlich. Nein, wir zerreißen uns jetzt nicht das Maul über die Dauerfehde zwischen Felipe Massa und Lewis Hamilton.

Wir haben uns vielmehr über die extreme Flexibilität des Frontflügels gewundert, der an der Nase von Massas Auto herumschlackerte. Ein neuer experimenteller Prototyp für 2012? Wohl kaum, sonst hätte ihn Ferrari nicht ungestraft im Rennen einsetzen können.

Ein Rätsel, das auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali nicht lösen konnte - oder wollte. "Es hat sich nur dieser spezielle Flügel so merkwürdig verhalten. Wir müssen im Werk untersuchen, woran das lag", sagte der Teamchef und beteuerte, dass der Flügel auf jeden Fall genauso produziert wurde wie der an Fernando Alonsos Auto.

Böse Zungen hatten spekuliert, Ferrari habe den flexiblen, aber legalen Frontflügel von Red Bull zu kopieren versucht. Die Bullen hatten nämlich einen Teil eines ihrer Frontflügel in Monza verloren. Wenn der mal nicht doch in Maranello gelandet ist...

Platz 5: Vettel wechselt zu Pirelli

Könnte er zumindest, denn sein Lauf in dieser Saison beinhaltet jetzt auch, dass er schneller einen Reifen auf die Felge ziehen kann als der Pirelli-Motorsportchef persönlich.

Paul Hembery forderte den Weltmeister in Indien zum Duell und ging prompt baden. Er brauchte für den Arbeitsgang, den seine Mechaniker hundertfach an einem Wochenende absolvieren, 5:44 Minuten. Vettel war eine halbe Minute schneller.

"Paul und ich lagen lange eng beieinander. Zum Schluss ist mein Reifen aber schneller auf die Felge geflutscht und ich konnte meinen Vorsprung kontrollieren", sagte Vettel. Na dann...

Plätze 4-1: Bollywood in Heppenheim

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