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Formel 1

Mosley: Keine Rache an Briatore

SID
g: Der frühere FIA-Präsident Max Mosley
© Getty

Max Mosley hat klar gestellt, dass der Formel-1-Ausschluss von Flavio Briatore kein Racheakt sei: "Die Unterstellung ist ein unhaltbares Argument", sagte der frühere FIA-Boss.

Der frühere FIA-Präsident Max Mosley hat Vorwürfe des ehemaligen Renault-Teamchefs Flavio Briatore zurückgewiesen, dessen lebenslänglicher Ausschluss aus der Formel 1 sei das Resultat eines persönlichen Rachefeldzuges des 69 Jahre alten Briten gewesen. "Die Unterstellung, dass all dies aus Gründen einer persönlichen Rache geschehen ist, ist ein verzweifeltes und unhaltbares Argument", teilte Mosley mit.

Nach den Ausführungen des ehemaligen FIA-Chefs hätte sich Briatore nach Aufdeckung des Unfall-Skandals von Singapur 2008 anders als Renault, die eine eigene Untersuchung angestrengt hätten, uneinsichtig gezeigt und juristische Maßnahmen eingeleitet.

Der Streit, auf den Briatore sich berufe, habe zwischen dem Automobil-Weltverband FIA und der Teamvereinigung FOTA bestanden. "Briatores Rolle war bestenfalls marginal. Von meiner Seite gab es keinen Groll gegen ihn. Wir haben oft gesprochen und hatten ein freundliches Essen in Monaco, kurz nachdem der Streit beigelegt war", sagte Mosley.

Der Skandal von Singapur sei sehr schwerwiegend gewesen, Briatore habe es in der Untersuchung aber zweimal abgelehnt, sich selbst zu den Vorwürfen äußern, weder vor dem World Motor Sport Council noch vor dem Berufungsgericht der FIA. "Er hatte jede Chance, seine Sicht der Dinge zu äußern", sagte Mosley.

Faire Behandlung für Briatore

"Briatore sollte der Letzte sein, der behauptet, von der FIA nicht fair behandelt worden zu sein", führte der einstige FIA-Boss weiter aus. Die FIA habe wiederholt bei Zweifeln für ihn entschieden. So geschehen, "als verbotene Software in einem von ihm kontrollierten Auto gefunden wurde, erneut als von seinem Team ein Teil der Tankanlage entfernt worden war, als sein Team ein bestimmtes Aufhängungsteil nicht angegeben hatte oder zuletzt als sie mit illegal erlangten Informationen eines anderen Teams erwischt worden waren", meinte Mosley.

Briatore habe immer erklärt, damit nichts zu tun gehabt zu haben. "In diesem Fall war das anders. Es gab überwältigende Beweise, dass er direkt darin verwickelt war, Nelson Piquet junior den Unfall zu befehlen", sagte Mosley.

Dabei sei Briatore auch als Piquets Manager die Person gewesen, an die sich ein junger Fahrer eigentlich wenden würde, wenn er vom Team eine gefährliche oder unethische Anweisung erhielte. Die eidesstattliche Erklärung von Piquet und ebenso die Ergebnisse der Renault-Untersuchung hätten "ohne Frage" Briatores Verantwortlichkeit gezeigt.

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