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Eishockey

Eishockey-WM: Große Sorgen um Stützle - DEB droht herber Verlust

SID
Tim Stützle droht bei der Eishockey WM auszufallen

Nach dem zweiten WM-Sieg muss das DEB-Team um NHL-Youngster Tim Stützle bangen. Ein Ausfall des Führungsspielers auf dem Weg Richtung Viertelfinale ist weiter nicht ausgeschlossen.

Am Tag nach dem nächsten großen Schritt in Richtung Viertelfinale spielte der DEB bei der extrem wichtigen Personalie Tim Stützle auf Zeit. Nach schier endloser Wartezeit hielt sich der DEB mit einer Diagnose bedeckt. Das mögliche, vorzeitige WM-Aus des Ausnahmestürmers bleibt also ein Thema.

Am Dienstagabend gab es lediglich eine "leichte Entwarnung, aber wir sind noch sehr vorsichtig", sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast bei Sport1: "Wir schauen von Tag zu Tag." Künast zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass Stützle bei der WM nochmal zum Einsatz kommen könnte. "Er ist bei unserer medizinischen Abteilung in sehr guten Händen, wir warten die nächsten Tage ab", hatte Künast zuvor erklärt.

Stützle, Torjäger von den Ottawa Senators, war beim 3:2-Arbeitssieg am Montag in der "Helsingin Jäähalli" gegen Außenseiter Frankreich nach einem Check gegen sein Knie im ersten Drittel vom Eis in die Kabine gehumpelt und nicht mehr zurückgekehrt.

Die Stimmung wurde durch den zweiten Sieg im dritten Spiel und der damit exzellenten Ausgangslage für die Viertelfinal-Qualifikation aber merklich aufgehellt. "Ich bin froh, dass wir für Timi gut gespielt und drei Punkte geholt haben", lobte Marcel Noebels, der den so wichtigen und entscheidenden Treffer im letzten Drittel für seinen Berliner Teamkollegen Leo Pföderl sehenswert aufgelegt hatte.

Eines steht bereits nach drei Partien in der finnischen Hauptstadt fest: Die bei Olympia mit Gold-Ambitionen angereiste und krachend vor dem Viertelfinale gescheiterte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) lebt wieder.

Wie schon beim 2:1-Sieg gegen den Olympia-Dritten Slowakei am Samstag und bei der 3:5-Niederlage gegen Titelverteidiger und Rekordweltmeister Kanada zum Auftakt am Freitag zeigte das Team von Bundestrainer Toni Söderholm gegen den Außenseiter in einem erwartet kniffligen Spiel starken Charakter, Willenskraft und die von Söderholm geforderte Geduld.

DEB-Team zeigt Charakter

Zur Belohnung, vor allem aber auch zur Regeneration nach dem dritten kraftraubenden Spiel innerhalb von vier Tagen, gönnte Söderholm seinen Schützlingen am Dienstag einen freien Tag. "Die Jungs haben etwas Gemeinsames geplant. Dann kommen wir übermorgen zum Training wieder zusammen", sagte der 44-Jährige.

Nach einem weiteren spielfreien Tag am Mittwoch trifft die DEB-Auswahl, die bei der Vorjahres-WM in Riga bis ins Halbfinale gestürmt war, am Donnerstag auf Dänemark (15.20 Uhr). Im schlimmsten Fall ohne Stützle, aber eventuell verstärkt mit Lukas Reichel und Leon Gawanke, die am Sonntag in der zweitklassigen nordamerikanischen Liga AHL aus den Play-offs ausgeschieden waren.

"Ich wäre wirklich sehr, sehr froh. Das würde uns noch mal mehr Tiefe verleihen, sagte Noebels über die möglichen Zugänge. "Sie haben heute oder morgen ihre Abschlussmeetings und dann sind wir im Austausch, wie schnell wir sie holen könnten", sagte Söderholm.

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