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Eishockey

Fall Reindl: DEB-Präsidium beauftragt Untersuchung und wehrt sich

SID
Franz Reindl ist seit 2014 Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes.
© imago images

Das Präsidium des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat eine Kölner Kanzlei für Wirtschaftsrecht beauftragt, die Vorwürfe gegen Präsident Franz Reindl unabhängig aufzuklären. Zugleich geht die Verbandsspitze "medienrechtlich" gegen die Berichterstattung des Magazins Der Spiegel vor und plant rechtliche Schritte gegen den Vorsitzenden des Landeseissportverbandes Schleswig-Holstein. Das teilte der DEB Donnerstagabend, zwei Tage nach der Präsidiumssitzung mit.

"Der DEB verwehrt sich gegen Falschbehauptungen und Vorverurteilungen und wird sämtliche rechtlichen Maßnahmen ergreifen, um den DEB, seine Funktionsträger und Mitarbeiter zu schützen", heißt es in der Stellungnahme.

DEB-Chef Reindl war Ende September bei der Wahl um das Präsidentenamt im Eishockey-Weltverband IIHF gescheitert, einen Tag zuvor hatte Der Spiegel dessen mutmaßlich fragliche Unternehmens- und Verbandsführung beleuchtet. Dabei geht es auch um die Frage, wie Reindls Rolle als Präsident mit seiner Tätigkeit als bezahlter Geschäftsführer einer DEB-Tochtergesellschaft zu vereinbaren ist.

"Das DEB-Präsidium weist sämtliche Vorwürfe geschlossen als unbegründet zurück", teilte der Verband mit. Die Kölner Kanzlei Verte unter der Leitung von Rechtsanwalt Christian Schmitz soll sich mit dem Fall befassen. Das hatte auch die Ethikkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gefordert, die sich für nicht zuständig erklärt hatte.

Das DEB-Präsidium beklagt, dass bereits der DOSB-Ombudsmann Felix Rettenmaier nicht hätte tätig werden dürfen. Aus dessen Bericht hatte Der Spiegel zitiert. "Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist ebenfalls nicht tolerierbar, dass die Unterlagen des Hinweisgebers trotz mehrmaliger Aufforderung dem DEB nicht zur Verfügung gestellt wurden", heißt es in der Mitteilung.

Laut DEB habe der Eishockey-Weltverband ein Verfahren wegen Manipulation der Wahlen gegen Wolff-Dietrich Prager, den Vorsitzenden aus Schleswig-Holstein, eröffnet. Der Verband wirft Prager vor, die Delegierten in der Nacht vor den Wahlen zum IIHF-Präsidium "in unlauterer und nicht tolerierbarer Art und Weise" beeinflusst und damit "das gesamte deutsche Eishockey beschädigt" zu haben.

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