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Eishockey

Aufholjagd in Finnland macht Mut

SID
Pat Cortina ist trotz der Absagenflut guten Mutes
© getty

Nach den vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Tage hellte sich die Miene von Pat Cortina wieder auf. Beim unglücklichen 2:3 gegen den zweimaligen Weltmeister Finnland machte die Nationalmannschaft dem Italo-Kanadier drei Wochen vor dem WM-Start Mut. "Die Richtung stimmt", stellte der 49-Jährige nach dem zweiten WM-Test gegen den Olympiadritten innerhalb von 24 Stunden fest.

Anders als beim 0:3 einen Tag zuvor war die nach vielen Absagen stark dezimierte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ein ebenbürtiger Gegner und hatte im starken Schlussdrittel die Finnen sogar am Rande einer Niederlage. "Schade für die Jungs, dass es nicht zu mehr gereicht hat", meinte Cortina.

Nach schwachem Start und einem eher schmeichelhaften 0:2 nach dem ersten Drittel mit Toren von Miika Lahti (6.) und Michael Keränen (11.) steigerte sich das Cortina-Team deutlich. Der Ausgleich durch die Treffer des Nürnbergers Yasin Ehliz (21.) und des Mannheimers Frank Mauer (34.) war der verdiente Lohn. Im letzten Drittel ließ die DEB-Auswahl jedoch mehrere Großchancen aus, ehe Tommi Taimi 40 Sekunden vor Schluss die zweite Niederlage in Finnland besiegelte.

"Unser Beginn war bescheiden. Dennoch haben wir uns gut zurückgekämpft", sagte Torschütze Mauer: "Leider waren wir über 60 Minuten nicht konstant genug. Es ist dann bitter, am Ende so zu verlieren." 22 Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Kasachstan sah Cortina dennoch viel Positives: Der Berliner Torhüter Rob Zepp hielt sein Team mit 36 Paraden im Spiel, sein Klubkollege Frank Hördler war als Kapitän in der Verteidigung ein starker Rückhalt und bereitete zudem beide Tore vor, und die jungen Stürmer überzeugten auch auf hohem internationalen Niveau.

Ehliz glänzt

Der 21-jährige Ehliz glänzte als Torschütze, Ausnahmetalent Leon Draisaitl zeigte an der Seite seines ebenfalls erst 18 Jahre alten Sturmkollegen Dominik Kahun großes Spielverständnis und erstaunliche Übersicht und hatte acht Minuten vor Schluss die größte Chance zum Siegtor.

Auf die meisten der Spieler, die in Finnland auf dem Eis standen, muss Cortina auch bei der WM in Minsk (9. bis 25. Mai) setzen. Denn nach den Absagen der NHL-Abwehrspieler Christian Ehrhoff und Alexander Sulzer (beide Buffalo), der Stürmer André Rankel (Berlin), Christoph Ullmann (Mannheim) und Patrick Reimer (Nürnberg), der Torhüter Dennis Endras (Mannheim) und Jochen Reimer (München), des Verteidigers Felix Petermann (München) sowie des AHL-Profis Konrad Abeltshauser (Worcester) kommen wohl nur noch Spieler der DEL-Finalisten Kölner Haie und ERC Ingolstadt als Ergänzungen infrage.

Der Hamburger David Wolf fehlt wegen seiner Sperre nach dem Ausraster im DEL-Halbfinale, der WM-Einsatz des Iserlohner Torjägers Michael Wolf ist wegen einer Fußverletzung äußerst fraglich. Am 24. und 26. April testet die DEB-Auswahl noch in München und Landshut gegen Russland, danach warten als Härtetests in Mannheim die Schweiz (2. Mai) und in Nürnberg die USA (6. Mai).

Die WM im Überblick

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