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Eishockey

Bei den Frankfurt Lions beginnt der Ausverkauf

SID
Trainer Rich Chernomaz und 18 Profis müssen sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen
© Getty

Dem finanziellen Kollaps bei den Frankfurt Lions folgt der Ausverkauf. 18 Profis und Trainer Rich Chernomaz wurden über den Verlust ihres Arbeitsplatzes informiert.

Nach dem finanziellen Kollaps des früheren deutschen Eishockey-Meisters Frankfurt Lions hat der Ausverkauf bei den Hessen begonnen. Die aktuell 18 unter Vertrag stehenden Profis und Trainer Rich Chernomaz wurden inzwischen über den Verlust ihres Arbeitsplatzes informiert.

Klar ist bereits, dass Michel Periard und Derek Hahn zu den Nürnberg Ice Tigers wechseln. Jeff Ulmer wird mit den Eisbären Berlin, Ian Gordon mit dem ERC Ingolstadt in Verbindung gebracht.

Am Montag hatten die Lions den Kampf um eine Zukunft in der DEL aufgegeben. Der Meister von 2004 gab angesichts von 4,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten seinen Verzicht auf einen Protest gegen den Ende Mai ausgesprochenen Lizenzentzug vor dem DEL-Schiedsgericht bekannt.

800.000 Euro fehlen zur Rettung

Nach Angaben von Vereins-Chef Siggi Schneider wären die Bemühungen der Hessen um finanzielle Unterstützung bei Privatinvestoren und der Stadt Frankfurt erfolglos geblieben.

Zur Rettung hätte der 1991 gegründete Verein 800.000 Euro benötigt. Ob die Lions einen Neubeginn in der drittklassigen Oberliga unternehmen, ist noch offen. Deshalb steht auch hinter der Zukunft der knapp 400 Nachwuchsspieler ein Fragezeichen.

Die Lions hatten am Mittwoch beim Amtsgericht Frankfurt das Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Konkursmasse müssen nun unter anderem die Vermieter der Spieler-Wohnungen und die Dauerkarten-Besitzer der kommenden Saison bezahlt werden.

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