Fussball

LASK schlägt Red Bull Salzburg: Stimmen zum Spiel

Von SPOX Österreich
LASK freut sich über den Sieg.

Der LASK setzte sich mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Red Bull Salzburg an die Spitze der Tabelle der österreichischen Bundesliga. Trainer Valerien Ismael gab zu, dass der Sieg zum Teil auch glücklich war. Sein Gegenüber Jesse Marsch ärgerte sich über das Verhalten seiner Mannschaft bei Einwürfen.

Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer sah trotz der Niederlage ein gutes Spiel seines Teams, Peter Michorl gab Einblicke in die taktischen Umstellungen. Die Stimmen zum Spiel via Sky.

Andreas Ulmer (Salzburg-Verteidiger): "Das Spiel war eigentlich gut von uns. Wir spielten uns viele gute Torchancen heraus, leider ist der Ball nicht reingegangen. Ich weiß nicht, wie viele Torchancen LASK in der zweiten Halbzeit hatte. Leider hat es heute nicht gereicht. Es war ganz ordentlich, wir können uns nicht viel vorwerfen. Der Auftritt war gut, ich hätte das Spiel aber lieber gewonnen."

Patrick Farkas (Salzburg-Verteidiger): "Es ist ein weinendes und ein lachendes Auge. Ich bin riesig froh, wieder auf dem Platz stehen zu können. Seit ich in Taxham war, sah mich die Mannschaft nicht als Schlaganfall-Patient, sondern als Teamkollege. Seit dem Trainingslager bin ich wieder voll dabei. Gesundheit ist das Wichtigste. Es war eine sehr emotionale Zeit. Ich wollte gleich nach der Dialyse das Spital verlassen und wollte nach zwei Tagen in der Champions League gegen Napoli spielen. Dann sagten mir die Ärzte, dass ich viel Glück hatte über die kurze Rettungskette. Das hätte im Rollstuhl und mit einer Lähmung enden können. Jetzt bin ich wieder als normaler Spieler anzusehen."

Zlatko Junuzovic (Salzburg-Mittelfeld): "Das war eine völlig unnötige Niederlage. In der ersten Hälfte hätten wir zwei, drei Tore machen müssen. Und zwei Gegentore ausgehend von Einwürfen dürfen so nicht passieren. So verliert man halt ein Spiel. Wir dürfen trotzdem nicht zu hart mit uns ins Gericht gehen. Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben gewusst, dass es gegen den LASK schwierig wird und dass so etwas passieren kann. Wir können einiges aus diesem Spiel mitnehmen."

Jesse Marsch (Salzburg-Trainer): "Es war ein ganz enges Spiel. Wir hatten viele Chancen in den ersten 25 Minuten. Wir haben nicht schlecht gespielt - aber nicht gut genug. Schlager war überragend, wir waren unlucky. Es wird nicht meine letzte Niederlage sein. Wir hatten ein bisschen Pech. Wir müssen dazulernen, wir bekamen zwei Tore aus Einwürfen. Das darf nicht passieren. Wir haben beide Male den letzten Mann an der zweiten Stange verloren. Glückwunsch an den LASK, die Liga ist am Leben."

Christoph Freund (Salzburg-Sportdirektor): "Es schmerzt immer, zu verlieren - vor allem zuhause. Die ersten 20 Minuten waren unglaublich imposant. Es wollte heute nicht sein. In der zweiten Halbzeit übten wir nicht so einen Druck aus, dass wir das Spiel an uns reißen können. LASK ist ein absoluter Titelkandidat. Es wird ein spannender Titelkampf. Es war ein intensives Spiel. Ich glaube nicht, dass der LASK wegbrechen wird."

LASK nach Sieg über Salzburg: "Wir hatten Glück in der ersten Halbzeit"

Peter Michorl (LASK-Mittelfeldspieler): "Wir wissen, dass es ein hartes Stück Arbeit war. Wir hatten in der ersten Halbzeit Glück, da kaufte uns Salzburg die Schneid ab. Wir waren ein bisschen überrascht, dass sie jeden Ball hinter die Kette gespielt hat. Wir haben uns darauf eingestellt. Zweite Halbzeit war sehr souverän. Das gibt uns viel Selbstvertrauen. Im Playoff gibt es wieder zwei direkte Duelle - die werden es dann ausmachen."

Alexander Schlager (LASK-Torhüter): "Wir sind sehr happy. In der eigenen Box waren wir nicht nah genug am Mann. Wenn du hier etwas mitnehmen willst, brauchst du Glück. Das Selbstvertrauen beweist, dass wir jeden Gegner schlagen können. Wir haben den Mut. Ich bin froh, dass ich meine Leistung gebracht habe. Ich muss diese auch bestätigen, bis der nächste ÖFB-Lehrgang kommt. Für die Fans und die Stadt ist dieser Sieg etwas Besonderes."

Marko Raguz (LASK-Stürmer): "Es war ein geiles Spiel und eine super Leistung von uns. Das Wichtigste ist, dass wir gesehen haben, dass wir auch in Salzburg gewinnen können. Wir konnten Salzburg unter Druck setzen. Zugegeben hatten wir in der ersten Hälfte Glück. Die Tabelle schaue ich mir jetzt genüsslich an."

Valerien Ismael (LASK-Trainer): "Es ist viel zu früh. Die Bedeutung dieses Matches ist, dass wir wissen, wir können hier gewinnen. Das ist auch wichtig für das ÖFB-Cup-Halbfinale. Wir hatten Glück in der ersten Halbzeit. Schlager war zur Stelle. Wir hatten nicht das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte. Viele Mannschaften haben hier Prügel kassiert. Wir schlugen zu, als wir zu Chancen kamen. Das 1:0 war der Knackpunkt, denn Salzburg war extrem stark. Das Tor war sehr, sehr wichtig, so kippte die Partie."

Marc Janko (Ex-ÖFB-Stürmer): "Wenn man Salzburg auswärts besiegt, dann ist man Titelkandidat. Punkt."

LASK schlägt Red Bull Salzburg: Statistiken zum Match

Salzburg hatte sowohl mehr Torschüsse als auch mehr Spielanteile, LASK war vor dem Tor effizienter.

SalzburgStatistikLASK
2Tore3
2,19Expected Goals1,12
15Schüsse9
7Schüsse aufs Tor4
57%Ballbesitz43%
61%Passgenauigkeit54%
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