Fussball

Wöber-Plakat: Rapid-Sponsor tadelt Ultras und kritisiert Sicherheit im Stadion

Von SPOX Österreich
Eine Message Richtung Familie Wöber

Am Rande des 3:3-Unentschieden gegen TSV Hartberg sorgten Rapid-Ultras für weiteren Gesprächsstoff als sie die Plakate aus dem VIP-Bereich entwendeten, die versöhnliche Worte an Familie Wöber anstimmten. Verdutzt über die Vorgänge, kritisiert nun Logen-Inhaber Berndt Querfeld das Verhalten der Fans und die Sicherheitslage im Stadion.

Vergangenen Sonntag spielten sich abseits der Partie Rapid Wien gegen TSV Hartberg kuriose Szenen ab. So versuchte VIP-Lounge-Inhaber Berndt Querfeld sich für die geschmacklosen Spruchbänder an Maximilian Wöber zu entschuldigen: "So ist Rapid nicht. Sorry, Fam. Wöber." Daraufhin stürmten Rapid-Ultras die Loge und nahmen das Banner wieder ab. Einen Tag danach äußert sich Querfeld gegenüber dem Kurier zu den Umständen und haut dabei sprichwörtlich auf dem Tisch.

Berndt Querfeld: "Gibt es ein Monopol auf Meinungsfreiheit?"

"Mir stellen sich viele Fragen, die mich als leidenschaftlichen Rapid-Fan traurig machen. Warum wird ein langjähriger Rapidler samt seiner Familie aufs Tiefste beschimpft? Unsere Reaktion war ein Akt der Zivilcourage - warum kann das nicht akzeptiert werden? Gibt es für eine kleine Gruppe ein Monopol auf die Transparent- und Meinungshoheit?", so Querfeld. Auch die Sicherheits- bzw. Organionskräfte bekommen ihr Fett weg: "Und warum können Fans mit einem Rapid-Ausweis um den Hals unbehelligt in den Logenbereich eindringen?" Außerdem hätte man die Situation auch anders klären können, wie er meint: "Meine Söhne waren beim Cup-Spiel im Block. Ich weiß, dass es da eigene Regeln gibt. Aber so geht's wirklich nicht. Man könnte ja bei uns anklopfen und dann darüber reden."

Michael Krammer will Ultras-Problem intern lösen

Auch Rapid-Präsident Michael Krammer war verwundert. In der Krone zeigte er seinen Frust: "Das geht gar nicht. Das muss für alle gelten", so Krammer. Die Wogen sollen deshalb schnellstmöglich geglättet werden: "Ich gieße kein Öl ins Feuer. Meine Aufgabe ist es, den Konflikt intern zu lösen, sicher nicht über die Medien."

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