Fussball

Warum der Teamchef Knaller außen vor lässt

Nach Ramazan Özcans Rücktritt musste Marcel Koller einen neuen Torwart für die ÖFB-Nationalmannschaft nominieren. Die Entscheidung des Teamchefs fiel auf Daniel Bachmann von Stoke City. Sandhausen-Goalie Marco Knaller ließ er außen vor. Bei einigen Fans sorgte diese Wahl für Unmut, Koller hatte jedoch seine Gründe.

Auch diesmal schaut Marco Knaller in Sachen ÖFB-Team durch die Finger. Trotz des Rücktritts von Ramzan Özcan verzichtet Teamchef Marcel Koller erneut auf die Dienste des Sandhausen-Torwarts. Der Stammgoalie des deutschen Zweitligisten findet sich nicht einmal auf der Abrufliste wieder. Stattdessen entschied sich das ÖFB-Trainerteam für jüngere Alternativen. Daniel Bachmann (22) darf als Nummer drei ins ÖFB-Teamteam reinschnuppern. Mattersburg-Goalie Markus Kuster (23) dient als Ersatz auf der Abrufliste.

"Haben uns für jüngere Variante entschieden"

Bei der Kaderbekanntgabe begründet Koller seine Tormann-Wahl mit dem Alter der Kandidaten: "Marco Knaller war zehn Jahre kein Thema für das ÖFB-Team. Er wäre jetzt auch nicht für den Platz als Nummer eins in Frage gekommen. Daher haben wir uns für die jüngere Variante entschieden." Der Schweizer gibt also lieber Bachmann die Möglichkeit, im Training wertvolle Erfahrungen zu sammeln, als den 29-jährigen Knaller für die Bank zu nominieren. "In der Tabelle ist Sandhausen mittlerweile auch zurückgefallen", merkt Koller an.

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Auf Bachmann hält der Schweizer dagegen große Stücke. "Er bringt Talent und Qualität mit, auch wenn er noch nicht für die erste Mannschaft gespielt hat", so Koller. Der 22-Jährige kam in dieser Saison bisher nur für die U23 von Stoke City zum Einsatz. Beim ÖFB hat er sich durch gute Auftritte für die U21 in den Blickpunkt gespielt. Kollers Torwarttrainer Klaus Lindenberger besuchte Bachmann zuletzt sogar in England.

Lindner mit guten Chancen auf Stammplatz?

In das Rennen um den Platz als neue Nummer 1 wird Bachmann jedoch nicht eingreifen. Nach Özcans Rücktritt und der Verletzung von Robert Almer kämpfen Heinz Lindner und Andreas Lukse um den Platz in der Startelf. Der Altacher sollte für das EM-Qualifikationsspiel gegen Moldawien rechtzeitig fit werden. Zuletzt hatte er die Nase leicht vorne, wurde nach der EURO statt Lindner nominiert.

Der Frankfurt-Schlussmann hinterließ beim Teamchef zuletzt aber einen guten Eindruck, als er Ende Jänner zwei Mal für den gesperrten Stamm-Goalie Lukas Hradecky einsprang. "In diesen Spielen hat er seine Sache gut gemacht und bewiesen, dass er da ist, wenn er gebraucht wird. Er ist älter und erfahrener geworden", lobte Koller den Ex-Austrianer überraschend offen. Der Kampf um den Platz im ÖFB-Kasten ist also noch lange nicht entschieden.

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