Pliskovas: "Wir wollen keine Freundschaften"

Von Tennisnet
Mittwoch, 29.11.2017 | 08:02 Uhr
Die Pliskova-Zwillinge möchten mit ihren Gegnern nicht eng befreundet sein
© getty

Karolina Pliskova und ihre Zwillingsschwester Kristyna haben sich am vergangenen Wochenende im Rahmen der Merkur-Charity in einem Interview über die Unterschiede zwischen Damen- und Herrentennis geäußert. Außerdem finden sie, dass Maria Sharapova nicht vorsichtig genug im Bezug auf Doping war, und erklären, warum sie keine Freundschaften auf der Profitour haben wollen.

Karolina Pliskova darf auf eine herausragende Saison zurückblicken, die sie erstmals in ihrer Karriere an die Spitze der Weltrangliste hievte. Mit ihrer um zwei Minuten älteren Schwester gab sie der Kleinen Zeitung ein Interview.

Kristyna Pliskova über...

... das Leben auf der WTA-Tour: "Das Profileben ist nicht immer so cool wie es scheint. Ich mag das viele Reisen nicht."

... eine Doppel-Karriere mit Karolina: "Zuerst wollen wir unsere Einzel-Ziele erreichen, aber für später ist eine Doppel-Spezialisierung ein Thema. Für das Doppel muss man doch anders trainieren. Dazu ist jetzt keine Zeit."

... ihre erfolgreiche Schwester: "Einerseits ist es ein Vorteil, weil sie mir mit ihren Erfahrungen auf dem Platz helfen kann. Andererseits kann es stressig sein, weil die Leute andauernd fragen, wann auch ich so erfolgreich sein werde. Ich bin aber nicht eifersüchtig auf Karolinas Erfolge. Ich wünsche ihr nur das Beste."

... Maria Sharapovas Dopingsperre: "Fast alle sagen, die Strafe war gerecht. Aber keiner wirft ihr vor, eine Betrügerin zu sein. Sie hat einen so großen Stab um sich - denen hätte das nicht passieren dürfen. "

Karolina Pliskova über ...

... die Rückkehr von Serena Williams: "Ich glaube, es wird für sie schwierig werden. Andererseits ist sie so viel stärker als wir alle - nicht nur körperlich, auch im Kopf. Zuzutrauen ist es ihr daher schon."

... Dominic Thiem: "Wir kennen ihn schon seit den Jugendturnieren - damals war er noch kein Held. Er ist ein harter Arbeiter und Kämpfer, physisch stark und schnell. Er kann die Großen schlagen, aber nicht bei Grand Slams auf fünf Sätze. Ich denke, da fehlen ihm noch die Schläge. Aber er ist noch jung.

... den Unterschied zwischen Männer- und Damentennis: "Männer sind stärker und haben auch einen größeren Spielwitz. Bei den Damen wollen alle immer nur mit aller Kraft Winner schlagen, die Herren sind cleverer, geduldiger, schneller und warten auf ihre Chance."

... Maria Sharapova: "Sie war für Kinder und Spieler ein Idol. Das hat sich jetzt ein wenig geändert. Viele haben den Respekt vor ihr verloren, weil sie im Endeffekt bestimmt wusste, was sie da eingenommen hat."

... Freundschaften auf der WTA-Tour: "Wir sind nicht mit Maria befreundet, und wollen es auch gar nicht. Es ist nicht angenehm, gegen eine Freundin spielen zu müssen. Ich weiß, auf der Herren-Tour gibt es solche Freundschaften schon, aber die sehen auch alles viel lockerer."

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