Freitag, 21.04.2017

Barbara Rittner im Interview

"Petko fehlt uns menschlich sehr"

Barbara Rittner absolviert bereits ihr 13. Jahr als DTB-Teamchefin. Im Interview mit SPOX analysiert Rittner die Chancen von Angelique Kerber und Co. gegen die Ukraine (Samstag, ab 12 Uhr live auf DAZN), warnt vor einer potenziellen Top-3-Gegnerin und erläutert die Nichtnominierung von Andrea Petkovic. Dazu: Was macht Angies Rolle im Team so speziell und warum ist der drohende Abstieg womöglich gar keiner?

SPOX: Frau Rittner, mit Angie Kerber, Laura Siegemund, Julia Görges und Carina Witthöft geht es gegen die Ukraine. Wie bewerten Sie die Chancen des Teams?

Barbara Rittner: Die Chancen stehen fifty-fifty. Die Ukraine hat mit Elina Svitolina eine Spielerin, die zwar momentan die Nummer 13 der Weltrangliste ist, für mich aber ganz klar das Potenzial für einen Platz unter den ersten drei hat. Sie ist eine unglaublich gefährliche Spielerin, die auch die letzten drei Partien gegen Angelique Kerber gewinnen konnte. Wir müssen unser bestes Tennis abrufen, wenn wir die Partie gewinnen wollen.

Görges beginnt in Stuttgart

SPOX: Nach dem frühen Aus bei den Australian Open im Januar hatten Sie Kerber empfohlen, "etwas abzuschalten und Zeit für sich zu nehmen". Wie sehen Sie sie heute? Hat Sie Ihren Rat so befolgt, wie Sie sich das erhofft haben? In Mexiko sah sie zuletzt ja schon wieder besser aus.

Rittner: Der Rat war sicherlich richtig, aber es ist natürlich unheimlich schwer, diese Zeit zu finden. Als Nummer eins der Welt muss sie viele Sponsoren und Turnierveranstalter bedienen und ihren Kopf für Tennis im Allgemeinen hinhalten. Das kostet viel Energie und Angie ist niemand, dem das so leicht von der Hand geht. Sie macht es zwar gerne, aber es kostet Kraft und Zeit, die sie braucht, um zur Ruhe zu kommen. Sie ist eher ein introvertierter Mensch, der sich gerne zurückzieht und das fehlt ihr einfach.

SPOX: Wie äußert sich das?

Rittner: Sie ist insgesamt gestresster und immer auf dem Sprung. Sie ist oft in dem Zwiespalt, dass sie es vielen Leuten recht machen will, und muss lernen, auch einmal 'Nein' zu sagen. Das alles liegt ihr ein bisschen im Magen, aber sie kann von Woche zu Woche besser damit umgehen. Nach den Australian Open hat sie sich ihre Auszeit genommen und dann in Dubai ein gutes Turnier gespielt. Mit dem Viertelfinale in Miami und dem Finale zuletzt in Mexiko folgten nochmal zwei sehr gute Ergebnisse. Ihre Form ist auf jeden Fall besser geworden, aber es ist immer noch nicht das Tennis, das sie letztes Jahr an ihren guten Tagen gespielt hat.

Der Fed Cup live auf DAZN

SPOX: Würden Sie Angelique noch mehr Zeit für sich selbst wünschen?

Rittner: Natürlich würde ich mir das wünschen, aber das zeichnet Topspieler aus: Federer und Nadal haben ständig Termine. Auch Angie wird in diese Rolle hineinwachsen, aber es dauert eben. Allerdings hat es auch seine positive Seite: Man steht im Fokus, lernt viele nette Menschen kennen, verdient gutes Geld und erlebt Dinge, wozu andere nicht die Möglichkeit haben.

SPOX: Wie wirkt sich Angies Status an der Spitze der Weltrangliste auf das Team aus? Übernimmt sie mehr Verantwortung?

Rittner: Generell tut es dem Team einfach gut, die Nummer eins oder aktuell eben die Nummer zwei der Welt dabei zu haben, weil sich ihre Souveränität auf das Team überträgt. Von der Besten der Welt werden Punkte erwartet, das weiß sie. Das Betreuerteam muss ihr in der Trainingswoche vermitteln, dass sich der Druck trotzdem auf mehrere Schultern verteilt. Wir treten als Team auf und sie kann mal verlieren - auch gegen die Ukraine. Angie macht einfach ihr Ding: Sie ist niemand, der sich um andere kümmert und sie mitreißt. Sie ist keine Spielerin, die verbal Einfluss auf die anderen Spielerinnen nimmt. Das geht auch gar nicht: Tennis ist und bleibt ein Einzelsport, auch wenn man ein paar Mal im Jahr als Team auftritt.

Die Weltranglistenersten der WTA: 7,4 Jahre bis Steffi Graf
12. September 2016: Die Sektkorken knallen mal wieder im Hause Kerber! Erstmals in ihrer Karriere führt Angie die WTA-Weltrangliste an! Als erst zweite Deutsche reiht sie sich ein in eine illustre Runde
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12. September 2016: Die Sektkorken knallen mal wieder im Hause Kerber! Erstmals in ihrer Karriere führt Angie die WTA-Weltrangliste an! Als erst zweite Deutsche reiht sie sich ein in eine illustre Runde
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Chris Evert (erstmals am 3. November 1975 an der Spitze der Weltrangliste, insgesamt 260 Wochen lang): Die Amerikanerin war die erste Nummer 1 aller Zeiten im Frauentennis. Sie gewann in ihrer Karriere 18 Grand-Slam-Titel und insgesamt 158 Profi-Turniere
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Chris Evert (erstmals am 3. November 1975 an der Spitze der Weltrangliste, insgesamt 260 Wochen lang): Die Amerikanerin war die erste Nummer 1 aller Zeiten im Frauentennis. Sie gewann in ihrer Karriere 18 Grand-Slam-Titel und insgesamt 158 Profi-Turniere
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Evonne Goolagong (26. April 1976, 2 Wochen): Die Australierin hatte unter allen Weltranglistenersten 1976 das kürzeste Intermezzo auf dem Thron. Immerhin: Sie hat definitiv den coolsten Namen!
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Martina Navratilova (10. Juli 1978, 332 Wochen): Eine der absoluten Grandes Dames des Tennissports! Unvergessen die Duelle in den 70ern und 80ern mit Evert. Auch die Tschechin holte 18 Grand-Slam-Titel. Als Trendsetterin geht sie aber nur bedingt durch
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Tracy Austin (7. April 1980, 21 Wochen): Die Amerikanerin schaffte es als Einzige, hin und wieder zwischen Evert und Navratilova dazwischen zu funken. Zweimal war sie die Nummer 1
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Steffi Graf (17. August 1987, 377 Wochen): An sie kommt keine heran! Deutschlands Tennis-Göttin thronte so lange wie keine Andere an der Spitze - die längste Serie am Stück: 186 Wochen. Um sie einzuholen, bräuchte Kerber etwa 7,4 Jahre!
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Monica Seles (11. März 1991, 178 Wochen): Auch Seles findet man heute in jeder Tennis-Ruhmeshalle. Ihre Karriere wurde 1993 durch ein Attentat in Hamburg überschattet. Nur fünf Spielerinnen waren länger Weltranglistenerste als sie
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Arantxa Sanchez Vicario (6. Februar 1995, 12 Wochen): Die einzige Spanierin, die es jemals nach ganz oben schaffte. Sie gewann vier Grand-Slam-Titel im Einzel und sechs im Doppel
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Martina Hingis (31. März 1997, 209 Wochen): Auch die Schweiz brachte eine Weltbeste hervor. Fünf Amtszeiten erlebte Hingis obenauf, zwischen 1997 und 2000. Anfang 2016 stieg sie sogar noch einmal zur WTA-Nummer 1 im Doppel auf - mit 35 Jahren. Unfassbar!
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Lindsay Davenport (12. Oktober 1998, 98 Wochen): Bäumchen, wechsel Dich! Insgesamt acht Mal eroberte die Amerikanerin Davenport zwischen 1998 und 2006 den Platz an der Sonne
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Jennifer Capriati (15. Oktober 2001, 17 Wochen): In ihrer Jugend wurde Capriati von Jimmy Evert (dem Vater von Chris Evert) gecoacht. Das trug Früchte: Anfang der 2000er kletterte sie im Ranking nach ganz oben
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Venus Williams (25. Februar 2002, 11 Wochen): Immer ein bisschen im Schatten der jüngeren Schwester - so lässt sich Venus' Karriere beschreiben. Jedoch: Bevor Serena die Weltspitze erklomm, stand Venus dreimal kurz dort
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Serena Williams (8. Juli 2002, 304 Wochen): Sie löste ihre ältere Schwester ab. Und fortan dominierte Serena - mit einigen Schwächephasen - die WTA-Tour wie kaum eine zuvor. Zuletzt stand sie seit 18. Februar 2013 ununterbrochen an der 1. Bis Angie kam...
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Kim Clijsters (11. August 2003, 20 Wochen): 2003 war das Jahr der Belgierinnen. Erst setzte sich Clijsters die Krone der Tennis-Queen auf ...
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Justine Henin (20. Oktober 2003, 117 Wochen): ... dann klaute ihr Landsfrau Henin die Lorbeeren. Im Mai 2008, als Henin ihren sofortigen Rücktritt bekanntgab, trat sie als bislang einzige Spielerin als aktuelle Nummer eins der Weltrangliste zurück
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Amelie Mauresmo (13. September 2004, 39 Wochen): Keine Bestenliste ohne die Grande Nation: Mit Amelie Mauresmo feierte auch Frankreich über ein halbes Jahr lang eine Nummer 1
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Maria Sharapova (22. August 2005, 21 Wochen): Bei den großen Tennisdamen denkt man unweigerlich an Masha. Dabei war die "Queen of Screams" (sie kommt regelmäßig über die 100-Dezibel-Marke) insgesamt nur 21 Wochen No. 1. 2016 gestand sie, gedopt zu haben
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Ana Ivanovic (9. Juni 2008, 12 Wochen): Ihre besten Tennisjahre erlebte Ana Ivanovic noch vor der Liason mit Bastian Schweinsteiger. 2008 war sie zweimal Weltranglistenerste - für insgesamt 12 Wochen
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Jelena Jankovic (11. August 2008, 18 Wochen): Artistisch wie hier präsentierte sich Jankovic in ihrer Blütephase zwischen 2007 und 2009. Einen Grand-Slam-Titel gewann sie im Einzel jedoch nie - dafür immerhin das Doppel 2007 in Wimbledon
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Dinara Safina (20. April 2009, 26 Wochen): Ziemlich genau ein halbes Jahr überblickte die Russin 2009 die Tenniswelt von ganz oben - am Stück. Ihr sechs Jahre älterer Bruder Marat Safin war ebenfalls neun Wochen lang die Nummer 1 der ATP-Weltrangliste
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Caroline Wozniacki (11. Oktober 2010, 67 Wochen): Rory McIlroy und Wozniacki hatten die Hochzeits-Einladungen schon verschickt. 2013 aber trennte sich der Golfstar von ihr. Seitdem kam sie nicht mehr an die ganz großen Erfolge von 2010-2012 heran
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Caroline Wozniacki (11. Oktober 2010, 67 Wochen): Rory McIlroy und Wozniacki hatten die Hochzeits-Einladungen schon verschickt. 2013 aber trennte sich der Golfstar von ihr. Seitdem kam sie nicht mehr an die ganz großen Erfolge von 2010-2012 heran
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Victoria Azarenka (30. Januar 2012, 51 Wochen): Genau ein Jahr thronte die Weißrussin insgesamt an der WTA-Spitze, aufgeteilt in zwei Perioden. Seit ihr gab es keine Nummer-1-Debütantin mehr - erst Kerber sprengte die Welt der Arrivierten wieder
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SPOX: Gegen Svitolina hat Angie eine 5:5-Bilanz, wobei es oft hart umkämpft war und die letzten drei Duelle gingen an die Ukrainerin. Überhaupt spielt Svitolina mit zwei Turniersiegen ein bärenstarkes Jahr. Was stimmt Sie dennoch zuversichtlich?

Rittner: Der Fed Cup hat eigene Gesetze, es herrscht eine besondere Anspannung. Man spielt nicht nur für sich, sondern das ganze Land. Angie hat es gerade die letzten Jahre ausgezeichnet, dass sie in den stressigsten Situationen ihr bestes Tennis abgerufen hat. Sie liebt es, für Deutschland auf dem Platz zu stehen. Dazu kommt der Heimvorteil: Die Zuschauer werden eine gute Stimmung in der Porsche Arena verbreiten und ich hoffe, dass wir dadurch ein paar Prozent mehr abrufen können.

SPOX: Die beste Doppelspielerin Julia Görges hatte sich in Hawaii beim Einzel verletzt und fiel für das Doppel aus. Auch in Biel hat sie letzte Woche angeschlagen aufgegeben. Wissen Sie schon, ob Sie diesmal wieder im Einzel antritt?

Rittner: Die Spielerinnen liegen sehr nah beieinander, deshalb werden die Trainingseindrücke und letzten Ergebnisse den Ausschlag geben. Jule spielt ein sehr konstantes Jahr und stand vor ihrer Handgelenksverletzung in Biel immerhin im Viertelfinale. Laura Siegemund hat das Jahr über noch nicht so gut gespielt, aber gerade erst in Charleston auf Sand überzeugt. Da werde ich das Training auf mich wirken lassen. Wer das zweite Einzel spielt, ist absolut offen.

SPOX: Wie schwer fiel es Ihnen, auf Andrea Petkovic zu verzichten?

Rittner: Sie fehlt dem Team menschlich sehr, weil sie die Stimmungsvollste und Extrovertierteste ist, aber wir werden auch so Spaß und eine gute Woche haben. Wir haben gemeinsam darüber geredet und für Andrea ist es im Moment die beste Entscheidung. Sie muss bei Turnieren Selbstvertrauen sammeln, sonst kann sie nicht der Rolle gerecht werden, die sie sich selbst im Fed-Cup-Team gibt, und die heißt: Verantwortung übernehmen und Punkte holen. Sie tut alles im Training, hat einen Ernährungsplan und irgendwann wird es hoffentlich Klick machen und sie wird wieder gutes Tennis spielen. Sie hat in den letzten Jahren unglaublich viel für das deutsche Tennis geleistet, aber sie in der jetzigen Situation zu nominieren, hätte nichts gebracht.

Das Sharapova-Comeback in Stuttgart: Live auf DAZN

SPOX: Ist die Nichtnominierung also als Schutzmaßnahme zu verstehen, um sie vor weiteren Rückschlägen zu bewahren?

Rittner: Durchaus. Aber abgesehen davon ist die Konkurrenz groß und es gibt einfach Spielerinnen, die im Moment besser spielen. Auch bei Mona Barthel fiel es mir schwer, dazu war noch Annika Beck im Gespräch. Es war eine schwierige Entscheidung, aber Andrea Petkovic hat in letzter Zeit einfach nicht gut gespielt.

Seite 1: Rittner über Aufstellung und Chancen gegen die Ukraine, die Nichtnominierung von Andrea Petkovic sowie Angie Kerbers besondere Rolle

Seite 2: Rittner über den drohenden Abstieg, der womöglich keiner wird, das neue DTB-Förderkonzept und DAZN

Interview: Tristan Ebertshäuser

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